Frau steigt in Auto ein

Kfz-Versicherung berechnen

in 2 Minuten zum Preis

Hast du ein neues Auto und bist auf der Suche nach der richtigen Kfz-Versicherung? Aufgepasst: Es gibt verschiedene Autoversicherungen! Erfahre hier, wie du den Preis für die Kfz-Versicherung berechnen und dabei sparen kannst.

Das Wichtigste zusammengefasst

Jeder Fahrzeughalter braucht sie: die Kfz-Haftpflichtversicherung. Die Autoversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben – ohne Versicherungsschutz erfolgt keine Zulassung des Fahrzeugs. Bei einem Unfall zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung. Sachschäden, Vermögensschäden und Personenschäden an anderen Fahrzeugen und Personen sind durch die Kfz-Haftpflicht abgedeckt.

Neben der verpflichtenden Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es noch die Vollkasko- und die Teilkaskoversicherungen. Die Kfz-Haftpflichtversicherung übernimmt Schäden an anderen Fahrzeugen, die du selbst bei einem Unfall unabsichtlich verursacht hast. Die Teil- oder Vollkaskoversicherung ist freiwillig. Die Kaskoversicherungen zahlen je nach Versicherungsumfang auch für Schäden an deinem Auto.

Die Berechnung der Kfz-Versicherung ist von objektiven und subjektiven Merkmalen abhängig: Fahrzeugdaten, Zeitpunkt des Führerscheinerwerbs, jährliche Fahrleistung, Deckungssumme und Schadenfreiheitsklasse beeinflussen die Kfz-Versicherungsprämie. Mit höherer Selbstbeteiligung, jährlicher Gebührenzahlung und niedriger Typklasse kannst du bei der Autoversicherung sparen.

Welche Autoversicherungen gibt es?

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine Pflichtversicherung für Halter von Autos, Mofas oder Mopeds. Ohne Kfz-Haftpflicht ist keine Fahrzeugzulassung möglich. Das Fahrzeug darf ohne Versicherungsschutz nicht im Straßenverkehr bewegt werden. Die Versicherung haftet für Schäden an Dritten, die der Versicherte mit seinem Fahrzeug verursacht hat. 

Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es die freiwilligen Vollkasko- oder Teilkaskoversicherungen. Die Kaskoversicherung übernimmt zusätzlich Schäden an deinem Auto. Schäden durch Wildunfälle oder äußere Einflüsse, beispielsweise durch das Wetter, werden von der Teilkaskoversicherung übernommen. Bei Schäden, die durch dich oder Dritte verursacht wurden, etwa bei Vandalismus, zahlt nur die Vollkaskoversicherung.

Die Zahlungshöhe, auch Versicherungsprämie genannt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Faktoren, die die Gebührenhöhe (Versicherungsprämie) der Kfz-Versicherung beeinflussen, sind unter anderem:

Wichtige Dokumente für die Gebührenrechnung der Kfz-Versicherung

Damit du die Kosten für deine Kfz-Versicherung berechnen kannst, brauchst du folgende Unterlagen:

Informationen zum Versicherungsnehmer

Folgende Daten werden für die Berechnung der Kfz-Versicherung benötigt:

  • Postleitzahl
  • Geburtsdatum
  • Jahr des Führerscheinerwerbs

Informationen zum Fahrzeug

  • Herstellerschlüsselnummer (HSN) und Typschlüsselnummer (TSN)
  • Jährliche Fahrleistung

Informationen zur Vorversicherung

  • Schadenfreiheitsklasse

Kfz-Versicherung berechnen: So geht’s!  

Mit dem Autoversicherung Rechner von Allianz Direct kannst du die Höhe der Gebühren online berechnen. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt dir, wie einfach du die Kfz-Versicherung berechnen kannst: 

Schritt 1: Angaben zum Fahrzeug

Mit der Eingabe von Herstellernummer (HSN) und Typschlüsselnummer (TSN) kann dein Fahrzeug identifiziert werden. Hast du beides nicht zur Hand, kannst du dein Fahrzeug über die Fahrzeugsuche finden. Bestätige anschließend, ob du die Kfz-Versicherung wechseln, das Fahrzeug zulassen oder ummelden willst. Mit dem Datum der Erstzulassung und des gewünschten Versicherungsbeginns geht es weiter.

Schritt 2: Persönliche Angaben

Als Nächstes sind Informationen zum Versicherungsnehmer wichtig. Neben Postleitzahl und Geburtsdatum ist das Jahr des Führerscheinerhalts erforderlich. Angaben zur Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse), Vorversicherung (Versicherer) und Versicherungsumfang (z. B. Vollkaskoversicherung) folgen im Anschluss.

Schritt 3: Angaben zur Nutzung

Jetzt kommt die Eingabe der jährlichen Fahrleistung. Das sind die Kilometer, die du im Kalenderjahr mit dem versicherten Auto fährst. Du kannst den Wert schätzen und später anpassen. Bist du Alleinnutzer des Fahrzeugs, geht es weiter. Nutzen weitere Fahrer das Auto, musst du zusätzliche Daten eingeben. Unter Partner/Familie fallen dein/e Lebensgefährte/in und deine Kinder. Für den jüngsten Fahrer, der das Auto nutzen wird, musst du das Geburtsdatum eintragen.

Schritt 4: Kfz-Versicherung berechnen

Hast du alles angegeben, erfolgt die automatische Kostenberechnung für deine individuelle Kfz-Versicherung. Die Kfz-Haftpflicht ist ein Muss für dein Auto, während die Teil- oder Vollkaskoversicherungen freiwillig sind.

Übrigens: Für ältere Fahrzeuge reicht meist eine Teilkaskoversicherung, für Neuwagen lohnt sich oft eine Vollkaskoversicherung.

Schritt 5: Autoversicherung abschließen

Mit der Berechnung kannst du jetzt deine passgenaue Kfz-Versicherung abschließen! 

Welche Faktoren beeinflussen die Kfz-Versicherungsprämie?

Die Versicherungsprämie der Kfz-Haftpflicht hängt von verschiedenen Faktoren ab. Für die Einstufung gibt es objektive und subjektive Merkmale. Die objektiven Merkmale betreffen das Fahrzeug, die subjektiven Merkmale beziehen sich auf den Versicherungsnehmer. Diese Faktoren und ihre Bedeutung solltest du kennen, wenn du eine Kfz-Versicherung benötigst:

 

Tabelle der Faktoren, die die Kfz-Versicherungsprämie beeinflussen
Die Tabelle zeigt, welche Merkmale die Höhe der Kfz-Versicherungsprämie beeinflussen. © Allianz Direct

Versicherungsnehmer 

Alter, Wohnort und das Jahr des Führerscheinerwerbs beeinflussen die Höhe der Kfz-Gebühren. Fahranfänger oder Fahrer unter 25 Jahren müssen meist tiefer in die Tasche greifen. Gleiches gilt für Versicherungsnehmer, die im Stadtzentrum oder in Großstädten leben – die Unfallgefahr ist höher. Hast du viele Punkte in Flensburg, kann das zu höheren Versicherungskosten führen. Der Versicherer prüft in der Regel auch die Einträge im Verkehrszentralregister. 

Versicherungsnehmer und Fahrzeughalter können unterschiedliche Personen sein und in anderen Zulassungsbezirken wohnen. Der Halter muss das Fahrzeug in seinem Wohnort anmelden. Es gelten die jeweiligen Gebühren für seine Postleitzahl.

Jährliche Fahrleistung 

Die jährliche Fahrleistung ist wichtig für die Höhe der Kfz-Versicherungsprämie. Je mehr Kilometer du innerhalb eines Jahres zurücklegst, desto teurer wird die Versicherung. Fakt ist: Das Unfallrisiko steigt, wenn du viel mit dem Auto unterwegs bist. 

Die jährliche Fahrleistung ist von Versicherern in Kilometerstaffeln gegliedert. Für jede Stufe gilt ein anderer Preis, die höchste Stufe ist bei über 30.000 km/Jahr. Bei Versicherungsbeginn kannst du die Kilometerangabe schätzen und später anpassen. Eine korrekte Angabe der jährlichen Fahrleistung ist wichtig, sonst können Nachzahlungen und Preiserhöhungen drohen.

Anzahl berechtigter Fahrer

Die Kosten der Kfz-Versicherung sind abhängig von zusätzlichen berechtigten Fahrern. Achtung: Den Pkw dürfen nur Personen nutzen, die im Versicherungsvertrag stehen! Es gibt die Möglichkeit, namentliche Personen (z. B. Ehepartner, volljähriges Kind) anzugeben. Genauso kannst du größere Fahrerkreise (z. B. Personen über 23 Jahre) melden. Die Höhe der Gebühren steigt, umso mehr Personen als Fahrer angegeben sind.

Die Anzahl an Fahrern ist nicht begrenzt. Sollte dein Partner das Fahrzeug mitnutzen, fallen häufig keine zusätzlichen Kosten an.

Fahrzeugmodell

Kraftfahrzeuge wie Pkw, Lkw, Mofa oder Moped müssen versichert sein. Verschiedene Faktoren wie Typklasse, Regionalklasse, Kraftstoffart, Erstzulassung, Herstellernummer (HSN) und Typschlüsselnummer (TSN) beeinflussen die Höhe der Gebühren. Mithilfe der HSN und TSN wird dein Fahrzeug identifiziert. Die Angaben enthalten Informationen wie Fahrzeugmodell, Baujahr, Erstzulassungsdatum und Kraftstoffart. Die Typschlüsselnummer besteht aus drei Ziffern oder Buchstaben, die Herstellerschlüsselnummer aus vier Zahlen. HSN und TSN findest du im Fahrzeugschein.

Weitere Fahrzeugangaben findest du im Fahrzeugbrief. Du musst auch angeben, wann das Fahrzeug zugelassen wurde und wann du es auf deinen Namen registriert hast.

Typklasse

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Kfz-Versicherung sind die jährlich festgelegten Typklassen. Die Typklassen geben Informationen zur Schaden- und Unfallbilanz für in Deutschland zugelassene Fahrzeuge: Es gibt Typklasse 10-25 in der Kfz-Haftpflicht, 10-33 in der Teilkaskoversicherung und 10-34 in der Vollkaskoversicherung.

Je höher die Typklasse ist, desto höher sind die Gebühren für die Autoversicherung. Wurden für dein Fahrzeugmodell mehr Schäden als im Vorjahr gemeldet, ändert sich seine Typklasse. Gleiches gilt umgekehrt: Bei wenig gemeldeten Schäden im Jahr wird das Modell einer niedrigeren Typklasse zugeordnet. 

Wo findest du die Typklasse für dein Fahrzeug? Im Typklassenverzeichnis vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV).

Regionalklasse

Die Regionalklasse gibt Informationen zur Höhe und Schwere von Unfällen in Bezirken. In Deutschland gibt es mehr als 400 Zulassungsbezirke. Jährlich wird von einem Treuhänder in jedem Bezirk ein sogenannter Schadensbedarfsindex festgelegt. Alle Versicherungsunternehmen müssen diese Statistik übernehmen, die Klassen können aber je nach Versicherer variieren. Es gibt zwölf Klassen für Kfz-Haftpflicht, 16 Klassen für die Teilkaskoversicherung und neun Klassen für die Vollkaskoversicherung.

Neben der Anzahl und Schwere von Unfällen gibt es weitere Kriterien für die Bewertung: Anzahl und Typ zugelassener Fahrzeuge und Wohnort des Fahrzeughalters. Für gemeldete Fahrzeuge in Städten mit dichtem Verkehrsaufkommen besteht eine höhere Unfallgefahr. 

Wo kannst du die Regionalklasse für dein Fahrzeug finden? Im Verzeichnis vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV).

Schadenfreiheitsklasse 

Die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) gibt Auskunft darüber, ob du unfallfrei fährst. Hast du wenige oder sogar keine Unfälle im Jahr, steigst du eine Schadenfreiheitsklasse höher. Solltest du einen Unfall verursachen, wirst du im Folgejahr in der SF-Klasse zurückgestuft. „SF1“ bedeutet, dass du ein Jahr lang keinen Unfall hattest. Bei hoher Schadenfreiheitsklasse nimmst du die Kfz-Haftpflicht wenig in Anspruch und zahlst niedrigere Gebühren. Fahranfänger werden niedrigen SF-Klassen zugeordnet und zahlen höhere Versicherungsprämien. 

Schadenfreiheitsklassen sind in Prozente und Schadenfreiheitsrabatte (SFR) gestaffelt. Die Staffelungen können je nach Versicherer unterschiedlich ausfallen und haben Einfluss auf deinen Kfz-Versicherungspreis. SF-Klassen gehen üblicherweise von SF1 bis SF35, bei einigen Versicherern bis SF50. Die SFR in der Kfz-Haftpflicht und der Vollkaskoversicherung können unterschiedlich hoch sein. Für Teilkaskoversicherungen gibt es keine Schadenfreiheitsklassen. 

Übrigens: Du kannst die SFR auf nahe Verwandte oder Personen in deinem Haushalt übertragen. Genauso kannst du bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung die Rabatte mitnehmen. Damit du deine Prozente behältst, sind die Angaben der Vorversicherung erforderlich! 

Willst du deine Schadenfreiheitsklasse wissen? In der Versicherungspolice findest du deinen SF-Rabatt oder du fragst bei deinem Versicherer nach! 

Selbstbeteiligung 

Die Versicherungsprämie der Kfz-Versicherung fällt niedriger aus, wenn du einen Teil der Kosten übernimmst. Eine Selbstbeteiligung in Kaskoversicherungen ist möglich, aber nicht verpflichtend! Bei 500 Euro Selbstbeteiligung zahlst du bei einem Schaden bis maximal 500 Euro selbst. Eine Selbstbeteiligung von 150 Euro für Teilkasko und 300 Euro für Vollkasko ist üblich. Der Vorteil von einer Selbstbeteiligung: Wenn du selbst einen Teil bezahlst, wirst du nicht in eine niedrige Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft.

Zahlungsart 

Auch die Zahlungsart wirkt sich auf die Preise für die Kfz-Versicherung aus. Wenn du einmal jährlich alle Gebühren auf einmal zahlst, kann sich der Beitrag verringern. Zahlst du deine Versicherungsgebühren monatlich, halb- oder vierteljährlich, gibt es meist keinen Nachlass. Die Hauptzahlungstermine für die Kfz-Haftpflicht sind am 1. Januar und 1. Juli eines Jahres. 

Sparen bei der Kfz-Versicherung

Unterschiedliche Faktoren wirken sich auf den Preis der Kfz-Versicherung aus. Deswegen lohnt es sich, Kompromisse einzugehen, um die Versicherungsprämie zu senken. 

Wie kannst du bei der Kfz-versicherung sparen? Ganz einfach: Nutze die verschiedenen Rabatte des Versicherers wie beispielsweise:

  • Werkstattbindung an eine Partnerwerkstatt des Versicherers 
  • niedrige Kfz-Steuerklasse beim Fahrzeugkauf 
  • höhere Selbstbeteiligung in der Teil- oder Vollkaskoversicherung 
  • Saisonkennzeichen anmelden und Kfz-Gebühren und Steuern sparen
  • niedrige Typklasse in der Schaden- und Unfallbilanz wählen
  • jährliche Zahlungsart für die Kfz-Zahlungen nutzen 
  • Wenigfahrer-Rabatt bei jährlicher Fahrleistung unter 10.000 km wählen 
  • E-Fahrzeug statt Benziner oder Diesel fahren

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