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Auto ummelden: So geht‘s!

Wir erklären dir, wie die Ummeldung bei der Zulassungsstelle funktioniert.

Du erfährst auch, welche Kosten auf dich zukommen, wie du dein Kennzeichen behalten kannst und was du bei Halterwechsel und Umzug beachten musst.

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Die Kfz-Zulassung ist Pflicht, um im öffentlichen Straßenverkehr fahren zu dürfen. Ändert sich der Halter oder deine Adresse, musst du dein Auto ummelden. Wir erklären dir alles, was du über die Kfz-Ummeldung wissen musst:

  • Warum muss ich mein Auto ummelden?
  • Wann muss ich mein Auto ummelden?
  • Wo muss ich mein Auto ummelden?
  • Wer muss mein Auto ummelden?
  • Was brauche ich, um mein Auto umzumelden?
  • Was kostet es, das Auto umzumelden?
  • Was muss ich in welcher Situation beachten?

Warum muss ich mein Auto ummelden?

Um dein Auto im öffentlichen Straßenverkehr fahren zu dürfen, ist die Kfz-Zulassung Pflicht. Es gilt: Dein Auto muss auf dich und an deinen aktuellen Wohnort gemeldet sein. Du musst dein Auto also ummelden, wenn

  • Du an einen anderen Ort umziehen, oder
  • Du ein Auto auf dich zulassen willst, das auf einen anderen Fahrzeughalter gemeldet ist.

Das gilt für alle Kraftfahrzeuge: Auch Motorrad, Roller, Wohnmobil oder Anhänger müssen auf den richtigen Fahrzeughalter zugelassen sein.

Ummeldung mit und ohne Halterwechsel

Eine Ummeldung ist nur möglich, wenn dein Auto schon auf einen Fahrzeughalter angemeldet ist. Der aktuelle Halter kannst du selbst oder eine andere Person sein. Ist dein Auto noch bei keiner Kfz-Zulassungsstelle gemeldet, musst du dein Auto anmelden (im Ratgeber erfährst du mehr). Wird das Auto von einer anderen Person auf dich umgemeldet, spricht man von einer Ummeldung mit Halterwechsel. Das ist der Fall, wenn du zum Beispiel einen Gebrauchtwagen kaufst. Nach dem Kauf bist du der neue Fahrzeughalter und musst das Auto auf dich ummelden.
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Ändert sich der Halter des Autos, musst du es ummelden. © gettyimages/LorenzoPatoia

Ziehst du um, ändert sich deine Adresse. Du musst das Auto ummelden, weil die Fahrzeugpapiere aktualisiert werden müssen. Das Auto bleibt weiterhin auf dich gemeldet. Das wird Ummelden ohne Halterwechsel genannt.

Was passiert bei der Ummeldung?

Egal, ob Umzug oder Halterwechsel: Bei der Kfz-Ummeldung werden von der Behörde neue Dokumente für das Auto ausgestellt.

Der (neue) Fahrzeughalter bekommt eine neue Zulassungsbescheinigung Teil I (früher: Fahrzeugschein) und eine neue Zulassungsbescheinigung Teil II (früher: Fahrzeugbrief). In beiden sind nun der richtige Name und die richtige Adresse eingetragen. Im Fahrzeugbrief wird auch der Name des vorherigen Halters und die Anzahl der Vorbesitzer aktualisiert.

Willst du ein neues Kennzeichen haben, werden bei der Ummeldung die Nummernschilder ausgetauscht. Du musst deine alten Kfz-Kennzeichen zur Zulassungsbehörde mitbringen.

Voraussetzungen für die Ummeldung:

Du kannst ein Auto nur ummelden, wenn

  • du keine Schulden im Zusammenhang mit einer früheren Kfz-Zulassung hast. Alle offenen Gebühren und Auslagen müssen bezahlt sein.
  • du die Kfz-Steuer für dein Auto vollständig bezahlt hast.
  • bei der Ummeldung durch einen Vertreter, der eine schriftliche Vollmacht von dir hat.

Wann muss ich mein Auto ummelden?

Bist du umgezogen oder hast einen Gebrauchtwagen gekauft, hast du eine Meldepflicht. Du musst das Auto möglichst schnell auf deinen Namen ummelden. Tust du das nicht, begehst du einen Verstoß und musst ein Bußgeld zahlen.

Wie viel Zeit habe ich?

Eine genaue Frist für die Ummeldung ist gesetzlich nicht festgelegt. Es gilt aber: Du musst dein Auto unverzüglich ummelden.
Denn: Ist das Auto auf die falsche Person gemeldet, weiß die Polizei nicht, wer der wirkliche Fahrzeughalter ist oder wo er wirklich wohnt. Kommt es zu Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten im Straßenverkehr, kann die Polizei nur schwer ermitteln.

Frist verpasst: Was passiert?

Hast du das Auto nicht schnellstmöglich umgemeldet, kann ein Bußgeld fällig werden. Meldest du dein Auto innerhalb eines Monats um, kommt meist keine Strafe auf dich zu. Je länger du aber wartest, desto höher fällt die Strafe normalerweise aus. Bei mehr als sechs Monaten kann das bis zu 50 Euro kosten. Die genaue Höhe entscheidet der Sachbearbeiter der Zulassungsstelle.

Wo muss ich mein Auto ummelden?

Du musst das Auto bei deiner zuständigen Kfz-Zulassungsstelle ummelden. Welche Stelle das ist, hängt von deinem Wohnort ab. Es ist gesetzlich geregelt, dass du dein Auto nur bei der Behörde ummelden kannst, an der sich dein Hauptwohnsitz befindet.
Wird das Auto auf eine Firma oder einen Verein umgemeldet, ist der Ort des Firmensitzes oder Vereinssitzes entscheidend. Das Auto muss dort bei der Zulassungsstelle umgemeldet werden.

Wie finde ich meine Kfz-Zulassungsstelle?

In allen großen deutschen Städten gibt es eine Kfz-Zulassungsstelle. Wohnst du außerhalb der Stadt, musst du dich über die nächste Zulassungsstelle informieren. Die Adresse und Öffnungszeiten deiner Zulassungsstelle findest du auf den Internetseiten deiner Gemeinde oder Stadt. Auch auf der Webseite des Kraftfahrt-Bundesamts findest du eine Übersicht aller Zulassungsbehörden in Deutschland.
Bei den Behörden kommt es oft zu langen Wartezeiten. Informiere dich vorher über die Öffnungszeiten oder vereinbare, wenn möglich, einen Termin für die Ummeldung.

Geht die Ummeldung auch online?

Nein, die Kfz-Ummeldung kann nicht online erfolgen. Du musst persönlich zu deiner Zulassungsstelle gehen.

Wer muss mein Auto ummelden? 

Der Fahrzeughalter muss sein Auto in Deutschland selbst ummelden. Willst du das Auto in Zukunft fahren, also auf dich ummelden, musst du selbst zur Zulassungsstelle gehen.
Bist du persönlich verhindert, kannst du einer anderen Person eine Vollmacht ausstellen. Mit ihr kann der Bevollmächtigte dein Auto bei der Zulassungsstelle ummelden. Er braucht eine schriftliche Vollmacht mit deiner originalen Unterschrift und eine Kopie deines Personalausweises. Die muss auch deine Einverständniserklärung enthalten, die bestätigt, dass der Person deine Kfz-steuerlichen Verhältnisse bekannt gegeben werden dürfen. Hier findest du eine Vorlage.

Was brauche ich, um mein Auto umzumelden?

Du brauchst deinen Personalausweis, die Fahrzeugpapiere, die Versicherungsbestätigung und, wenn nötig, die alten Kennzeichen. Du musst auch ein Sepa-Lastschriftmandat (früher: Einzugsermächtigung) für die Kfz-Steuer mitbringen. Statt Personalausweis kannst du den Reisepass nehmen, dann brauchst du aber auch eine Meldebestätigung für deinen Wohnort.

Dokumente zur Kfz-Ummeldung
Um dein Auto umzumelden, musst du alle nötigen Dokumente dabeihaben. © gettyimages/ivan-balvan

Fahrzeugpapiere

Um dein Auto umzumelden, brauchst du die Zulassungsbescheinigungen I und II und die aktuelle Abgas- und Hauptuntersuchung des umzumeldenden Autos.
Wichtig: Früher hießen die Zulassungsbescheinigungen I und II Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief. Bei älteren Fahrzeugen musst du die Dokumente zur Ummeldung mitbringen. Bei der Ummeldung werden die alten Dokumente dann gegen die neuen Teile der Zulassungsbescheinigung getauscht.

Kfz-Versicherung

Bei der Kfz-Ummeldung musst du nachweisen, dass du eine Kfz-Versicherung für dein Auto abgeschlossen hast. Sie ist in Deutschland Pflicht. Das Auto muss auf deinen Namen versichert sein, bevor du es ummelden kannst.

Bei einem Umzug

Ziehst du in einen neuen Wohnort, hast du die Pflicht, deiner Versicherung die neue Adresse rechtzeitig mitzuteilen. Das geht meist telefonisch, per E-Mail oder Brief.
Wie hoch dein Versicherungsbeitrag ist, hängt auch von deinem Wohnort ab. Denn: Jeder Ort wird von der Kfz-Versicherung nach Unfallrisiko eingestuft. Das ist durch die sogenannte Regionalklasse festgelegt. Bei einem Umzug kann sich deine Regionalklasse ändern.
Ein Sonderkündigungsrecht hast du aber nicht. Der Grund: Aus Sicht der Versicherungen hast du die Veränderung der Regionalklasse selbst ausgelöst. Du musst den neuen Versicherungsbeitrag akzeptieren. Erst zum Vertragsablauf kannst du die Kfz-Versicherung kündigen.

Bei einem Halterwechsel

Hast du einen Gebrauchtwagen gekauft, geht die Kfz-Versicherung vom vorherigen Halter auf dich über. Du hast dann ein Sonderkündigungsrecht. Innerhalb von einem Monat kannst du die Kfz-Versicherung wechseln. Berechne deinen Tarif direkt in unserem Rechner.

Nachweis für die Zulassungsstelle: eVB-Nummer

Hast du eine gültige Kfz-Versicherung, wird dir deine persönliche (digitale) eVB-Nummer (elektronische Versicherungsbestätigung) mitgeteilt. Das ist der Nachweis für die Zulassungsstelle. Früher war das die Doppelkarte oder Deckungskarte.
Die eVB-Nummer erhälst du normalerweise direkt nach der Antragsstellung von deiner Kfz-Versicherungsgesellschaft. Sie ist für mindestens drei Monate gültig, bei einigen Versicherungen auch sechs Monate.
Wenn du dein Auto ummeldest, musst du normalerweise eine neue eVB-Nummer anfordern. Dafür genügt meist ein Anruf bei der Versicherung. Die neue Nummer bekommst du per E-Mail oder auf Wunsch auch per SMS zugeschickt. Es reicht, wenn du dir die Nummer notierst und bei der Ummeldung bei der Zulassungsstelle angibst.

Kennzeichen

Willst oder musst du bei der Ummeldung die Kennzeichen wechseln, musst du deine alten Nummernschilder mitbringen.
Grundsätzlich ist die Kennzeichenvergabe an den Zulassungsbezirk gebunden. Für die Stadt München ist das zum Beispiel der Buchstabe M. Die Buchstaben links vom Strich stehen also immer fest und können nicht individuell angepasst werden. Seit 2015 ist es möglich, das regional gebundene Kennzeichen bundesweit zu behalten. Auch wenn du in ein ganz anderes Bundesland ziehst, kannst du dann zum Beispiel dein Münchner Kennzeichen behalten.

Kennzeichen austauschen
Bei der Ummeldung kannst du die Kfz-Kennzeichen deines Autos austauschen lassen. Das ist aber keine Pflicht. © gettyimages/AndreyPopov

Übersicht: Checkliste für die Ummeldung

Du musst alle Dokumente zur Ummeldung mitbringen. Ausnahmen gibt es nicht. Fehlt etwas, kann die Zulassungsstelle das Auto nicht ummelden. Stelle also vor dem Termin alle Dokumente sorgfältig zusammen:  

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (früher: Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (früher: Fahrzeugbrief)
  • Bescheinigung über die Haupt- und die Abgasuntersuchung
  • eVB-Nummer (elektronische Versicherungsbestätigung)
  • SEPA-Lastschriftmandat des Fahrzeughalters/Kontoinhabers
  • Personalausweis oder Reisepass und aktuelle Meldebescheinigung
  • Nummernschilder des Autos (bei Kennzeichen-Änderung)
In manchen Fällen brauchst du auch:
  • Nur für juristischen Personen, Firmen oder Vereine: Auszüge aus dem Handelsregister oder Vereinsregister (nicht älter als drei Jahre) und ein gültiger Gewerbeschein
  • Nur für Minderjährige: Einverständniserklärung ihres Erziehungsberechtigten
  • Nur bei Betreuungen für Behörden- und Verwaltungsangelegenheiten: Betreuerausweis
  • Nur bei Fahrzeugen mit EG-Betriebserlaubnis: EG-Übereinstimmungserklärung (COC)

Was kostet es, das Auto umzumelden?

Im Durchschnitt kostet die Ummeldung zwischen 26 und 29 Euro. Die Preise unterscheiden sich leicht von Zulassungsstelle zu Zulassungsstelle. Eine Ummeldung mit Halterwechsel ist teurer (ca. 29 Euro) als eine Ummeldung ohne Halterwechsel (ca. 26 Euro).

Am günstigsten ist es, dein Auto im selben Zulassungsbezirk umzumelden; wenn du also nur in deiner Stadt umziehst. Das kostet etwa 20 Euro.

Willst oder brauchst du ein neues Kennzeichen, musst du 20 bis 30 Euro für neue Nummernschilder dazurechnen. Willst du ein Wunschkennzeichen reservieren, kostet das normalerweise nochmal etwa 10 Euro.
Übrigens: Dein Fahrzeug umzumelden ist normalerweise günstiger als das Fahrzeug abzumelden und neu anzumelden. Eine gute Übersicht über alle Kosten bei der Kfz-Zulassungsstelle gibt es beim Straßenverkehrsamt.

Was muss ich in welcher Situation beachten?

In manchen Fällen musst du bei der Ummeldung Besonderheiten berücksichtigen. Wir erklären dir, was du bei einem Umzug ins Ausland, ohne deutsche Staatsbürgerschaft und bei einem Todesfall beachten musst.

Umzug ins Ausland

Willst du mit deinem Auto ins Ausland reisen und längere Zeit dortbleiben, musst du dein Auto ummelden. Denn: Wohnst du 6 Monate (185 Tage) oder länger in einem anderen Land, wird dort automatisch ein Wohnsitz begründet.

Mann in Cabrio
Ziehst du ins Ausland, musst du dein Auto in Deutschland abmelden. © gettyimages/Tom Merton

Du musst dann zur ausländischen Zulassungsstelle gehen, um dein Auto umzumelden. In Deutschland entfällt das Ummelden, wenn du deinen Hauptwohnsitz ins Ausland verlegst. Stattdessen gilt: Das Auto muss bei der deutschen Zulassungsbehörde abgemeldet werden.

Informiere dich rechtzeitig über die Richtlinien und Bedingungen bei deiner zuständigen Zulassungsstelle.

Das musst du noch beachten: Autos aus Deutschland, die im Ausland gemeldet sind, brauchen auch ein Ausfuhrkennzeichen. Du musst eine Ausfuhrversicherung abschließen. Im Ausland braucht das Auto auch eine neue Kfz-Versicherung. Du musst eine Versicherung bei einer Versicherungsgesellschaft abschließen, die den Sitz im betreffenden Land hat.

Ummeldung als Ausländer

Für Ausländer gelten die gleichen Bedingungen bei der Ummeldung wie für Deutsche. Wichtig ist nur, dass der Fahrzeughalter einen gemeldeten Wohnsitz in Deutschland hat. Bei der Ummeldung des Fahrzeugs muss zusätzlich zum Reisepass die aktuelle Meldebescheinigung des Einwohnermeldeamts vorgelegt werden.

Todesfall: Wer muss das Auto ummelden?

Die Versicherung und die Zulassungsstelle sollten vom Erben des Autos möglichst bald informiert werden.

Wenn du ein Auto erbst, solltest du als erstes der Kfz-Versicherung die neuen Eigentumsverhältnisse mitteilen. Über den Zeitraum des Vertrags bleibt die Kfz-Versicherung normalerweise noch bestehen. Aber: Mit dem neuen Eigentümer kann sich der Versicherungsbeitrag ändern. Dem Erben steht kein Sonderkündigungsrecht für die Versicherung zu.

Nachdem alle Fragen zur Versicherung des Wagens geklärt sind, sollte der Erbe das Auto möglichst schnell auf seinen Namen ummelden. Sonst verstößt er gegen die Meldepflicht beim Wechsel des Autohalters. Die Ummeldung erfolgt bei der zuständigen Zulassungsbehörde. Ein Erbschein ist für die Ummeldung des Autos nicht nötig.

Der erste Schritt: Eine gültige Kfz-Versicherung

Ob bei einem Halterwechsel oder einem Umzug, bis heute kannst du ein Auto nicht online ummelden. Du musst persönlich zur Zulassungsstelle gehen. Bereite alle Unterlagen gründlich vor, überlege dir, ob du dein Kennzeichen behalten willst und stelle dich auch auf die möglichen Kosten ein. Dann ist alles gar nicht so kompliziert.

Sehr wichtig ist eine gültige Kfz-Versicherung: Informiere dich bei uns direkt über die Kfz-Haftpflichtversicherung, die Vollkaskoversicherung oder die Teilkaskoversicherung. Oder berechne deinen neuen Beitrag direkt in unserem Rechner.

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