Frau mit Notebook

Autokauf - Alles, was du wissen musst

Wenn du ein neues Auto kaufen möchtest und die Auswahl zunächst riesig erscheint.

Wer ein neues Auto kaufen möchte, steht vor einem großen Fragendschungel.

Wir bringen Licht ins Dunkel, helfen dir bei der Entscheidung und zeigen, wann, wo und wie du welches Auto kaufen kannst:

  • Wie ist der perfekte Ablauf eines Autokaufs?
  • Welches Auto passt zu mir?
  • Welche Kraftstoffe gibt es?
  • Welches Getriebe, welcher Antrieb?
  • Autos vergleichen – Welches ist am besten?
  • Welche Auto-Ausstattung solltest du wählen?
  • Welches Auto kann ich mir leisten?
  • Wo solltest du das Auto kaufen?
  • Kaufvertrag Auto – Was muss drinstehen?
  • Wie verhandelt man beim Autokauf?
  • Autokauf: Wann die Versicherung abschließen?
  • Was braucht man zum Auto anmelden?

Du hast bereits Erfahrung im Autokauf? Prima, dann frische dein Wissen auf. Schließlich kaufst du nicht alle Tage ein Auto – und wer gut informiert ist, befindet sich in einer besseren Ausgangslage in den Verhandlungen mit dem Autoverkäufer. Mit unseren Tipps stellst du die richtigen Fragen und findest mit Sicherheit dein passendes Auto. Worauf wartest du also noch? Los geht’s!

Autokauf Ablauf

Wusstest du, dass dein neues Auto erst versichert sein muss, ehe du es beim Verkehrsamt anmelden kannst? Was genau du für Unterlagen im Prozess der Zulassung benötigst, erfährst du im Detail in der Rubrik „Auto anmelden“. Doch bevor es soweit ist, verschaffe dir einen Überblick zum gesamten Autokauf-Prozess – vom ersten Informieren bis hin zum eigentlichen Autokauf. Der Ablauf eines Autokaufs besteht aus etwa 7 Schritten und lässt sich grob in drei Phasen unterteilen.

1. Vor dem Autokauf

Bevor du dich mit Automodellen und Herstellern auseinandersetzt, ist es sehr wichtig einen Kostenrahmen für dich festzulegen: Was ist im Budget und wo liegt deine finanzielle Schmerzgrenze? Hast du möglicherweise Geld gespart und planst daher dein Auto bar zu kaufen, um einen Rabatt auf den Kaufpreis zu erhalten? Wer nicht so viel Geld auf der hohen Kante hat, kann sein Auto auch finanzieren – entweder über Leasing oder mittels eines Kredits. Wenn also feststeht, ob Neu- oder Gebrauchtwagen kannst du dich mit maximaler Fahrgeschwindigkeit, Antriebsart, Kraftstoffen sowie Ausstattung und Extras beschäftigen.

Autokauf Ablauf
Deine 7 Schritte zum Autokauf. © Allianz Direct

2. Auto-Besichtigung

In der zweiten Autokauf-Phase wirst du aktiv und gehst dir potenzielle Autos anschauen. Unabhängig davon, ob du privat, beim Händler oder im Autohaus nach Wagen suchst, gibt es Kriterien, auf die achten solltest:

  • Sind die Instrumente gut ablesbar?
  • Sind die Bedienelemente gut zu erreichen?
  • Sind Schäden erkennbar?
  • Wurde der Motor überprüft?
  • Funktioniert die Elektrik?

Neben der Besichtigung ist die Probefahrt dringend zu empfehlen. Schließlich solltest du vor der Entscheidung die Situation nochmals auf dich wirken lassen und diese eine berühmte Nacht drüber schlafen, bevor du in die Preisverhandlung gehst.

3. Autokauf und Übergabe

Wenn du dir mit dem Verkäufer über den Kauf- bzw. Verkaufspreis einig geworden bist, folgt die Vertragsunterzeichnung. Bei der Übergabe zu klären sind die zwingend erforderliche Kfz-Versicherung sowie ob du dein Auto neu zulassen oder ummelden musst. Hast du alle Schlüssel und Fahrzeugpapiere zusammen? Prima, dann ist der Autokauf abgeschlossen.

Lass dir noch eines gesagt sein: Belesene Autokäufer sparen Geld und Nerven. Erfahre, was für Chancen und Risiken dich erwarten und welche Fallstricke du wie vermeiden kannst. Wir klären die wichtigsten Fragen, damit du dich beim Autokauf gut beraten und auf der sicheren Seite fühlst.

Autokauf Checkliste

Jetzt kennst du schon mal den groben Ablauf eines möglichen Autokaufs. Da es viel zu beachten gibt, wie du auch im Folgenden feststellen wirst, haben wir dir eine Liste zum Ausdrucken und Abhaken aufbereitet. So stellst du sicher, nichts Wichtiges auf deinem Weg zu vergessen.

Lade dir jetzt die Autokauf-Checkliste als PDF herunter!

Welches Auto passt zu mir?

Du möchtest ein Auto kaufen und weißt noch nicht welches? Kein Problem, denn egal ob erstes Auto oder Familienauto: Du machst gerade bereits alles richtig und informierst dich über wichtige Kaufkriterien. Um die Kaufentscheidung besser einzudämmen, stellen wir dir jetzt eine Reihe von Gegenfragen.

Tipp: Halte deine Antworten als kleine Notizen fest.

Wozu nutzt du das Auto?

  • Wie viele Personen sollen Platz haben und wie viel Transportfläche brauchst du?
  • Fährst du eher kurze Strecken in der Stadt oder lange Strecken auf der Autobahn?
  • Fährst du lieber im Sommer mit offenem Dach oder eher im Winter auf schneebedeckten Bergstraßen?

Worauf legst du besonders Wert?  

  • Wie alt darf das Auto maximal sein?
  • Suchst du ein Auto zu einem besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis?
  • Willst du ein Auto mit möglichst günstigen Unterhaltskosten?
  • Wie leistungsstark muss dein Auto sein? Wie viel PS sollte es haben?
  • Ist das Auto für dich ein Statussymbol?
  • Sind eine bestimmte Farbe oder ein bestimmter Hersteller Voraussetzung?
  • Steht für dich das Fahrgefühl im Vordergrund?
  • Legst du viel Wert auf Umweltfreundlichkeit?

Fahrzeugklassen: Der richtige Fahrzeugtyp

Nachdem du die Fragen beantwortet hast, kannst du deine Auswahl auf den richtigen Fahrzeugtyp einschränken. Das hier sind die Gängigsten:

Kleinwagen und Kleinstwagen

Kleinwagen und Kleinstwagen sind mit am günstigsten, sowohl in der Anschaffung als auch den Unterhaltskosten. Für kurze Strecken in der Stadt sind sie sehr gut geeignet, weil sie auch in enge Parklücken passen. Sie sind dafür nur mit dem Nötigsten ausgestattet, fahren nicht besonders schnell und auch gute Sicherheit ist nicht immer gegeben (Beispiel: Fiat 500 oder VW Polo).

Limousinen und Kompakte

Limousinen und Kompakte liegen zwischen Kleinwagen und Mittelklassewagen. Sie sind bezahlbar, Fahrkomfort und Raumangebot sind gut, für eine große Familie oder Transporte aber nicht ausreichend (Beispiel: VW Golf oder 3er BMW).

Der Kombi

Ein Kombi ist ein Mittelklasse-Auto mit viel Stauraum und komfortabler Ausstattung. Er hat meist vier bis sieben Sitze und ist bei Familien oder Reisenden sehr beliebt. Spritverbrauch und Kosten sind dafür höher (Beispiel: VW Passat oder Audi Avant).

Van und Kleinbus

Ein Van (oder Kleinbus) hat oft Platz für bis zu neun Personen. Er eignet sich deshalb gut für Transporte, große Familien und viel Gepäck. Natürlich ist hier der Verbrauch deutlich höher und die Rundumsicht viel schlechter (Beispiel: VW Touran oder Ford Galaxy).

SUV

Ein SUV ist zwar ein Geländewagen, aber eher nur für befestigte Straßen in der Stadt geeignet. Er ist groß und sehr komfortabel ausgestattet, kostet aber deutlich mehr (Beispiel: BMW X3 oder VW Tiguan).

Auto tanken
Die Wahl des Kraftstoffs spielt eine wichtige Rolle beim Autokauf. © iStock.com/MajaMitrovic

Welche Kraftstoffe gibt es?

Diesel, Benziner oder E-Mobil: Was soll ich kaufen? Was sind saubere oder alternative Kraftstoffe? Vor der Kaufentscheidung lohnt es sich, Vor- und Nachteile sowie Anschaffungs- und Betriebskosten verschiedener Motorenmodelle miteinander zu vergleichen – denn die Wahl der Kraftstoffe ist nicht zuletzt auch eine Spritpreisfrage. Für dich haben wir einen Kraftstoff-Ratgeber verfasst, der dir dabei hilft, die richtige Kaufentscheidung zu treffen.

Benzin oder Diesel?

Fahren Dieselfahrer günstiger? Der ADAC hat eigens einen Diesel-Benziner-Kostenvergleich aufgestellt – von fast 1.100 auf dem deutschen Markt erhältlichen Neuwagen. Darin werden zwei vergleichbare Benzin- und Dieselmodelle gegenübergestellt, mit dem Ergebnis: Es kommt ganz darauf an. Und zwar auf das gewünschte Modell, die jährliche Fahrleistung, die Anschaffungs- und laufenden Kosten sowie den Wertverlust.

Fahren mit Gas: CNG oder LPG?

Lange schien der Gasantrieb in der Nische zu verschwinden. Die Diskussion um Abgaswerte und Einhaltung von CO2-Normen jedoch rückte den alternativen Antrieb wieder in den Fokus. Denn Gas verbrennt umweltfreundlicher als Benzin oder Diesel und kostet an der Tankstelle weniger. Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Gas: Erdgas (CNG: Compressed Natural Gas) und Autogas/Flüssiggas (LPG: Liquefied Petroleum Gas). Bleibt nur eine Frage: Was ist besser? Die folgenden Stichpunkte erleichtern dir deine Entscheidung:

  • Ökobilanz: Die Emissionen bei der Verbrennung von Erd- und Autogas sind geringer verglichen mit Benzin und Diesel. So werden kaum Rußpartikel oder Schwefeldioxide ausgestoßen. Der Ausstoß von Stickoxiden und Kohlenmonoxid ist geringer als bei Benzinern und Dieseln. Zudem ist der CO2-Ausstoß niedriger als bei Benzin-Fahrzeugen. Erdgas ist geruchslos, nicht giftig und wird unterirdisch über Leitungen zu den Tankstellen befördert. So wird auch der Straßenverkehr entlastet.
  • Staatliche Unterstützung: Wie die Bundesregierung im Jahr 2017 beschlossen hat, profitieren beide Alternativkraftstoffe durch das Energiesteuergesetz weiterhin von einem reduzierten Mineralölsteuersatz: Autogas bis Ende 2022 (Steuervorteile reduzieren sich ab 2019), Erdgas bis Ende 2026 (Steuervorteile reduzieren sich ab 2024).
  • Ist Erdgas oder Autogas günstiger? Die Anzeige an der Tankstelle legt die Vermutung nahe, dass Erdgas teurer ist als Autogas. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass ein Kilogramm Erdgas dem Energiegehalt von zwei Litern Autogas entspricht – doppelte Reichweite: Erdgas ist billiger!
  • Fahre ich mit Gas also insgesamt günstiger? Das kommt darauf an. Die Anfangsinvestition in ein Auto mit Gasantrieb ist zwar höher, an der Tankstelle jedoch zahlst du weniger. Oft muss man mehrere Jahre fahren (mindestens zwei), damit sich die Investition lohnt.

Erdgas und Autogas bringen jedoch große Herausforderungen in der Praxis mit sich. Mit nur rund 20 Modellreihen ist die Auswahl bei erdgasbetriebenen Fahrzeugen übersichtlich. Ähnliches gilt für das Tankstellennetz: Es gibt zwar rund 900 Stationen in Deutschland, diese sind jedoch nicht gleichmäßig verteilt. In der Schweiz und in Italien ist übrigens ein ausreichendes Netz gegeben.

Faustregel: Je häufiger Benzin statt Erdgas getankt werden muss, desto weniger rechnet sich die Anschaffung oder Umrüstung.

Autokauf: Welches Getriebe, welcher Antrieb?  

Worst-Case-Szenario: Getriebeschaden drei Tage nach dem Privat-Autokauf. Das wird teuer! Denn ohne Getriebe kommt kein Benziner oder Diesel in Fahrt. Im Antriebsstrang eines Autos ist das mit der Gangschaltung verbundene Getriebe genauso wichtig wie der Motor.

Und wie soll mein künftiges Auto eigentlich in Fahrt kommen? Allrad, Front- oder Heckantrieb? Was genau welchen Vorteil bringt, erklären wir dir jetzt.

Was genau ist ein Getriebe?

In Kürze: Ohne Getriebe keine Autofahrt. Das Getriebe ist in jedem Fahrzeug mit Motor vorhanden. Es nimmt die Leistung des Motors auf und überträgt sie weiter. In Fachsprache auch Drehmoment genannt. Das Drehmoment des Motors wird also über das Getriebe in die benötigte Zugkraft der Räder zur Überwindung des Fahrwiderstandes übersetzt. Getriebe und Motor sind ein eingespieltes Team, ebenso wie Messer und Gabel.

Schaltgetriebe (manuelles Handschaltgetriebe)

Wer kennt es nicht: Die Ampel ist gerade auf Grün gesprungen und du hast soeben den Motor abgewürgt? Die hupende Masse wartet auf dein in Gangkommen. Doch was passiert eigentlich, wenn du einen Gang manuell einlegst? Und was sind die Vorteile eines Handschaltgetriebes?

Über die Schaltklauen der Handschaltung werden für jeden Gang zwei passende Zahnräder in Kraftschluss gebracht. Der große Vorteil liegt im hohen Wirkungsgrad deiner persönlichen Fahrweise: Gute Fahrleistungen bei niedrigem Verbrauch. Es gibt einen weiteren Sparvorteil bei dieser Variante: Die manuelle Schaltung überzeugt mit günstigen Herstellungskosten, daher kostet das Getriebe keinen Aufpreis.

Automatikgetriebe (Automatik)

Bei einem Automatikgetriebe entfällt das Pedal für die Kupplung. Ein Spaßfaktor für viele Autofahrer. Doch stimmt das Vorurteil, Automatik fahren nur lahme Enten? Moderne Wandler-Automatikgetriebe und Doppelkupplungsgetriebe stehen Handschaltgetrieben in nichts mehr nach, vieles können sie sogar besser:

  • Wandler-Automatik: Bei modernen Vertretern dieser Bauweise bleibt die Drehzahl zumeist auf einem sehr niedrigen Niveau. Und auch bei stärkerer Beschleunigung verharrt der Motor nicht auf konstant hoher Drehzahl. Der Verbrauch liegt meist geringfügig über dem von vergleichbaren Handschaltgetrieben.
  • Doppelkupplungs- oder Direktschaltgetriebe: Wie der Name „Doppelkupplung“ bereits verrät, handelt es sich bei diesem Vertreter im Prinzip um zwei Schaltgetriebe in einem – es verwaltet die geraden und ungeraden Gänge. Es kann automatisch oder manuell per Handeingriff geschaltet werden. Da dies auch ohne Zugkraftunterbrechung unter Last möglich ist, erreichst du bei Bedarf tolle Beschleunigungswerte.

Front-, Heck-, oder Allradantrieb?

Der teurere und seltenere Heckantrieb ist besonders bei Premium-Liga-Wagen beliebt. Im Fokus des Heckantriebs stehen Qualität, Fahrspaß und Leistung. Marken wie, BMW, Mercedes, Porsche oder Jaguar setzen auf die nach hinten führende Kardanwelle und treiben so ihre schnellen und wendigen Automobile an. Tatsächlich wären die meisten Automobile mit einem Frontantrieb vollkommen überfordert mit einem 500 PS starken Jaguar.

Gezogen und nicht geschoben: Der Frontantrieb ist heute oftmals automobiler Standard. Das Fahrverhalten gilt als sicher und bietet auch Fahranfängern einen guten Halt. Kurven werden schnell und kontrollierbar überwunden. Warum ist das so? Die Kraft wird genau dort erzeugt, wo sie benötigt wird – so kann an Gewicht eingespart werden. Ein geldwerter Vorteil: Durch das eingesparte Gewicht hat der Frontantrieb einen geringeren Benzinverbrauch und gilt als sparsam. Frontantriebautos überzeugen mit noch einem Vorteil:  Im Winter gelten sie als sicherer auf glatter Fahrbahn. Da Autos mit Heckantrieb nur wenig Gewicht auf den Hinterrädern haben, werden die Antriebsräder kaum belastet.

Besonders bei Schnee und Eis lohnen sich die Mehrkosten des Allradantriebs: Eine Kombi aus Front- und Heckantrieb. Er ist jedoch eher selten anzutreffen. Der 4x4-Antrieb (oder auch: 4-Wheel-Drive), bewegt alle Räder und wird vor allem in Geländewagen und SUVs verbaut, um nicht steckenzubleiben. Charakteristisch für den Allradantrieb sind die wesentlich besseren Traktionen, also die Übertragungsfunktionen auf die Straße. Wenn du zum Beispiel mit Sommerreifen auf nassrutschiger Strecke unterwegs bist, kann die Motorleistung auf alle Räder verteilt werden. Mit Schneeketten ermöglicht der Antrieb aller Räder auf glatten Untergründen ein gelassenes und entspanntes Fahren.

Welche Auto-Ausstattung solltest du wählen?

Komfort, Fahrgefühl und Sicherheit spielen bei der Auswahl des Traumautos eine große Rolle. Und was darf es sonst noch sein – Alufelgen, Bordcomputer mit Navigationssystem, Sitzheizung oder Antischleuderschutz? Bevor du von Alufelgen träumst, mache dir zuerst Gedanken darüber, welche grundsolide Auto-Ausstattung heute Standard ist. Erfahre, welche Fahrerassistenzsysteme und welches Zubehör enthalten sein sollten.

Auto-Ausstattung: Unverzichtbare Fahrerassistenzsysteme

Unabhängig von der Fahrzeugklasse: Nebelscheinwerfer und Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung sollten selbstverständlich sein. Das sollte außerdem noch drin sein:

  • In deinem Kleinwagen darfst du davon ausgehen, dass mindestens ein Antischleuderschutz (ESP), ein Radio sowie eine Klimaanlage verbaut sind.
  • Im Bereich der Mittelklassewagen kannst du zusätzlich mit Metalliclack und Klimaautomatik rechnen.
  • Dein Wagen oberer Mittelklasse und Oberklasse sollte definitiv nicht ohne automatisches Getriebe und Lederpolster vorfahren.

Innen- und Außenausstattung: Wer bietet am meisten?

Die Serienausstattung unterscheidet sich erheblich nach Hersteller und Modell. Doch aufgepasst: Das Prinzip der „Pakete“ mancher Hersteller ist nicht immer fair oder sinnvoll. Je nach Herkunftsland der Marke gibt es große Unterschiede in den Ausstattungsmerkmalen:

  • Anders als früher sind die deutschen Autos heutzutage besser ausgestattet, aber noch immer nicht gut. Extras sind extrem teuer.
  • Französische und italienische Autos: fair, aber manchmal unsinnige Zusammenstellungen und unübersichtliche Pakete.
  • Japanische Fahrzeuge liegen im Mittelfeld der Auto-Ausstattung.
  • Als großzügig bezeichnen kann man koreanische Auto-Hersteller.

Welche Ausstattung ist dir wichtig?

Wusstest du, dass eine wertige Auto-Ausstattung oft auch den Wiederverkaufswert des Wagens steigert? Davon ausgenommen sind natürlich auffällige Spoiler und ausgefallene Lackfarben. Jetzt bist du dran: Mit welchen Extras möchtest du deinen künftigen Klein-, Mittel- oder Oberklassewagen ausstatten?

  • Brauchst du ein Navi, ein Radio, eine Anhängerkupplung, einen Dachgepäckträger, einen Tempomaten, eine Rückfahrkamera, eine Klimaanlage oder gar eine Lenkradheizung?
    Die Auswahl an Sonderausstattungen ist riesig, steigert aber auch den Kaufpreis.
  • Wie viel Wert legst du auf Sicherheit und Komfort? Neuere Autos sind normalerweise besser ausgestattet. ABS, ESP sowie Airbags sind vorhanden, oft auch Notbremsassistenten und Parkassistenten.
Paar in Autohaus
Bevor du das Auto kaufst, solltest du es unbedingt besichtigen. © iStock.com/skynesher

Autos vergleichen & Kaufentscheidung erleichtern

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Aber es gibt sicherlich Schlimmeres, als sich für ein brandneues Auto zu entscheiden. Du bist mögliche Nutzungsszenarien durchgegangen und hast bereits Einblicke in verschiedene Automodelle und -typen erhalten. Falls du in deiner Auswahl zwischen Autoherstellern und -marken schwankst – kein Problem. Die folgenden drei Möglichkeiten spitzen deine Entscheidung weiter zu:

1. Bedarfskonfiguratoren

Willkommen bei Wünsch-dir-was: Gib einfach an, wie viele Sitze oder Türen dein Wagen haben soll, welche CO2-Effizienzklasse und wieviel Kofferraumvolumen du benötigst. Online-Bedarfskonfiguratoren erlauben dir, über deine persönlichen Kriterien für dich relevante Autos zu filtern.

2. Autovergleich: Marken und Modelle

Jetzt hast du deine Suche bereits eingegrenzt und tendierst zwischen mehreren Marken und Modellen? Auch hier gibt es für dich eine gute Hilfestellung: Hände hoch! Der Auto-Vergleich macht es möglich, kaufverdächtige Autos je nach Belieben gegenüberzustellen. So wird es für dich ganz einfach sein, wesentliche Unterschiede auf einen Blick zu erkennen.

3. Bester Kleinwagen – TÜV und Testberichte

Gibt es so etwas wie das beste Auto der Welt? Und falls ja, welche Kriterien spielen in der Feststellung eine Rolle? Heißt das Beste für mich übersetzt das zuverlässigste, sparsamste oder qualitativ hochwertigste Auto? Um das für sich festzustellen, hilft das Lesen von Testberichten. Mal angenommen du suchst den besten Kleinwagen:

  • Die jährlich publizierten TÜV-Reports verraten dir, welche Kleinwagen die Hauptuntersuchung mit Bravour bestehen. Dies ist besonders spannend, wenn du überlegst, ein Auto gebraucht zu kaufen. Zum Hintergrund: Diese Reports entstehen auf Basis der Quote erheblicher Mängel anhand zwei- bis dreijähriger Modelle.
  • Der ADAC-Autotest stellt ebenfalls jährlich die Gewinner und Verlierer der Autowelt vor. Außerdem findest du auch Testberichte spezifischer Automodelle, aktuelle Neuvorstellungen und Fahrberichte.

Welches Auto kann ich mir leisten?

Wer wünscht sich nicht den besten Deal für das beste Auto: Gebraucht oder Neuwagen? Leasen, finanzieren oder kaufen? Wer ein neues Auto kaufen möchte, hat grob die Wahl zwischen einem funkelnagelneuem oder einem gebrauchten Wagen in gutem Zustand. Was kostet mich zudem mein künftiges Auto im Monat? Zum Autokauf gehört auch, neben den reinen Anschaffungskosten die monatlichen Unterhaltskosten vorzeitig im Blick zu haben.

Anschaffungskosten: Gebraucht-oder Neuwagen?

Ein Neuwagen ist normalerweise teurer als ein Gebrauchtwagen. Auch der Wertverlust ist höher: Nach einem Jahr ist der Wagen oft nur noch dreiviertel des Originalpreises wert. Dafür hast du meist eine Herstellergarantie, gute Sicherheit und bist auf dem neuesten technischen Stand. Oft lohnt sich statt eines Neuwagens ein junger Gebrauchtwagen. Du sparst dir die hohen Kosten des Wertverlusts in den ersten Jahren, profitierst aber von der komfortablen Ausstattung.

Auch wenn bei einem Gebrauchtwagen Spritverbrauch, Reparaturrisiko und die Versicherung meist höher sind, fährst du mit ihm insgesamt günstiger. Achte aber beim Autokauf darauf, dass nicht bald Hauptuntersuchungskosten oder Reparaturkosten anfallen.

Gebrauchtwagenkauf-Checkliste

Der Gebrauchtwagenkauf kann mehr Fragen aufwerfen, als ein Neuwagenkauf. Nimm daher nicht nur eine fachkundige Person mit, sondern auch unsere ausgedruckte Gebrauchtwagenkauf-Checkliste.

Neuwagen mit Tageszulassung

Eine attraktive Kaufoption ist der oftmals viel günstigere Neuwagen mit Tageszulassung. Hier locken Händler mit besonders hohen Rabatten. Ein weiterer Vorteil: Neben dem günstigen Preis sind Autos mit Tageszulassung relativ schnell verfügbar. Du bist unsicher, ob du angesichts des verlockenden Angebots zugreifen sollst?

Juristisch gesehen handelt es sich um ein fabrikneues Fahrzeug, das zuvor für einen Tag bei der Zulassungsstelle angemeldet war. Du bist also offiziell Zweitbesitzer des Wagens. Da es sich nur um einen Verwaltungsakt handelt, ändert sich entsprechend auch nichts am Kilometerstand der vorproduzierten Lagerfahrzeuge. Hierin besteht auch ein großer Vorteil gegenüber dem Kauf eines Vorführwagens (im Folgenden erklärt).

Ein Vorteil für weniger entscheidungsfreudige Autokäufer: Die Frage nach der passenden Auto-Ausstattung stellt sich gar nicht erst, da es sich um vorkonfigurierte Autos handelt. Bedenke aber: Die Hersteller-Garantie beginnt mit der Erstanmeldung zu laufen. Außerdem können manche Rabatte bei der Kfz-Versicherung für Neuwagen nicht gewährt werden, weil dazu der Käufer als erster Eigentümer in der Zulassungsbescheinigung stehen muss.

Vorführwagen kaufen

Vorführwagen sind Fahrzeuge, die entweder zur Ausstellung im Autohaus standen oder für Probefahrten genutzt wurden. Der Vorteil: Sie haben oft einen niedrigen Kilometerstand und meistens keine Mängel. Trotzdem können Vorführwagen Gebrauchsspuren haben, vor allem dann, wenn das Fahrzeug zur Probefahrt genutzt wurde. Achte besonders im Einstiegsbereich und im Bereich der Fahrer- und Beifahrersitze, die durch häufiges Ein- und Aussteigen strapaziert sein können, darauf.

Jahreswagen – eine Alternative zum Neuwagen

Gefragte und mit Abstand sogar die beliebtesten Modelle auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind Jahreswagen. Das sind Autos, deren Erstzulassung maximal ein Jahr zurück liegt. Da sie nur von Autohäusern genutzt wurden und so günstig wie Gebrauchtwagen sind, haben sie zwar deutlich an Wert verloren, nicht aber unbedingt an Qualität. Wie immer gilt: Achte beim Kauf auf die üblichen Faktoren (Zustand des Wagens, Laufleistung etc.)

Verhandlungstipp: Ein Jahreswagen sollte, wie der Name verrät, nicht länger als ein Jahr zugelassen sein. Schau dir daher das genaue Datum der Erstzulassung an. Wurde die Einjahresgrenze überschritten? Das macht das Auto nicht schlechter, bringt dich aber in eine bessere Verhandlungsposition.

In der Praxis: Im Schnitt gaben die Deutschen laut Statista 31.130 Euro für einen fabrikneuen PKW aus. Im Vorjahr lagen die Kosten mit einer Höhe von 30.350 Euro noch etwas darunter. Für Gebrauchtwagen gaben die Deutschen mit ca. 15.610 Euro (2018: 15.110 Euro) durchschnittlich die Hälfte aus.

Auto finanzieren

Du hast bereits erfahren: Neuwagen kosten in Deutschland im Schnitt 31.000 Euro, Gebrauchtwagen statistisch gesehen etwa die Hälfte. Hast du diese Summe problemlos unter dem Kopfkissen? Dann brauchst du nicht weiterlesen. Falls du aber dein neues Fahrzeug finanzieren möchtest, hast du diese Optionen:

  • Barkauf – ganz ohne Hilfe von außen ist der Barkauf eine Art der Finanzierung, der viele Vorteile mit sich bringt. Das Auto gehört direkt dir, es kommen keine monatlichen Raten auf dich zu und über die Barzahlung sind große Rabatte auszuhandeln.
  • Bei der Finanzierung über einen klassischen Kredit leiht dir eine Bank das Geld für den Kaufpreis. Danach bezahlst du monatlich in kleineren oder größeren Kreditraten den geliehenen Betrag und die anfallenden Zinsen zurück.
  • Wenn du Leasing in Anspruch nimmst, ist es wichtig zu wissen, dass das Auto nicht dir gehört. Die Leasingfirma kauft das Auto für dich und du mietest es für einen bestimmten Zeitraum. Die Leasingrate entspricht der monatlichen Miete. Es gibt grob drei Arten von Leasing (mit Restwertabrechnung, mit Andienungsrecht oder mit Kilometerabrechnungsmodell), die alle nicht zum Ziel haben, dich zum Eigentümer des Autos zu machen.

Erfahre hier mehr zum Thema Auto finanzieren!

Leasen oder Kaufen?

Der Kauf eines Autos ist oft günstiger, Leasing hingegen eignet sich gut für Geschäftsleute oder trendbewusste Autobesitzer, die gerne mal den Wagen wechseln. Was Autoleasing ist und ob es sich für dich lohnt, erfährst du im Leasing-Ratgeber.

Jetzt den Leasing-Ratgeber lesen!

Wer einen neuwertigen Flitzer ohne Vorbesitzer sucht, kann über einen Jahreswagen nachdenken. Warum Barzahlung dich in eine bessere Verhandlungssituation bringen kann, erfährst du in unserem Ratgeber Autokauf-Bezahlung.

Erfahre mehr zur Bezahlung beim Autokauf!

Auto in Zahlung geben

Du hast dich für ein Auto entschieden und möchtest den Vorgängerwagen in Zahlung geben? Viele Händler bieten beim Erwerb eines Neuwagens an, den Gebrauchten gegen Pauschalen oder Prämien in Zahlung zu nehmen. Der Vorteil besteht darin, dass der Händler die Formalitäten übernimmt und du deinen Wagen bequem los bist. Doch oft lohnt sich die Inzahlungnahme eines Autos besonders für den Händler. Auch wenn es aufwändiger ist, kann dir ein separater Verkauf mehr Geld bringen. Um gegen die Händlertricks gewappnet zu sein, solltest du dein Auto vorher bewerten lassen.

Unterhaltskosten Auto: Wie viel willst du im Monat zahlen?

Neben dem Kaufpreis und der Finanzierungsart beeinflussen viele Kriterien die Unterhaltskosten deines Fahrzeugs:

  • Spritkosten: Als reiner Sprit ist Diesel günstiger. Anschaffung, Steuern und Versicherung sind bei Benzinern günstiger. Es gilt: Je kleiner das Fahrzeug und je weniger Fahrtkilometer, desto eher lohnt sich ein Benziner.
  • Kfz-Versicherung: Kriterien wie Typklasse, Schadenfreiheitsrabatt, Fahrerkreis oder die Regionalklasse beeinflussen die Kfz-Versicherung. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben, die Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung ist freiwillig. Hier lohnt es, sich zu informieren und zu vergleichen. Auch unsere 8 Spartipps für deine Kfz-Versicherung können sich auszahlen.
  • Kfz-Steuer: Je schadstoffärmer ein Auto ist, desto niedriger ist die Kfz-Steuer. Für Dieselautos zahlst du eine höhere, für Elektroautos (fast) keine Kfz-Steuer.
  • Wertverlust: Der ist vor allem bei Neuwagen sehr hoch, im ersten Jahr etwa 25 Prozent. Danach sind es etwa 5 bis 6 Prozent pro Jahr. Eine gute Pflege und Wartung wirken dem entgegen.
  • Wartung: Dein Auto muss alle zwei Jahr zur Hauptuntersuchung, das kostet etwa 100 Euro. Auch der jährliche Ölwechsel kostet bis zu 100 Euro. Verschleißteile, die mit der Zeit ausgetauscht werden müssen, ein Marderschaden oder Hageldellen sind alles Kosten, mit denen du rechnen musst.

In der Praxis: Die Unterhaltskosten deines Fahrzeugs solltest du nicht unterschätzen. Grob musst du für einen Kleinwagen 200 Euro Unterhaltskosten im Monat rechnen, das sind 2.400 Euro im Jahr. Für ein Mittelklasse-Auto ist es sogar meist doppelt so viel.

Wo soll ich das Auto kaufen?

Hast du dich für ein Traummodell entschieden, geht es nun konkret darum, das richtige Auto zu finden. Außerdem solltest du dir überlegen, wo, wie und wann du das passende Auto finden willst. Du kannst dein (gebrauchtes) Auto privat, bei einem Händler oder online kaufen. Wenn du noch kein spezielles Modell im Blick hast, kannst du auch bei einer Autoversteigerung mitbieten. Wir verraten dir die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Kaufoptionen.

Privat kaufen

Im Internet und auch in Zeitungen findest du sehr viele private Angebote zum Autokauf. Privatverkäufer bieten meist die günstigeren Preise, denn ihr Ziel ist nicht unbedingt, den höchstmöglichen Gewinn zu erzielen. Im Kontrast dazu stehen Ausgaben für ein bereits verkauftes Auto. Wer haftet also für welche Art von Mängeln am bereits verkauften Auto? Der private Verkäufer darf zwar im Kaufvertrag die gesetzlich vorgesehene Sachmängelhaftung ausschließen. Allerdings gilt dies nicht für Garantiezusagen und so genannte „arglistig“ verschwiegene Mängel. Dies sind Mängel, die dem Verkäufer im Verkaufsmoment bewusst waren und die er absichtlich verschwiegen hat. In diesen Ausnahmefällen haftet der Verkäufer also dennoch für Sachmängel am Auto.

Kaufst du ein Auto von privat, solltest du daher sehr umsichtig sein und am besten einen Fachmann mitnehmen. Eine weitere Möglichkeit, Risiken beim Autokauf von privat zu minimieren, ist unsere Checkliste zum Gebrauchtwagenkauf . Sie macht dich auf mögliche Fallstricke aufmerksam und hilft dir dabei, wichtige Kriterien zu beachten.

Beim Händler kaufen

Die Autos, die du bei einem Händler kaufen kannst, sind fachmännisch geprüft und, wenn nötig, repariert worden. Händler achten auf einen besonders guten Zustand des Fahrzeugs, denn sie sind verpflichtet, dir eine Sachmängelhaftung zu gewähren. Du hast damit meist zwölf Monate die Garantie, dass der Händler für nicht von dir verschuldete Mängel haftet.

Hast du das passende Fahrzeug gefunden, kannst du bei vielen Händlern außerdem dein jetziges Fahrzeug für das neue in Zahlung geben . Du erhältst meist einen guten Preis dafür. Das Preisniveau deines neuen Wagens ist aber in der Regel deutlich höher, als bei Privatverkäufern.

Auto im Ausland kaufen

Auch im Ausland kannst du das passende Auto finden. Fahrzeuge sind im Ausland oft günstiger, weil du als Deutscher nur den Nettopreis zahlen musst. Für die Einfuhr eines Neuwagens nach Deutschland werden dann 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig. Trotzdem kann ein solcher Kauf günstiger sein. Die Steuer auf einen Neuwagen wird zehn Tage nach dem Kauf fällig, Gebrauchtwagen sind davon befreit.

Beachte dabei, dass  Ausstattungsmerkmale von Land zu Land unterschiedlich sein können. In den nordeuropäischen Ländern ist zum Beispiel nicht immer eine Klimaanlage in den Fahrzeugen installiert.

Kaufst du ein Auto im Ausland, solltest du den Vertrag besonders gut durchlesen und übersetzen lassen, damit du nicht über den Tisch gezogen wirst. Achte außerdem darauf, dass alle wichtigen Dokumente, Fahrzeugpapiere, Scheckheft und Schlüssel korrekt mitgeliefert werden. Die Garantien sind innerhalb der EU fast identisch, es kann lediglich zwischen den einzelnen Händlern Unterschiede geben.

Auto online kaufen

Wer sein Auto online kauft, kann mitunter ordentlich sparen. Im Internet hast du gute Chancen, auf günstige Angebote mit ordentlich Rabatt zu stoßen. Oft bekommst du online mehr Nachlass.

Autoversteigerung

„Zum Ersten! Zum Zweiten! Zum Dritten!“ Autokauf per Auktion – auch das geht. Ob Behördenfahrzeuge, Wohnmobil oder sichergestellte Autos, solche ausrangierten Gebrauchtwagen lassen sich manchmal zum Schnäppchenpreis in öffentlichen Kfz-Versteigerungen erstehen. „Vom beschlagnahmten Ferrari, Rolls-Royce und Mercedes-AMG für 85.000 Euro bis zum Gefängnisbus und Bagger hatten wir schon alles dabei“, verrät der Behördenzuständige Herbert Bolten gegenüber adac.de.

Worauf achten beim Autokauf?

Du hast entweder schon einen Traumwagen ins Auge gefasst oder schwankst noch zwischen zwei Modellen? Dann gibt es vor dem Unterzeichnen des Kaufvertrags noch ein paar Indizien, die dir die Kaufentscheidung erleichtern können. Nutze die Gelegenheit der Probefahrt, um das Auto auf Herz und Nieren zu prüfen und mit dem Verkäufer wichtige Details zu klären. Lege ein besonderes Augenmerk auf die vollständigen Dokumente, wie Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief, achte auf ein gepflegtes Scheckheft sowie auf das Überprüfen der Fahrgestellnummer.

Probefahrt beim Autokauf

Die Probefahrt dient dem Test der Fahrtüchtigkeit. Wer kauft schon gerne die Katze im Sack? Eine Probefahrt sollte möglichst bei gutem Wetter, also Tageslicht und außerhalb der Stoßzeiten stattfinden. So erkennst du mögliche Mängel am besten. Mit den wichtigsten Dokumenten (Personalausweis und Führerschein) und einer fachkundigen Person an deiner Seite bewaffnet, prüfst du beim Probefahren den Zustand des Wagens. Hast du schon mal von der Probefahrtvereinbarung gehört?

Probefahrtvereinbarung

Dies ist eine Vereinbarung, die dich während der Probefahrt im Schadenfall absichert. Andersherum möchten manche Verkäufer oder Autohäuser sich von dir unterschreiben lassen, dass du bei einem selbst verschuldeten Unfall eine Selbstbeteiligung zu tragen hast und im Fall von grober Fahrlässigkeit vielleicht sogar gar kein Versicherungsschutz besteht.

Zum Hintergrund: Die Rechtsprechung geht davon aus, dass ein Autohaus seine Fahrzeuge voll versichert hat, wenn keine weiteren Vereinbarungen getroffen werden. Näheres dazu und alles Wissenswerte zum Thema Probefahrt, erfährst du in unserem Ratgeber.

Auf die Probefahrt vorbereiten!

Ist das Scheckheft gepflegt?

Ist dein künftiges Auto scheckheftgepflegt? Besonders beim Gebrauchtwagenkauf solltest du dir diese Frage stellen. Wenn du in Verkaufsanzeigen vom Qualitätsmerkmal „scheckheftgepflegt“ liest, ist dies ein wunderbares Kauf-Signal. Warum? Es bedeutet schlichtweg: Der Besitzer hat sein Auto regelmäßig warten lassen. Inwiefern dies zur Steigerung des Autowertes beiträgt und wie du möglichen Fälschungen auf die Spur kommst, liest du in unserem Ratgeber.

Scheckheftgepflegt – was du wissen musst!

Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN)

Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer, kurz FIN, wird für gewöhnlich auch als Fahrgestellnummer bezeichnet. Sie ist eine Zusammensetzung von Zeichen und stellt die DNA eines Autos dar. Die FIN ist am Fahrzeug und in den Papieren zu finden. Sollte die FIN am Fahrzeug nicht mehr lesbar sein, ist die Teilnahme am Straßenverkehr untersagt und es drohen Bußgeld und Punkte in Flensburg. Gründe dafür können Rost, ein Unfall oder eine manipulierte FIN sein. Wenn du Letzteres vermutest, kaufe das Auto auf keinen Fall und melde der Polizei deinen Verdacht. Wie du die FIN zurück in dein Fahrgestell gestanzt bekommst, erfährst du in unserem Ratgeber.

Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer verstehen!

Verhandeln beim Autokauf

Die einen lieben es, die anderen haben ihre Berührungsängste mit dem Handeln beim Autokauf. Vielleicht stellst du dir auch die Frage: Verhandeln beim Autokauf – darf ich das überhaupt?

Die gute Nachricht lautet: Jeder Autokauf bietet einen gewissen Verhandlungsspielraum. Gerade beim Kauf eines Neuwagens kannst du durch eine geschickte Verhandlung den Preis reduzieren oder zusätzliche Extras erhalten.

Autokauf verhandeln – 5 handfeste Tipps

  1. Kenne den Wert deines Wunschautos und kalkuliere wertsteigernde sowie wertmindernde Faktoren mit ein. Die Schwacke-Fahrzeugbewertung kann dich dabei unterstützen.
  2. Setze dir einen finanziellen Rahmen und übe dich im selbstbewussten Auftreten, sollte Handeln nicht deine Lieblingsaufgabe sein. Gespräche mit Menschen, die gerne handeln, helfen auch.
  3. Halte die Verhandlung am Laufen, sollte die Schmerzgrenze des Verkäufers erreicht sein. Dies gelingt, indem du nach den Ausstattungsmerkmalen fragst: Gibt es eine Sonderausstattung oder andere Extraleistungen?
  4. Fachwissen bedeutet immer einen geldwerten Vorteil. Falls du jemanden im Freundes- oder Bekanntenkreis kennst, der darüber verfügt, bitte ihn, dir gegen eine kleine Spende oder für einen Gefallen zu helfen. Es lohnt sich für dich!
  5. Sprich sichtbare Mängel an, die dir auffallen. Frage den Verkäufer auch unbedingt nach unsichtbaren Mängeln. Du wirst vielleicht anhand seiner Reaktionen etwas Zwischenmenschliches ablesen können. Das offene Gespräch über Einschränkungen am Zielauto kann den Preis weiter nach unten drücken.

Da du die Probefahrt schon als Bestandsaufnahme zum Status quo genutzt hast, bist du jetzt in einer besseren Verhandlungsposition. Das Gespräch über die finanziellen Rahmenbedingungen kann die Entscheidungsfindung entweder in die eine oder andere Richtung mitprägen. Höre auf jeden Fall auf dein Bauchgefühl und den Rat einer Person, die über ausreichend Fachwissen verfügt. Ob der Verkäufer und du sich dann einig werden oder nicht, wirst du sehen.

Kaufvertrag Auto – was muss drinstehen?

Das Traumauto ist gefunden und der Verkäufer unglaublich sympathisch. Die mündliche Zusage wurde mit einem typischen Handschlag besiegelt, da du dich mit dem Verkäufer wahrscheinlich bereits auf eine Summe X geeinigt hast. Dein Bauchgefühl ist super und am liebsten würdest du direkt mit deinem neuen Gefährt davonbrausen, statt dich dem lästigen Papierkram zu widmen. Warum ein Kaufvertrag jedoch wichtig ist, liest du im nachstehenden Absatz.

Autokauf ohne Kaufvertrag?

Ein Autokauf ohne Kaufvertrag, ist das empfehlenswert? Klare Frage, klare Antwort: Nein! Dieses Risiko solltest du definitiv nicht eingehen. Egal, ob ein Auto verkauft oder verschenkt wird – wenn ein Auto den Besitzer wechselt, sollten alle Vereinbarungen schriftlich festgehalten werden. Im Fall einer Schenkung, also kostenfreier Überlassung, ist der letzte Halter für die spätere umweltgerechte Entsorgung des Wagens verantwortlich. Im Zweifelsfall muss nachgewiesen werden, dass der Beschenkte das Auto auch angenommen hat.

Tipp: Wenn du aus irgendwelchen Gründen nicht planst, einen schriftlichen Kaufvertrag abzuschließen, empfehlen wir dir mindestens eine mündliche Vereinbarung vor Zeugen, da du sonst schlechte Karten im Nachweisen von verdeckten oder verschwiegenen Mängeln hast.

Was muss im Auto-Kaufvertrag stehen?

Unabhängig davon, ob der Kauf von privat oder von einem gewerblichen Händler erfolgt, solltest du einen schriftlichen Vertrag schließen. Egal wie vertrauensvoll der Verkäufer auch sein mag: Der Autokaufvertrag vermeidet Missverständnisse und beugt unnötigen Konflikten vor. Zum schnellen Abgleich kannst du deinen Kaufvertrag auf diese Informationen hin überprüfen:

  • Name und Anschrift des Verkäufers
  • Name und Anschrift des Käufers
  • Genaue Bezeichnung des Fahrzeugs
  • Etwaige Mängel und Schäden des Fahrzeugs
  • Zubehör und Zusatzausstattung
  • Gesamtpreis
  • Zeitpunkt der Übergabe
  • Ausschluss der Sachmängelhaftung
  • Verpflichtung zur Ummeldung

Autokauf-Gewährleistung

Der Kaufvertrag ist auch insofern wichtig, dass er festhält, dass der Verkäufer für etwaige Mängel Gewähr leisten muss und somit dich als Käufer ein Stück weit schützt. Alle gewerblichen Händler sind beim Gebrauchtwagenkauf gesetzlich zur Gewährleistung verpflichtet. Das bedeutet konkret, dass Verkäufer zwei Jahre ab der Übergabe des Wagens dafür einstehen müssen, dass das Fahrzeug einwandfrei funktioniert. Kaufst du als Privatperson von einem Unternehmer, wird die Sachmängelhaftung in der Regel auf ein Jahr verkürzt. Ganz ausgeschlossen werden darf die Haftung aber nicht.

Stichwort Sachmangel: Normale Gebrauchsspuren sind vom Käufer hinzunehmen. Um in die Sachmängelhaftung zu fallen, muss der bemerkte Mangel zum Zeitpunkt des Kaufes schon vorgelegen haben.

Wenn du mehr zum Thema Beweiserleichterung, Anspruch auf Nachbesserung oder Ersatzlieferung erfahren möchtest, lies die Details zu Fristen, Garantie und Gewährleistung in unserem Ratgeber nach.

Auto-Kaufvertrag Muster

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, was dich bei der Vertragsunterzeichnung erwartet, kannst du dich bereits vorab damit beschäftigen. Hier haben wir eine Vorlage für dich vorbereitet:

Vorlage Kaufvertrag Gebrauchtwagen

Herzlichen Glückwunsch! Der Kaufvertrag ist also unterschrieben und das Auto kann endlich an dich als neuen Besitzer übergeben werden.

Autokauf Bezahlung

Beim Autokauf geht es um eine große Stange Geld. Ein Bereich, in dem sich auch Betrüger gerne tummeln. Im Abschnitt „Wie verhandle ich beim Autokauf?“ und „Auto finanzieren“ hast du bereits Wertvolles zu Kaufarten und Einsparmöglichkeiten erfahren. Jetzt steht der Geldtransfer und die zentrale Frage im Fokus: Welche Zahlungsmöglichkeit ist die sicherste? Dies und wie die Bezahlung beim Autokauf generell abläuft, haben wir für dich zusammengefasst.

Jetzt die Autokauf-Bezahlung verstehen!

Autokauf Übergabe

Das Geld hat also bereits den Besitzer gewechselt. Dann folgt jetzt oder bald die Übergabe des Autos. Sie bildet quasi den Kaufabschluss. Du wirst eine Reihe von Papieren und Dokumenten erhalten, die du für die Anmeldung und Versicherung brauchen wirst.

Autokauf Dokumente

Mit dem Autokauf erhältst du neben dem Fahrzeug selbst eine Reihe an Papieren und Dokumenten. Die wichtigste Grundvoraussetzung für die Anmeldung und Versicherung sind die beiden Zulassungsbescheinigungen (früher: Fahrzeugpapiere).

  • Zulassungsbescheinigung Teil I / Fahrzeugschein
  • Zulassungsbescheinigung Teil II / Fahrzeugbrief

Diese sind wie die Geburtsurkunde eines Fahrzeuges zu verstehen. Achte darauf, dass es sich bei den Unterlagen um Originale handelt und gleiche diese untereinander auf ihre übereinstimmenden Angaben hin ab. Lass dir auch die Bedienungsanleitungen für Navigations- und Audiosysteme geben.

  • Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II (ersetzen die alten Fahrzeugpapiere)
  • Vorbesitzer
  • HU und AU (Haupt- und Abgasuntersuchung)
  • Serviceheft (auch Inspektionsheft genannt)
  • Schlüssel
  • Bedienungsanleitung (wichtig etwa für die Bedeutung von Warnleuchten etc.)
  • ggf. Kaufvertrag

Beim Kauf eines Neuwagens übernehmen Autohäuser zumeist aus einem Servicegedanken heraus die Zulassung des Fahrzeugs bei der lokalen Behörde. Alternativ kannst du das Auto selbst zulassen und dann zusammen mit den Schildern abholen. Dazu benötigst du allerdings die Zulassungsbescheinigung Teil 1 („Fahrzeugbrief“), die erst nach der Bezahlung ausgehändigt wird.

Neuwagen-Übergabe

Die Freude über das neue Auto ist groß und endlich kannst du es beim Händler abholen. Doch nur weil der Wagen neu ist, bedeutet dies nicht immer, dass der Wagen auch mängelfrei ist. Da Menschen natürlich Fehler machen, kann es durchaus sein, dass du dein neues Auto nicht im einwandfreien Zustand bekommst. Achte bei der Abholung also auf folgende mögliche Schwachpunkte:

  • Lack überprüfen: Sind beim Lackieren Bläschen entstanden? Ist beim Transport eine Schramme entstanden?
  • Kontrolliere die Scheiben und Dichtungen auf Beschädigungen. Sehen die Reifen und Felgen neu aus?
  • Lassen sich alle Türen und Klappen ordentlich öffnen und schließen, oder hat sich eventuell etwas verzogen?

Übergabe Gebrauchtwagen

Wurde das Auto vom Vorbesitzer vor dem Verkauf abgemeldet, muss er dir eine Abmeldebescheinigung vorlegen können. Mehr dazu auch im Ratgeber „Auto abmelden“. Beim Gebrauchtwagenkauf dürfen der Prüfbericht der letzten Hauptuntersuchung, das Inspektionscheckheft und der Kaufvertrag nicht fehlen.

  • Der Prüfbericht der letzten Hauptuntersuchung ist wichtig, wenn das Auto älter als 3 Jahre ist.
  • Das Inspektionsscheckheft, auch Serviceheft genannt, gibt Aufschluss über den Zustand des Fahrzeugs. Darin ist dokumentiert, ob der Verkäufer empfohlene Wartungsintervalle eingehalten hat.
  • Mit dem Kaufvertrag erst wird der Autokauf rechtskräftig. Warum dieser wichtig ist, hast du bereits im Abschnitt  „Autokauf ohne Kaufvertrag?“ erfahren. Du hast nur eine mündliche Vereinbarung getroffen? Dann hoffentlich vor Zeugen, da du sonst im Nachweisen von verdeckten oder verschwiegenen Mängeln schlechte Karten hast.
Vertrag beim Autokauf
Achte beim Autokauf immer darauf, einen Kaufvertrag abzuschließen. © iStock.com/Nastasic

Autokauf-Versicherung zur Überführung?

Wie kommt dein neu erworbenes Fahrzeug sicher und rechtlich einwandfrei zu dir? Ohne Kennzeichen kann dein Auto nicht überführt werden. Die Frage der Zulassung spielt hier also eine zentrale Rolle, damit beide Vertragsparteien kein Risiko eingehen. Es gibt zwei mögliche Szenarien inklusive Vor- und Nachteile.

  1. Noch angemeldetes gekauftes Auto: Der Verkäufer könnte dir das Fahrzeug grundsätzlich auch angemeldet übergeben, also die Kennzeichen leihen. So kannst du problemlos mit dem Wagen nach Hause fahren. Dieser Weg ist für den Verkäufer die risikoreichste, denn er haftet, falls nicht im Kaufvertrag anders festgehalten, für mögliche Verkehrsverstöße oder Unfälle.
  2. Bereits abgemeldetes gekauftes Auto: In diesem Fall musst du dich als Käufer selbst um die Überführung deines Fahrzeugs kümmern. Dies kann entweder mit einem Anhänger geschehen, du beauftragst einen Spediteur oder besorgst dir ein sogenanntes Kurzzeitkennzeichen.

Jetzt sind vielleicht noch ein paar Fragen offen, wie: Darf ich ein Auto ohne TÜV überführen? Wie überführe ich Fahrzeuge aus dem Nicht-EU-Ausland? Ich habe keinen Anhänger, wie bekomme ich mein Fahrzeug von A nach B? In unserem Ratgeber bleiben keine Fragen offen:

Auto überführen: So geht's

Autokauf: Kurzzeitkennzeichen

Das Kurzzeitkennzeichen ist fünf Tage gültig, in dieser Zeit kannst du das Fahrzeug problemlos überführen. Dieses erhältst du bei deiner Zulassungsstelle, wenn du Ausweis, Versicherungsnachweis und die Zulassungsbescheinigungen I und II (Fahrzeugschein und -brief, häufig reicht eine Kopie) vorzeigst. Voraussetzung ist außerdem, dass das Fahrzeug über eine gültige Hauptuntersuchung verfügt, weshalb du den aktuellen Untersuchungsbericht ebenfalls bereithalten musst. Ohne diesen sind nur kurze Fahrten zu einer nahen Werkstatt oder Prüfstelle möglich.

Hinweis: Beachte, dass Kurzzeitkennzeichen nur für Probe- und Überführungsfahrten verwendet werden dürfen.

Autokauf: Wann die Versicherung abschließen?

Endlich ist es soweit, das Auto ist gekauft. Was ist jetzt als nächstes zu tun? Ganz einfach: Das Auto erst versichern, dann anmelden. Wie eingangs schon verraten, ist diese Reihenfolge durch die deutsche Gesetzgebung vorgegeben. Alle Halter von Kraftfahrzeugen sind dazu verpflichtet, eine Kfz-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Dort bekommst du eine Nummer (die eVB-Nummer) als Versicherungsnachweis, die du bei der Zulassungsstelle angeben musst. Die Kfz-Versicherung solltest du also nach dem Kauf und vor der Auto-Anmeldung abschließen, um für von dir verursachte Schäden bei anderen zu haften. Im gleichen Zuge stellt sich die Frage, ob du dein Auto auch gegen Naturgewalten, wie etwa Hagel oder Zusammenstöße mit Tieren, Glasbruch etc. versichern möchtest.

Vollkasko oder Teilkasko?

Viele Autofahrer entscheiden sich auch für eine Kaskoversicherung. Während die Teilkaskoversicherung für bestimmte Szenarien Versicherungsschutz gewährt, genießt du nur mit einer Vollkasko einen höheren Rundumschutz für dein Auto. Im Gegensatz zur Kfz-Haftpflichtversicherung sind die Kaskoversicherungen in Deutschland nicht verpflichtend. Während die Haftpflichtversicherung Schäden an Dritten übernimmt, zahlt die Kaskoversicherung für Schäden am eigenen Auto.

Du möchtest wissen, welche Versicherung sich für dein Auto lohnt? Vollkasko oder Teilkasko? – Richtig, das ist jetzt die Frage! Wir haben uns die Mühe gemacht dir bei der Entscheidungshilfe unter die Arme zu greifen und erläutern dir, welche Versicherung welche Art von Schäden übernimmt.

Ratgeber: Vollkasko oder Teilkasko?

Kfz-Versicherung berechnen

Der Markt der Kfz-Versicherung ist ein großer. Kaum ein Vertrag gleicht dem anderen. Denn: Der jeweilige Beitrag orientiert sich an vielen Faktoren, unter anderem am persönlichen Risiko. Je nach Umfang des Versicherungsschutzes, Fahrzeugalter bei Kauf, Alter des Autokäufers sowie vielen weiteren Faktoren, setzt sich ein möglicher Versicherungstarif zusammen. Um das zu bestimmen, berücksichtigen die Versicherungen verschiedene Risikomerkmale. Um eine erste Einschätzung zu bekommen, kannnst du hier gleich deine Kfz-Versicherung berechnen. Los geht's.

Auto anmelden

Wie schön, das neue Auto ist da. Sicherlich möchtest du dein Fahrzeug so schnell wie möglich anmelden. Schließlich müssen Autos für den Gebrauch im öffentlichen Straßenverkehr zugelassen sein. Auf dem Weg zur lokalen Zulassungsstelle ist es wichtig, dass du an alle benötigten Unterlagen zur Auto-Anmeldung denkst. Besonders in Großstädten ist es ratsam, online Termine zu vereinbaren, um lange Wartezeiten zu verhindern.

Auto anmelden: So funktioniert‘s!

Was braucht man zum Auto anmelden?

Da du kein Auto ohne Kfz-Versicherung anmelden kannst, ist die eVB-Nummer – also der Versicherungsnachweis – die Grundvoraussetzung zur Zulassung des Autos. Außerdem ergeben sich bei der Anmeldung fabrikneuer Fahrzeuge andere Voraussetzungen an die Papiere. An folgende Dokumente solltest du denken.

Bei Gebrauchtwagen:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Kfz-Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer, ehemals Doppelkarte)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I und II (ehemals Fahrzeugschein und -brief)
  • Nachweis der Haupt- und Abgasuntersuchung
  • Bei abgemeldeten Fahrzeugen: Abmelde- oder Stilllegebescheinigung

Tipp: Denke auch an deine Kontodaten bei der Zulassung! Für die Anmeldung eines Pkw wirst du bei der Zulassungsstelle ein SEPA-Lastschriftmandat erteilen müssen. Damit stimmst du zu, dass die Kfz-Steuer für dein Auto vom Konto abgebucht wird. Wichtig: Wenn der Kontoinhaber nicht gleichzeitig der Fahrzeugbesitzer ist, muss auch der Fahrzeughalter unterschreiben. Informiere dich am besten vorab bei der zuständigen Behörde.

Bei Neuwagen:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Zulassungsbescheinigung II (ehemals Fahrzeugbrief)
  • Kfz-Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer, ehemals Doppelkarte)

Beim Kauf eines Neuwagens gibt es oft einen Zulassungsservice. So können Autohäuser oder hilfsbereite Händler – je nach Verhandlungsbasis und Aufpreis – das Anmelden des neuen Autos für dich übernehmen. Falls du jedoch Geld sparen möchtest, meldest du dein Auto lieber selbst an.

Auto anmelden: Woher bekomme ich ein Kennzeichen?

Um gültige Kennzeichen musst du dich selbst kümmern. In vielen Kommunen ist es gebührenpflichtig möglich, sich ein Wunschkennzeichnen online reservieren zu lassen. Nach Auswahl des Kennzeichens kannst du die Schilder auch bequem im Internet bestellen, wo sie bereits ab 15 Euro käuflich zu erwerben sind. Für diejenigen, die schneller an ein Kennzeichen kommen möchten, gibt es auch Kfz-Schilder-Läden in direkter Nähe zu den Zulassungsstellen. Hier kosten Schilder manchmal mehr als das Doppelte.

Antworten auf die Fragen, was die Anmeldung des Autos kostet, wer Auto anzumelden darf, was du deiner Versicherung mitteilen solltest sowie eine Checkliste zum Download, damit du nichts vergisst, liefert dir unser gratis Ratgeber.

Kfz-Versicherung berechnen

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