Umzug-Checkliste: sorgenfrei ins Zuhause

Umzug-Checkliste: sorgenfrei ins Zuhause

Mit der richtigen Planung stellst du sicher, dass bei deinem Umzug alles glatt läuft.

Um dir unnötige Mühen zu ersparen und dich zu unterstützen, haben wir eine kostenlose Umzug-Checkliste zusammengestellt, mit der du deinen Umzug sorgenfrei planen und ohne Stress durchführen kannst.

Wichtige Informationen zum Thema haben wir im Folgenden für dich zusammengestellt:

  • Was muss ich mindestens 3 Monate vorher tun?
  • Was steht 4 bis 6 Wochen vor dem Umzug an?
  • Was muss ich 1 bis 2 Wochen vorher erledigen?
  • Was muss ich 1 Tag vorher beachten?
  • Was muss ich am Umzugstag tun?
  • Was muss ich in der Woche danach erledigen?

Was muss ich mindestens 3 Monate vorher tun? 

Drei Monate vor deinem Umzug kümmerst du dich um die wichtigsten Grundlagen, damit später alles reibungslos ablaufen kann. Das betrifft die Kündigung deiner alten Wohnung, aber auch die Umzugsplanung.

Alte Wohnung kündigen

Sobald du den neuen Mietvertrag unterschrieben hast, solltest du deine aktuelle Wohnung kündigen. Deine Kündigung muss der Vermieter schriftlich erhalten, bevor die Kündigungsfrist abläuft. Meist sind es drei Monate. Die genaue Angabe findest du in deinem Mietvertrag.

Im selben Zuge solltest du auch die Anbieter deines Telefon-, Kabel- und Internetanschlusses informieren und dich ummelden. In vielen Fällen kannst du deinen Vertrag einfach behalten und in deinem neuen Zuhause weiter nutzen.

Schlüssel für Umzug
Sobald du den neuen Mietvertrag unterschrieben hast, kannst du anfangen, deinen Umzug zu planen. © gettyimages/Nednapa

Urlaub einreichen

Wenn du nicht am Wochenende, sondern unter der Woche umziehen möchtest, solltest du Urlaub beantragen.

Das solltest du beachten: Möchtest du zwischen Montag und Freitag umziehen, können Freunde und Bekannte möglicherweise nicht als Helfer einspringen.

Spedition beauftragen

Möchtest du für deinen Umzug eine Spedition engagieren, solltest du frühzeitig dort anrufen und einen festen Termin vereinbaren. Klär am besten auch, ob die Spedition sich um eine Halteverbotszone kümmert.

Auf der Suche nach einem seriösen Umzugsunternehmen können dir die folgenden Fragen weiterhelfen:

  • Wie viel Erfahrung hat das Umzugsunternehmen? Ein Unternehmen mit mehrjähriger Erfahrung kann Dauer und Umfang deines Umzugs meist besser einschätzen als eines, das erst wenige Umzüge durchgeführt hat. Möchtest du zügig und professionell umziehen, solltest du darauf achten. Dabei können aber auch höhere Kosten anfallen als bei einem Unternehmen mit weniger Erfahrung.
  • Bietet das Unternehmen eine Besichtigung an? Sieht sich das Unternehmen die Wohnung vorab an und legt den Umfang des Umzugsguts genau fest, ist das ein Zeichen für Professionalität. Denn so erhältst du einen verlässlichen Kostenvoranschlag.
  • Ist die Versicherungsfrage geklärt? Entsteht beim Umzug ein Schaden, muss das Umzugsunternehmen laut § 451e HGB 620 Euro pro Kubikmeter Transportgut zahlen. Hast du besonders wertvolle Möbel, solltest du klären, ob es möglich ist, die Summe durch Zusatzvereinbarungen zu erhöhen.
  • Kann das Umzugsunternehmen Zertifizierungen vorweisen? Achte darauf, dass dein Unternehmen einem Verband angehört oder andere Zertifizierungen vorweisen kann. Denn Verbände wie der Bundesverband für Möbelspedition & Logistik (AMÖ), das Europäische Netzwerk von international tätigen Speditionsunternehmen (Euromovers) oder der Internationale Verband für Umzugsindustrie (FIDI) setzen bei der Aufnahme ihrer Mitglieder Qualitätsstandards voraus.
  • Besitzt der Anbieter große Transporter? Hat die Firma große Transporter, muss weniger oft hin und her gefahren werden. Frag auch, ob das Unternehmen eine gesetzliche Güterkraftverkehrslizenz besitzt. Sie erlaubt dem Transportunternehmen als solches tätig zu sein, vorausgesetzt es erfüllt alle Bedingungen dafür. Um die Lizenz zu bekommen, muss das Unternehmen persönliche Zuverlässigkeit, finanzielle Leistungsfähigkeit und fachliche Eignung nachweisen.
  • Sind alle Kosten klar festgelegt? Achte darauf, dass es einen Festpreis gibt, in dem alle Arbeitsstunden und Fahrten enthalten sind. So verhinderst du, dass unerwartet höhere Kosten auf dich zukommen.
  • Erfolgt die Zahlung auf Rechnung statt auf Vorkasse? Seriöse Umzugsunternehmen stellen erst nach getaner Arbeit eine Rechnung. Die Zahlung per Vorkasse oder Anzahlungen sind eher unüblich.
  • Sitzt die Firma in der Nähe? Bei einem Unternehmen in deiner Nähe sparst du dir die Kosten für lange Anfahrten oder Leerfahrten.

Transporter mieten

Reserviere rechtzeitig einen Transporter beim Mietwagenservice, wenn du  keine Spedition engagieren möchtest. Gerade an den Wochenenden zum Monatswechsel stehen häufiger Umzüge an.

Bist du es nicht gewohnt, größere Autos zu fahren, solltest du beim Mieten des Fahrzeugs einen Vollkaskoschutz dazu buchen.

Entrümpeln & Sperrmüll beantragen

Fang rechtzeitig mit dem Entrümpeln an, damit du beim Umzug selbst nicht auch noch Ausmisten musst. Es gilt die Faustregel: Was du mehr als zwei Jahre nicht mehr genutzt hast, kannst du verschenken, verkaufen oder auch auf den Wertstoffhof bringen.

Wenn du etwas nicht verkaufen kannst oder es zu groß ist, solltest du bei deiner Gemeinde nachfragen, welche Regelungen es für Sperrmüll gibt. In manchen Städten kannst du einen Termin vereinbaren, an dem du den Sperrmüll vors Haus stellst und er dann abgeholt wird. Das ist aber nicht immer möglich.

Kümmere dich auf jeden Fall rechtzeitig darum. Denn selbst wenn es die Möglichkeit in deinem Wohnort gibt, kann es mehrere Wochen dauern, bis ein Termin frei wird. Normalerweise musst du den Antrag zur Sperrmüllabholung schriftlich stellen. Über die genauen Regelungen informierst du dich am besten direkt bei deiner Gemeinde oder Stadt.

Was steht 4 bis 6 Wochen vor dem Umzug an? 

Vier bis sechs Wochen vor dem Umzug sollte deine Planung konkreter werden. Jetzt solltest du genau vorgehen und alle wichtigen Voraussetzungen für den Umzug klären.

Umzugskartons für Umzugsplanung
Du solltest auch an die Umzugskartons denken, wenn du deinen Umzug planst. © gettyimages/Choreograph

Hausratversicherung informieren oder abschließen

Sobald feststeht, wann du umziehst, solltest du deine Hausratversicherung informieren. Das kannst du per Telefon, E-Mail oder Fax tun.

Es ist wichtig, dass du das noch vor dem Einzug erledigst, damit der Versicherungsschutz rechtzeitig angepasst werden kann. Sonst kann es passieren, dass du unterversichert bist. Das heißt: Dein Hausrat hat eine geringere Versicherungssumme als er wert ist. Die Folge: Kommt es dann zu einem Schaden, zahlt dir die Versicherung nur den niedrigeren Betrag, wenn du den neuen Wert deines Hausrates nicht mitgeteilt hast. Informiere deshalb deine Hausratversicherung schon möglichst früh über den anstehenden Umzug und die Änderung deiner Versicherungssumme.

Hast du bislang keine Hausratversicherung abgeschlossen, kannst du das auch tun, solange du noch in der alten Wohnung wohnst. Denn der Versicherungsschutz überträgt sich beim Umziehen. Das heißt, er gilt dann auch parallel für die neue Wohnung.

In der Übergangsphase sind mit deiner Hausratversicherung sogar beide Wohnungen versichert. Danach gilt der Schutz nur noch für dein neues Zuhause.

Bis zum Umzug solltest du deiner Hausratversicherung die Angaben zu deiner neuen Wohnung zusenden. Das betrifft:

  • die neue Adresse und Details zur Wohnung (etwa das Stockwerk)
  • die Anzahl der Quadratmeter (wenn die neue Wohnung größer oder kleiner ist als die vorherige)
  • die Versicherungssumme des Hausrats (nach dem Umzug hast du möglicherweise alte Gegenstände entsorgt oder neue angeschafft)
  • Sicherheitsmerkmale der neuen Wohnung (wie spezielle Sicherheitsschlösser)

Tipp: Wenn du mit deinem Partner zusammenziehst oder heiratest, genügt eine gemeinsame Hausratversicherung. In dem Fall behaltest du normalerweise die Versicherung, die zuerst abgeschlossen wurde und kündigst die andere. Die Person, die den älteren Vertrag hat, ist dann der Versicherungsnehmer.

Halteverbotszone beantragen

Ein Halteverbotsschild musst du beim Umzug laut § 45, Abs. 6 StVO bei der Straßenverkehrsbehörde beantragen, wenn der Straßenverkehr beim Be- und Entladen gestört wird.

Das ist der Fall, wenn du in einem Bereich umziehst, in dem Halte- oder Parkverbot gilt oder der Umzug in einer Fußgängerzone stattfindet. Die Genehmigung brauchst du zum Beispiel dann, wenn der Gehweg durch den Umzug blockiert wird.

Für deinen Antrag bei der Straßenverkehrsbehörde solltest du die folgenden Informationen vorbereiten:

  • Name, Anschrift und Telefonnummer des Antragstellers
  • Grund des Halteverbots
  • Ort, an dem die Sperrung erfolgen soll
  • zu beanspruchende Fläche (Länge × Breite)
  • das Kfz-Kennzeichen und das zugelassene Gesamtgewicht des Umzugstransporters
  • den gewünschten Zeitraum der Sperrung
  • Übersichtsplan oder Skizze

Wie viel du dafür zahlen musst, ist vom Umfang der Beschränkung und auch von deiner Region abhängig. In Berlin kann der Antrag etwa 80 Euro kosten, in Düsseldorf dagegen 170 Euro. Trotz hoher Beträge solltest du auf den Antrag nicht verzichten, denn sonst kann dir laut § 315c Abs. 1, Nr. 2 StGB eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe drohen.

Tipp: Wenn du ein seriöses Umzugsunternehmen beauftragt hast, kümmert sich die Firma normalerweise um den Antrag der Halteverbotszone.

Stadtwerke oder Energieversorger informieren

Wenn dein Vermieter die Aufgabe nicht übernimmt, musst du selbst deinen Energieversorger darüber informieren, dass du ausziehst. Gleichzeitig kannst du einen endgültigen Termin ausmachen, an dem ein Mitarbeiter deine Zählerstände für Strom, Gas und Wasser abliest.

Umzugshelfer anfragen

Bei deinen Freunden und Bekannten solltest du am besten sechs Wochen vorher anfragen, ob Sie beim Umzug helfen können. So bleibt genug Zeit, um möglichen Umzugshelfern Bescheid zu geben und du läufst nicht Gefahr, dass sich deine Bekannten in den kommenden Wochen etwas anderes für den Termin vornehmen.

Kinderbetreuung sicherstellen

Auch ohne Kinder ist ein Umzug meist anstrengend. Dabei können sie sich auch schnell langweilen. Am einfachsten ist es deshalb, bei einer Person deines Vertrauens nachzufragen, ob sie sich während des Umzugs um deine Kinder kümmern kann.

Frau notiert sich Termine
Vereinbare die Termine für die Wohnungsübergaben rechtzeitig. © gettyimages/Wavebreakmedia

Umzugskartons und Verpackungsmaterial besorgen

Pro Person solltest du mindestens 30 Kartons vorrätig haben. Bei Kindern solltest du wegen Spielzeug und Büchern sogar noch mehr Kartons miteinrechnen. Kleidung kannst du dagegen auch in Plastiksäcken transportieren. Denke auch an ausreichend Klebeband, Packpapier oder Luftpolsterfolie für Zerbrechliches.

Renovierung der alten Wohnung planen

Steht in deinem Mietvertrag, dass du die Wohnung beim Auszug renovieren musst, solltest du frühzeitig Farbe und Werkzeug wie Spachtelmasse, Abdeckfolie und Farbroller besorgen.

Das Renovieren dauert in der Regel bei kleinen Wohnungen einen Tag, wenn du allein arbeitest. Bei größeren Wohnungen musst du oft mehrere Tage einplanen. Schneller geht es, wenn du dir auch hier Hilfe holst.

Tipp: Prüfe auch, ob der vorherige Mieter deine neue Wohnung renovieren muss und sprich dich gegebenenfalls mit ihm ab.

Termine für die Wohnungsübergaben vereinbaren

Den Termin für die Übergabe der neuen Wohnung legst du am besten kurz vor den Tag des Umzugs.

Den Termin für die Übergabe der alten Wohnung solltest du lieber auf ein paar Tage nach dem Umzug legen. So hast du noch ausreichend Zeit, um die Wohnung zu streichen, Schönheitsreparaturen vorzunehmen und zu putzen. Sprich dich am besten mit dem Vermieter und dem Nachmieter ab.

Was muss ich 1 bis 2 Wochen vorher erledigen? 

Jetzt sollte dein Umzug vollständig geplant sein und du solltest dich nun vor allem um das Packen der Umzugskartons, aber auch um ein paar andere Dinge kümmern, die dir beim Umziehen eine große Hilfe sind.

Nachsendeauftrag bei der Post stellen

Bei einem Nachsendeauftrag braucht die Post mindestens eine Woche, um sicherzustellen, dass Briefe oder Pakete an die neue Adresse geschickt werden.

Am besten kümmerst du dich deshalb zwei Wochen vor dem Umzug darum. Den Nachsendeauftrag schließt du in der Regel für Briefe und Pakete für einen Zeitraum von 12 Monaten ab. Das kostet etwa 27 Euro. Du gehst so aber sicher, dass du lange genug Zeit hast, um deine Kontakte über die Adressänderung zu informieren.

Umzugskartons packen

Dinge, die du in den kommenden Tagen bis zum Umzug nicht benötigst, solltest du jetzt schon wegräumen. Das gilt zum Beispiel für Bücher oder den Inhalt deines Kellers. Im Laufe der kommenden zwei Wochen solltest du am besten täglich Dinge in den Kartons verstauen, die du bis zum Umzug nicht mehr brauchst.

Tipp: Vergiss nicht die Kartons zu beschriften, damit deine Helfer am Tag des Umzugs wissen, wohin sie die Kartons bringen sollen oder ob zerbrechliche Dinge darin aufbewahrt sind.

Sackkarre, Transport-Rollbretter und Tragegurte

Auf Hilfsmittel wie Sackkarre, Transport-Rollbretter und Tragegurte solltest du auf keinen Fall verzichten, denn mit diesen Hilfsmitteln erleichterst du deinen Helfern die Arbeit enorm. Entweder kannst du sie im Baumarkt kostengünstig besorgen oder du kannst dir möglicherweise bei Freunden und Bekannten etwas leihen.

Tipp: Denk auch daran, das Werkzeug für deinen Umzug zu besorgen. Hier eine Liste der Werkzeuge, die bei deinem Umzug bereitstehen sollten:

  • Schraubenzieher oder Akku-Schrauber
  • Hammer und Zangen
  • Metermaß
  • Spannungsprüfer
  • Nägel, Schrauben und Dübel
  • Spachtelmasse und Spachtel

Mietkaution überweisen

Möchtest du die Zahlung schon vorab regeln, solltest du das etwa eine Woche vorher tun, dann geht das Geld auf jeden Fall rechtzeitig bei deinem Vermieter ein.

Das musst du aber nicht: Als Mieter hast du laut § 551 Abs. 2 BGB das Recht, die Mietkaution in drei Monatsraten zu zahlen. Die erste Kautionsrate ist nicht bei Vertragsabschluss, sondern zu Beginn des Mietverhältnisses fällig.

Beispiel: Ist der Mietbeginn laut deinem Vertrag der 01.03., musst du die Kaution nicht schon bei Vertragsabschluss zum 01.11. überweisen, sondern kannst die erste Rate auch zum 01.03. zahlen.

Das heißt, der Vermieter kann dir das Recht auf Ratenzahlung nicht nehmen. Die Ratenzahlung muss deshalb nicht im Vertrag festgehalten sein und der Vermieter darf sie auch nicht ausschließen.

Das solltest du beachten: Auch wenn du wegen des Umzugs große Ausgaben hast, solltest du die Zahlung der Mietkaution keinesfalls hinauszögern. Denn der Vermieter hat das Recht, den Mietvertrag fristlos zu kündigen, wenn die Mietkaution um zwei Kaltmieten im Rückstand ist. Eine Abmahnung ist dann nicht notwendig.

Mann packt Umzugskarton
Ein bis zwei Wochen vorher solltest du mit dem Packen beginnen und in der Zeit bis zum Umzug jeden Tag verstauen, was du erst wieder in der neuen Wohnung benötigst. © gettyimages/PeopleImages

Was muss ich 1 Tag vorher beachten? 

Am Tag vor dem Umzug solltest du nur noch Dinge erledigen, die du erst kurz vorher regeln kannst oder solltest.

Parkplätze an der alten & der neuen Wohnung freihalten

Wenn du keine Spedition nutzt oder du keine Halteverbotszone beantragt hast, solltest du deine neuen, aber auch die alten Nachbarn über deinen Umzug informieren. Hänge am besten einen Zettel mit den wichtigsten Informationen an die Haustür, damit deine Nachbarn Bescheid wissen.

Treppenhäuser überprüfen

Bevor es mit dem Umzug losgeht, solltest du vorhandene Schäden in den Treppenhäusern dokumentieren. Am besten schreibst du die Mängel auf einer Liste auf und machst Fotos davon.

Kühlschrank abtauen

Deinen Kühlschrank solltest du am Morgen vor dem Tag des Umzugs abtauen. Lebensmittel, die nicht verbraucht wurden, lagerst du dann am besten in Kühltaschen, bis der Kühlschrank in der neuen Wohnung angeschlossen ist.

Tipp: Denke daran, Handtücher auszulegen, sobald du den Kühlschrank abschaltest. Sie werden das Wasser auffangen. Am besten legst du auch gleich einen Plastikbeutel bereit, in dem du die Handtücher später in die neue Wohnung zum Waschen mitnehmen kannst.

Verpflegung & Erste-Hilfe-Kasten bereitstellen

Bereite ausreichend Brotzeit vor und besorge vor allem Wasser für deine Helfer. Denn ein Umzug ist körperlich anstrengend. Genug zu trinken ist dabei besonders wichtig. Stelle auch vorsichtshalber deinen Erste-Hilfe-Kasten für den Fall bereit, dass sich jemand verletzt.

Was muss ich am Umzugstag tun? 

Am Tag des Umzugs kommt es auf die den richtigen Ablauf an. Auch wenn es stressig wird, solltest du nicht vergessen, dich an die folgenden Punkte zu halten.

Helfer einweisen

Damit dir und deinen Helfern nicht frühzeitig die Kraft ausgeht, solltest du regelmäßige Pausen einplanen. Am besten legst du mittags eine größere Auszeit ein. Mach aber auch zwischendurch kürzere Pausen und vergiss nicht, ausreichend zu trinken.

Verteile die anstehenden Aufgaben sinnvoll auf deine Helfer. So entsteht kein Chaos und du gehst sicher, dass jeder weiß, was er oder sie zu tun hat. Hast du keine Spedition beauftragt, sollten sich am besten zwei kräftige Personen um schwere Gegenstände kümmern.

Das solltest du wissen: Verursacht ein freiwilliger Helfer, also zum Beispiel ein Freund oder Bekannter, beim Umzug einen Schaden, zahlt deine Hausratversicherung nicht. Denn in einem solchen Fall handelt es sich um einen Gefälligkeitsschaden.

Frau bei Umzug
Damit am Tag des Umzugs alles reibungslos abläuft, solltest du deine Helfer schon zu Beginn genau anweisen. © gettyimages/jeffbergen

Beleuchtung abhängen

Sobald du die Beleuchtung nicht mehr benötigst, kannst du sie abhängen und in der neuen Wohnung wieder installieren. Bist du dir damit unsicher, bitte am besten einen Handwerker darum.

Treppenhäuser & Gegenstände auf Schäden prüfen

Entsteht im Treppenhaus oder an einem Möbelstück ein Schaden, kommt es darauf an, wer ihn verursacht hat. Denn das bestimmt, wer am Ende die Kosten übernehmen muss.

Schaden durch das Umzugsunternehmen

Prüfe sowohl im Treppenhaus deiner neuen, als auch der alten Wohnung, ob etwas beschädigt wurde. Falls ja, solltest du es fotografieren. Hast du eine Spedition mit dem Umzug beauftragt, kannst du dem Unternehmen die Schäden mitteilen. Es muss dann die entstandenen Kosten übernehmen, wenn sie von den Mitarbeitern verursacht wurden.

Dabei gilt: Innerhalb von 24 Stunden musst du solche Schäden dem Unternehmen schriftlich melden. Ein Anruf reicht in der Regel nicht aus. Schäden, die nicht offensichtlich sind, musst du innerhalb von zwei Wochen anzeigen. Sichere am besten Beweise durch Fotos oder mit Hilfe von Zeugen.

Zu empfehlen ist es auch, nach dem Kauf eines Möbelstücks die Rechnung oder sonstige Belege aufzubewahren. So fällt es später leichter, den Zeitwert (also den aktuellen Wert) einer Sache zu ermitteln. Die Versicherung bezahlt dir bei einem Schaden nämlich normalerweise immer nur so viel, wie der Gegenstand aktuell wert ist. Für Tiere und Pflanzen haften Spediteure meistens nicht.

Tipp: So viel Mühe sich die Spedition auch gibt, in manchen Situationen kommt es trotzdem zu einem Schaden, zum Beispiel bei Erdbeben, Sturm oder sehr starken Regenfällen. Lies dir in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Unternehmens am besten die Haftungshinweise genau durch. So erfährst du, in welchen Fällen die Firma nicht für Schäden haftet.

Selbst verschuldeter Schaden mit Versicherung

Hast du keine Umzugsfirma beauftragt und du verursachst im Haus einen Schaden, übernimmt normalerweise deine Privathaftpflichtversicherung die Kosten. Sie zahlt auch bei Umzügen normalerweise für Schäden, die Dritten entstanden sind (Personen- oder Sachschäden).

Ist dir aber an deinem eigenen Hausrat etwas kaputt gegangen, übernimmt nur eine Hausratversicherung die Kosten.

Das sollten du wissen: Die Hausratversicherung ist nicht an eine Wohnung gebunden, sondern an den Versicherungsnehmer. Das heißt: Sie ist in der Regel bis zu zwei Monate sowohl für deine neue als auch die alte Wohnung gültig. Informiere dich am besten bei deiner Versicherung über die Übergangszeit, in der der Schutz für beide Wohnungen besteht.

Selbst verschuldeter Schaden ohne Versicherung

Hast du weder ein Umzugsunternehmen beauftragt, noch eine Versicherung abgeschlossen, musst du für den entstandenen Schaden normalerweise selbst aufkommen.

In der Regel musst in einem solchen Fall bei der Mietkaution mit Abzügen rechnen. Auch Schäden an deinem eigenen Hausrat musst du selbst bezahlen.

Umzugshelfer
Hat das Umzugsunternehmen einen Schaden verursacht, muss die Spedition normalerweise die Kosten dafür übernehmen. © gettyimages/AndreyPopov

Was muss ich in der Woche danach erledigen? 

Ist der Umzug geschafft, wirst du erst einmal mit dem Auspacken und Einrichten der neuen Wohnung beschäftigt sein. Es ist aber auch wichtig, dass du dich richtig ummeldest und deine alte Wohnung für die Übergabe herrichtest.

Wohnsitz an- oder ummelden

Wenn sich bei deinem Umzug der Meldebezirk ändert (zum Beispiel beim Umzug von Berlin nach Hamburg), musst du deinen neuen Wohnsitz anmelden. Ziehst du aber innerhalb des gleichen Meldebezirks um (zum Beispiel innerhalb von München), musst du dich nur ummelden. Das Verfahren ist aber im Prinzip dasselbe. In beiden Fällen nimmst du die Ummeldung bei der jeweiligen Meldebehörde vor.

Du hast  nach deinem Umzug zwei Wochen Zeit, dich an- oder umzumelden. Das solltest du am besten direkt in der Woche nach dem Umzug machen. Überschreitest du die Frist, kann ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 500 Euro fällig werden.

Tipp: Ruf am besten bei deinem örtlichen Einwohnermeldeamt an und frage nach den Stoßzeiten. So kannst du lange Wartezeiten umgehen.

Die folgenden Dokumente benötigen du, wenn du deinen Wohnsitz an- oder ummeldest:

  • die Identitätspapiere aller Personen, die umgezogen sind (Personalausweis oder Reisepass, Kinderausweis oder gegebenenfalls die Geburtsurkunde)
  • die Vermieterbescheinigung der neuen Wohnung
  • gegebenenfalls eine schriftliche Einverständniserklärung des Ex-Partners, wenn du mit Kindern umziehst und du dir das Sorgerecht teilst

Wenn du verhindert bist und eine andere Person die An- oder Ummeldung vornimmt, braucht sie die folgenden Dokumente:

  • eine Vollmacht (in Bayern und Hessen muss sie vom Notar beglaubigt sein)
  • eine Kopie der Identitätspapiere aller umgezogenen Personen
  • eine Kopie des Personalausweises des Bevollmächtigten

Kfz ummelden

Nach einem Umzug musst du auch dein Auto ummelden. Sonst droht auch hier ein Bußgeld. Je länger du damit wartest, desto höher fällt der Betrag aus. Eine feste Frist gibt es dafür aber nicht. Die Behörde entscheidet am Ende darüber, wann du ein Bußgeld zahlen musst. Bei einer Dauer von sechs Monaten können zum Beispiel 50 Euro fällig werden.

Folgende Papiere brauchst du, um dein Fahrzeug umzumelden:

Das Ummelden des Fahrzeugs kostet zwischen 26 und 29 Euro.

Alte Wohnung putzen und streichen

Zwar steht in den meisten Mietverträgen, dass die Wohnung beim Umzug besenrein zu hinterlassen ist, du solltest sie aber trotzdem putzen, damit du keine Abzüge bei der Kaution riskierst. Lies auch im Mietvertrag nach, ob du dazu verpflichtet bist, die Wohnung zu streichen. Tust du das nicht, musst du auch hier mit Abzügen bei der Mietkaution rechnen.

Alte Wohnung übergeben

Zusammen mit deinem Vermieter gehst du durch deine alte Wohnung und prüfst anhand des Einzugsprotokolls, ob du während deiner Mietzeit Schäden verursacht hast. Lies auch die Zählerstände ab und unterschreibe das Übergabeprotokoll.

Neue Adresse verteilen

Gib deine neue Adresse nicht nur an Freunde, Bekannte und Verwandte weiter. Auch Versicherungen, deinen Arbeitgeber, Banken oder Vereine solltest du informieren. Das gilt auch, wenn du einen Nachsendeauftrag abgeschlossen hast. Läuft er ab, sollte deine neue Adresse allen wichtigen Kontakten bekannt sein.

Paar bei Umzug in neue Wohnung
Nach einem erfolgreichen Umzug kannst du dich in deinem neuen Heim einrichten. © gettyimages/RyanJLane

Die richtige Planung für deinen Umzug 

Einen Umzug richtig zu planen, ist nicht ganz einfach.

Wir wünschen dir viel Freude in deinem neuen Heim!

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