Vater und Sohn an Auto

Saisonkennzeichen

Du nutzt dein Fahrzeug zum Beispiel nur im Sommer?

Dann ist das Saisonkennzeichen die richtige Wahl. Informiere dich in unserem Artikel, wie das Saisonkennzeichen funktioniert, wie hoch die Kosten sind und welche Versicherung du benötigst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gültigkeit des Saisonkennzeichens: Ist nicht begrenzt.
  • Betriebszeitraum: Ist begrenzt auf mindestens zwei Monate bis maximal elf Monate.
  • Kosten: Gebühr liegt bei circa 30 Euro plus Schilder (circa 20 bis 30 Euro, Stand: 2019).
  • Versicherung: Ist Pflicht. Kosten sind wie bei jeder Kfz-Versicherung unterschiedlich.

Mit dem Cabrio an den Strand und dabei noch bares Geld sparen: Das geht! Denn das Saisonkennzeichen ist eine günstige Alternative zum normalen Autokennzeichen. Wir erklären dir, was du dazu wissen musst:

  • Was ist das Saisonkennzeichen?
  • Wie viel kostet das Saisonkennzeichen?
  • Welche Versicherung brauche ich für Saisonkennzeichen?
  • Wann darf ich mit Saisonkennzeichen fahren?
  • Wie beantrage ich das Saisonkennzeichen?
  • Wie ändere oder verlängere ich das Saisonkennzeichen?
  • Wo darf ich Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen parken?
  • Wie lese ich das Saisonkennzeichen?
  • Für wen lohnt sich ein Saisonkennzeichen?

Was ist das Saisonkennzeichen?

Das Saisonkennzeichen gehört in Deutschland zu den Sonderkennzeichen. Der Unterschied zum normalen Kennzeichen ist der begrenzte Betriebszeitraum. Das heißt: Du darfst Fahrzeuge mit einem Saisonkennzeichen nur in dem Zeitraum fahren, in dem das Fahrzeug zugelassen ist.

Wie viel kostet das Saisonkennzeichen?

Bei der Zulassung liegen die Kosten (Stand: 2019) für das Saisonkennzeichen bei:

  • circa 30 Euro Verwaltungsgebühr
  • 20 bis 30 Euro für die Nummernschilder

Nur für den Zeitraum, in dem du das Auto nutzt, zahlst du:

Welche Versicherung brauche ich für Saisonkennzeichen?

Für ein Fahrzeug mit Saisonkennzeichen brauchst du auf jeden Fall eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Eine Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung kann den Versicherungsschutz sinnvoll ergänzen.

Außerhalb der Saison spricht man von einer Ruheversicherung. In diesem Zeitraum musst du keine Beiträge zahlen.

Im Rahmen einer Ruheversicherung wird dir normalerweise Versicherungsschutz für die Kfz-Haftpflichtversicherung und für die Teilkaskoversicherung gewährt. Das bedeutet: Wird dein Fahrzeug zum Beispiel außerhalb der Saison gestohlen, zahlt die Teilkaskoversicherung den entstandenen Schaden beziehungsweise den Verlust.

Das solltest du wissen: Ein Schadenfreiheitsrabatt wird dir nur angerechnet, wenn das Fahrzeug im Jahr für sechs Monate oder länger zugelassen ist. Wenn du dein Fahrzeug nur zwei bis drei Monate im Jahr anmeldest (zum Beispiel ein Wohnmobil oder ein Cabrio), wird sich die Schadenfreiheitsklasse deiner Kfz-Versicherung nicht verbessern.

Wann darf ich mit Saisonkennzeichen fahren?

Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen darfst du nur in dem Zeitraum fahren, den du bei der Zulassung festgelegt hast. Denn Saisonkennzeichen gelten nach § 9 Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV) für

  • mindestens zwei Monate und
  • maximal elf Monate.

Der Zeitraum muss zusammenhängend sein, ist aber nicht an das Kalenderjahr gebunden. Obwohl die meisten Saisonkennzeichen für die Sommermonate vergeben werden, kannst du ein Fahrzeug zum Beispiel auch nur für die Wintermonate zulassen.

Gut zu wissen: Fährst du außerhalb des Betriebszeitraums oder parkst du dein Auto außerhalb der Saison auf einer öffentlichen Straße, drohen dir 40 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg (Stand: 2019). Außerdem bist du bei einem Unfall nicht versichert, wenn du dich nicht an den Betriebszeitraum hältst.

Das heißt: Wenn du einen Unfall verursachst, musst du nicht nur den entstandenen Schaden übernehmen, sondern zum Beispiel auch die Reha-Kosten oder den Verdienstausfall deines Unfallgegners zahlen.

Wie beantrage ich das Saisonkennzeichen?

Einen Wagen mit einem Saisonkennzeichen musst du nur einmal auf der Zulassungsstelle anmelden. Das An- und Abmelden des Fahrzeugs zum Saisonbeginn beziehungsweise zum Saisonende ist nicht notwendig.

So gehst du vor:

  1. Schließe eine Kfz-Haftpflichtversicherung ab und erhalte die eVB-Nummer.
  2. Informiere dich bei deiner örtlichen Zulassungsstelle über die benötigten Dokumente.
  3. Beantrage dein Saisonkennzeichen bei deiner Zulassungsstelle.
Achtung: Nicht jeder Versicherer bietet Saisonkennzeichen an. Allianz Direct bietet aktuell kein Saisonkennzeichen an (Stand 2020).

Wie ändere oder verlängere ich das Saisonkennzeichen?

Gerade, wenn der Sommer früher kommt oder geht als gedacht, bietet es sich an, den Betriebszeitraum des Saisonkennzeichens zu verändern beziehungsweise zu verlängern.

Dabei solltest du so vorgehen:

  1. Informiere deinen Versicherer und erhalte eine neue eVB-Nummer.
  2. Bereite alle Dokumente vor, die du für eine Zulassung brauchst.
  3. Gehe mit deinem alten Saisonkennzeichen zur Zulassungsstelle und erhalte ein neues.

Achtung: Bei einer Verlängerung entstehen noch einmal Kosten für die Zulassung, ein neues Nummernschild, Kfz-Steuer und Kfz-Versicherung.

Wo darf ich Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen parken?

Während der Ruhezeit musst du das Fahrzeug auf einem privaten, sicheren Platz abstellen. Als sicherer Platz gilt zum Beispiel

  • ein geschlossener Raum zum Einstellen des Fahrzeugs (eine Einzel- oder Sammelgarage) oder
  • ein eingegrenzter Abstellplatz (von Zaun, Hecke oder Mauer umgeben).
Saisonkennzeichen
So sieht das Saisonkennzeichen aus. © Allianz Direct

Wie lese ich das Saisonkennzeichen?

Das Saisonkennzeichen ist fast wie ein normales Kennzeichen aufgebaut. Nur ganz rechts unterscheiden sich die beiden Nummernschilder voneinander:

Rechts auf dem Saisonkennzeichen trägt die Zulassungsstelle den gewünschten Zeitraum ein, in dem du das Fahrzeug nutzen darfst. Oben steht der erste Monat des zugelassenen Zeitraums und darunter der letzte Monat. Sie werden durch einen Strich voneinander getrennt.

Beispiel: Die Zahlen „04“ und „10“ bedeuten, dass das Auto von Anfang April bis Ende Oktober zugelassen ist.

Für wen lohnt sich ein Saisonkennzeichen?

Ein Saisonkennzeichen lohnt sich oft, wenn du dein Fahrzeug nicht das ganze Jahr nutzt und du über einen privaten Stellplatz verfügst. Wer extra eine Garage anmieten muss, sollte sich ausrechnen, ob das Saisonkennzeichen plus Miete wirklich noch die günstigere Alternative ist.

Tipp: Prüfe, ob du mit einer bessere Schadenfreiheitsklasse oder an der geringeren Kfz-Steuer mehr Geld sparen kannst.

Meist ist das Saisonkennzeichen für folgende Fahrzeuge sinnvoll:

  • Motorrad
  • Wohnmobil
  • Cabrio

Gut zu wissen: Saisonkennzeichen sind kombinierbar mit H-Kennzeichen für Oldtimer, E-Kennzeichen und grünen Kennzeichen.

Wechselkennzeichen: Eine gute Alternative?

Das Saisonkennzeichen kannst du nur in dem Zeitraum nutzen, den du bei der Zulassungsstelle angegeben hast. Außerhalb der Saison ruht deine Versicherung, sodass normalerweise geringere Beiträge anfallen. Auch die Kosten für die Kfz-Steuer zahlst du nur anteilig.

Möchtest du dein Fahrzeug nicht nur in einem bestimmten Zeitraum fahren, kannst du auch auf ein Wechselkennzeichen zurückgreifen. Damit kannst du Fahrzeuge der gleichen Klasse, also zum Beispiel zwei Autos oder zwei Motorräder, versichern. Auch ein Auto und ein Wohnmobil kannst du mit einem Wechselkennzeichen zulassen.

Dein Allianz Direct Team wünscht dir eine gute Fahrt!

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