Hagelschaden

Hagelschaden am Auto

Im Sommer kommt es immer wieder zu starken Gewittern mit Sturm und Hagel.

Deshalb ist es für dich wichtig zu wissen, was bei einem Hagelschaden am Auto zu tun ist und welche Versicherung den Schaden zahlt. Wir klären umfassend auf!

Was muss ich bei einem Gutachten beachten?

Manche Hagelschäden sieht man nicht besonders gut. Deshalb solltest du dein Auto auch dann von einem Gutachter untersuchen lassen, wenn du meinst, dass keine Schäden durch den Hagel entstanden sind. Wir erklären dir, was du zum Gutachten wissen musst.

So bereitest du dich auf den Termin vor

Damit der Gutachter alle Hagelschäden entdeckt und seine Geräte gut arbeiten können, ist es wichtig, dass dein Auto sauber und trocken ist. Am besten fährst du vor dem Termin noch einmal durch die Waschstraße. So werden Schäden besser sichtbar.

Halte außerdem deine Fahrzeugpapiere bereit. So kann der Gutachter den Wert des Autos und die Kosten für die Reparatur besser einschätzen.

Das macht der Gutachter

Sind tausende Fahrzeuge in der gleichen Region von einem Hagelschaden betroffen, kommt es bei Sammelterminen zu langen Wartezeiten. Einige Versicherungen, wie beispielsweise Allianz Direct, haben diesem Szenario bereits Abhilfe geschaffen: Ein Hagelscanner halbiert die Zeit der Begutachtung.

Dazu fährt der Versicherte mit seinem Wagen in einen überdimensionalen Scanner, der an eine Waschstraße erinnert. Kameras vermessen den Schaden. Die Daten werden sofort ausgewertet und mit dem Versicherungsnehmer besprochen. Reparatur oder Onlineüberweisung werden noch an Ort und Stelle vom Sachbearbeiter in die Wege geleitet.

Wie werden Hagelschäden am Auto repariert?

Wie aufwändig die Reparatur ist, hängt ganz von der Art des Schadens ab. Bei Dellen ist meist der Lack nicht beschädigt, weshalb die Drück- oder Klebetechnik angewendet wird.

  • Drücktechnik: Dabei werden die Dellen von innen nach außen gedrückt.
  • Klebetechnik: Durch Klebepads lassen sich die Dellen verdecken.

Hat der Hagel aber auch den Lack zerstört, ist zusätzlich eine neue Lackierung fällig.

Bei Glasschäden  kann es durchaus sein, dass die Werkstatt die Scheibe ersetzen muss. Kleinere Schäden lassen sich allerdings auch ohne kompletten Austausch reparieren.

Wann ist die Gefahr für Hagelschäden am größten?

Im Frühsommer, wenn warme und kalte Luftmassen aufeinandertreffen, ist die Gefahr von heftigen Unwettern mit Hagel besonders hoch. Alle Rekord-Hagelschläge der Vergangenheit trafen Autobesitzer fast ausnahmslos im Juni oder Juli, also den Monaten mit den meisten Hageltagen.

Auch der teuerste Hagelsturm in der Geschichte der Kfz-Versicherung ereignete sich an einem Julitag. Mit teilweise tennisballgroßen Hagelkörnern beschädigte der Münchner Hagel im Jahr 1984 in wenigen Minuten jedes dritte Auto.

Starke Hagelschläge der Vergangenheit

  • Münchner Hagel (Juli 1984): 230.000 beschädigte Autos/Schaden ca. 1300 Mio. Euro
  • Kölner Hagel (Juli 1994): 140.000 Autos/Schaden ca. 450 Mio. Euro
  • Hilal (Juni 2008) bei Krefeld: 215.000 Autos/Schaden ca. 600 Mio. Euro
  • Manni & Norbert (Juni 2013) bei Hagen: 190.000 Autos/Schaden ca. 400 Mio. Euro

Immer mehr Hagelschäden

Eine Langzeitbetrachtung der Schadenstatistik zeigt eine klar steigende Zahl von Hagelschäden an Fahrzeugen:

  • 1980 bis 1989: 102.000 Fahrzeuge/Jahr
  • 1990 bis 1999: 226.000 Fahrzeuge/Jahr
  • 2000 bis 2009: 276.000 Fahrzeuge/Jahr

Und die Prognose bleibt schlecht: Der GDV sagt bis 2040 eine Steigerung der Schäden durch Sturm und Hagel um 7 Prozent voraus. Von 2041 bis 2070 soll dieser Wert noch einmal sehr deutlich um 28 Prozent steigen.

Richtig vorsorgen bei Hagel

Wenn du einen Hagelschaden am Auto hast, solltest du das am besten deiner Kaskoversicherung melden. Die Teilkaskoversicherung zahlt den Hagelschaden, du musst nur die Selbstbeteiligung übernehmen. Hast du keine Kaskoversicherung, kannst du den Hagelschaden auf eigene Kosten reparieren lassen. Die Reparaturkosten variieren dabei stark nach Größe und Anzahl der Dellen oder auch ob die Scheibe repariert werden muss.

Willst du hohe Kosten vermeiden, sorge bei schlechtem Wetter am besten vor. Wenn du keinen überdachten Stellplatz hast, kannst du zum Beispiel Hagelschutzmatten nutzen, wodurch die Schäden meist geringer sind. Hagelschutz-Apps warnen dich außerdem vor einem nahenden Unwetter.

Dein Allianz Direct Team wünscht eine sturmfreie Zeit!

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