Elektroauto-Prämie

Prämie für Elektroautos beantragen

Elektroautos sind die umweltfreundliche Alternative zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

Mit ihnen kannst du das Klima in Städten verbessern und die Umwelt schützen. Damit in Deutschland mehr Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen, unterstützt der Staat den Käufer mit einer Kaufprämie. Wir erklären dir alles rund um die Umweltprämie.

Wenn du die Umweltprämie für dein Elektroauto beantragen möchtest, musst du dich davor informieren, ob dein Auto eine Förderung erhält. Dann kannst du einen Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle stellen. Wir erklären dir die wichtigsten Voraussetzungen und alle Schritte zur Antragsstellung:

• Die Umweltprämie

• Die Antragsstellung

• Die Kostenvorteile

Die Umweltprämie 

Seit 2016 erhältst du beim Kauf eines Elektroautos eine Förderung, die sich der Bund und die Autohersteller teilen. Die Umweltprämie bekommst du beim Kauf oder wenn du ein Elektroauto least. Zuständig für die Kaufprämie ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Alle Elektroautos, die eine Förderung erhalten, findest du auf der BAFA-Liste für förderfähige Elektroautos.

Wer kann einen Antrag stellen?

Antragsteller warten in einer Reihe.
Nahezu jeder soll die Elektroauto-Prämie beantragen können. © gettyimages/PeopleImages

Das Ziel der Förderung ist es, Elektrofahrzeuge schnell zu verbreiten, um die Elektromobilität zu verbessern und so die Umwelt zu schonen. Deshalb kann nahezu jeder einen Antrag zur Förderung eines Elektroautos stellen:

• Privatpersonen

• Unternehmen

• Stiftungen

• Körperschaften

• Vereine

Ausgeschlossen sind dagegen nur

• der Bund,

• die Bundesländer,

• ihre Einrichtungen und Kommunen

• und auch die Automobilhersteller, die sich an der Finanzierung des Umweltbonus beteiligen.

Für welche Autos kann ich einen Antrag stellen?

Die Förderung für ein Elektrofahrzeug erhältst du beim Kauf oder wenn du ein Elektroauto least. In beiden Fällen muss es die Erstzulassung des Fahrzeuges sein.

Außerdem muss der Netto-Listenpreis des Elektroautos unter 60.000 Euro liegen. Der Netto-Listenpreis ist der Kaufpreis oder Leasingpreis des Basismodelles deines Autos. Das bedeutet: ohne Sonderausstattungen wie zum Beispiel Sitzheizung oder besondere Sitzbezüge. Der Netto-Listenpreis kann auch schon Preisnachlässe enthalten, die du vom Händler bekommst.

Eine Förderung erhalten reine Batterie-Elektrofahrzeuge, Pkw mit Brennstoffzelle und von außen aufladbare Plug-in-Hybride.

• Elektroautos (Batterie-Elektrofahrzeuge): Die Elektrofahrzeuge werden nur durch eine Batterie elektrisch angetrieben.

• Fahrzeuge mit Brennstoffzelle: Sie erzeugen durch Wasserstoff oder Methanol elektrische Energie. Im Gegensatz zu einem Elektroauto ist ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle schneller aufgeladen und kann mehr Kilometer fahren.

• Plug-in-Hybride: Ein Fahrzeug mit Plug-in-Hybrid hat einen Elektromotor und zusätzlich einen Verbrennungsmotor (wie herkömmliche Fahrzeuge). Beide Motoren können das Auto gemeinsam oder einzeln antreiben. Auf Kurzstrecken fahren Hybrid-Fahrzeuge nur mit dem Elektromotor. Plug-in-Hybride kannst du wie Elektroautos mit einem Stecker aufladen.

Für das Elektro-Fahrzeug gilt außerdem, dass es der Klasse M1, N1 beziehungsweise N2 angehört und es für die Fahrerlaubnis der Klasse B im Inland zugelassen ist.

• Klasse M1: Fahrzeuge der Klasse M1 dienen der Personenbeförderung und dürfen maximal acht Sitze zusätzlich zum Fahrersitz haben (zum Beispiel Autos und Wohnmobile).

• Klasse N1 und N2: Die Klassen N1 und N2 umfassen Kraftfahrzeuge, die Güter transportieren und eine zulässige Gesamtmasse von bis zu 3,5 Tonnen (N1) oder bis zu 12 Tonnen (N2) haben (zum Beispiel Lkw und Lieferwagen).

• Fahrerlaubnis Klasse B im Inland: Die Fahrerlaubnis der Klasse B erhältst du beim TÜV.

Wenn du sichergehen möchtest, dass dein Elektroauto eine Förderung erhält, kannst du auf der Liste des BAFA nachsehen. Dort findest du alle Elektrofahrzeuge, für die du die Umweltprämie beantragen kannst.

Wer bezahlt die Umweltprämie?

Glas mit Münzen und junger Pflanze darauf
Die E-Auto-Prämie zahlen der Bund und die Automobilhersteller. © gettyimages/lovelyday12

Die Förderung für dein Elektroauto zahlt zur Hälfte der Bund und zur anderen Hälfte der Automobilhersteller. Den Anteil vom Bund erhältst du durch den Antrag für die Elektroauto-Prämie. Den Teil des Herstellers erhältst du direkt beim Kauf deines Elektroautos. Der Betrag ist im Kaufvertrag oder im Leasingvertrag bereits enthalten.

Den Zuschuss vom Bund finanzieren die Energie- und Klimafonds. Das Sondervermögen in Höhe von drei Milliarden Euro stellt jährlich das Bundesfinanzministerium bereit. Es dient zur Unterstützung der Energiewende.

Wie viel Geld bekomme ich als Förderung?

Frau hält einen von vielen Geldscheinen.
Die Summe der Elektroauto-Förderung erhöhen die Automobilhersteller teilweise freiwillig. © gettyimages/lovro77

Wenn du ein reines Batterie-Elektrofahrzeug oder ein Brennstoffzellen-Fahrzeug kaufst, erhältst du 4.000 Euro. Für von außen aufladbare Plug-in-Hybride erhältst du 3.000 Euro.

Manche Autohersteller erhöhen sogar noch ihren Anteil der Prämie, um den Verkauf von Elektrofahrzeugen zu fördern.

Die Antragsstellung

Du hast dir ein Elektrofahrzeug gekauft und möchtest nun die Förderung vom Bund beantragen? Wir erklären dir, wie die Antragsstellung funktioniert: wo du den Antrag stellen kannst, welche Dokumente du dafür benötigst und wie viel Zeit du für die Antragsstellung noch hast.

Paar sitzt vor einem Laptop.
Die E-Auto-Prämie kannst du ganz einfach online beantragen. © gettyimages/shapecharge

Wie stelle ich den Antrag?

Den Antrag musst du beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen. Die Antragsstellung besteht aus zwei Schritten, die wir dir im Folgenden erklären. Wenn du hierbei Unterstützung möchtest, kannst du bei deinem Autohändler nachfragen. Viele Verkäufer unterstützen oder übernehmen sogar das Ausfüllen des Antrags beim Kauf des Elektrofahrzeuges.

1. Stufe: Den Online-Antrag stellen

Den Antrag für die E-Auto-Prämie musst du online ausfüllen und im Online-Portal abschicken. Zusätzlich dazu musst du den Kaufvertrag oder den Leasingvertrag einscannen und im Online-Portal hochladen. Bei einem Leasingvertrag musst du die Kalkulation der Leasingraten ohne den Umweltbonus hochladen.

Die Unterlagen werden dann geprüft. War die Prüfung erfolgreich, geht es mit dem zweiten Schritt weiter.

2. Stufe: Der Verwendungsnachweis

In dem sogenannten „Verwendungsnachweis-Verfahren“ müssen die Rechnung und der Nachweis für die Zulassung des Elektroautos hochgeladen werden (sie erhältst du beim Anmelden des Fahrzeuges auf deiner Zulassungsstelle). Diesen Schritt musst du ebenfalls, wie auch den Antrag selbst, online durchführen.

Nachdem deine Unterlagen geprüft und angenommen wurden, wird dir der Umweltbonus auf dein Konto überwiesen.

Das solltest du beachten: Weil die Förderung zur einen Hälfte vom Bund und zur anderen Hälfte vom Automobilhersteller stammt, bekommst du jetzt nur die Hälfte des Bundes. Die andere Hälfte der Förderung des Automobilherstellers hast du schon beim Kauf (siehe Kaufvertrag) erhalten.

Welche Unterlagen benötige ich für den Antrag?

Stapel aus vielen Unterlagen
Für den Antrag der Elektroauto-Prämie benötigst du nur wenige Unterlagen. © gettyimages/artisteer

Damit die Antragsstellung problemlos funktioniert, haben wir dir nochmal alle Unterlagen aufgelistet, die du für den Antrag benötigst:

• das Formular für den Antrag zur Förderung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen*

• den Kauf- oder Leasingvertrag des Elektroautos

• bei Leasing: die Kalkulation der Leasingraten ohne den Umweltbonus

• die elektronische Verwendungsnachweis-Erklärung*

• die Rechnung des Elektroautos

• den Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil I und II) des Elektroautos (erhältst du bei der Anmeldung auf der Zulassungsstelle)

*Der Antrag zur Förderung und die Verwendungsnachweis-Erklärung sind keine klassischen Formulare, die du ausdrucken und ausfüllen kannst. Hierbei handelt es sich immer um elektronische Formulare, die du online Schritt für Schritt durchgehen musst.

Wie lange habe ich Zeit, um einen Antrag zu stellen?

Gelber Wecker auf buntem Hintergrund
Für die Antragsstellung hast du noch bis Ende Juni 2019 Zeit. © gettyimages/Dash_med

Die Bundesregierung stellt insgesamt 1,2 Milliarden Euro für die Förderung der Elektromobilität zur Verfügung. Der Betrag reicht ungefähr für 300.000 Fahrzeuge. Das Geld steht noch bis Ende Juni 2019 zur Verfügung. Wird es bis dahin nicht aufgebraucht, verfällt es.

Wenn der Betrag schon vor dem Juni 2019 komplett ausgegeben wurde, erhältst du keine Förderung mehr. Bis jetzt (Stand Juli 2018) haben aber nur sehr wenige Leute eine Elektroauto-Förderung beantragt. Deshalb wird das Budget vermutlich bis Ende Juni 2019 reichen. Solange hast du Zeit, den Antrag zur Elektroauto-Förderung zu stellen.

Die Kostenvorteile 

Die Anschaffung eines Elektroautos wirkt im ersten Moment teurer als die eines Autos, das mit Benzin oder Diesel fährt. Durch die Kaufprämie sparst du aber nicht nur am Kaufpreis. Es gibt auch noch weitere Kostenvorteile für Elektroautos.

Steuervorteile beim Kauf eines Elektroautos

Wenn du dein Elektroauto bis 2020 kaufst, musst du die ersten zehn Jahre keine Kfz-Steuer bezahlen. Das gilt vor allem, wenn das Auto zum ersten Mal zugelassen wird.

Anders als bei Benzinern oder Diesel-Fahrzeugen wird die Steuer nicht nach Hubraum und Emissionen berechnet, sondern nach dem Gewicht:

• bis max. 2.000 Kilo zulässiges Gesamtgewicht: 5,625 Euro pro angefangene 200 Kilo und Jahr

• bis max. 3.000 Kilo zulässiges Gesamtgewicht: 6,01 Euro pro angefangene 200 Kilo und Jahr

• mehr als 3.500 Kilo zulässiges Gesamtgewicht: 6,39 Euro pro angefangene 200 Kilo und Jahr

Beispiel für Steuervorteile eines Elektroautos mit 2.500 Kilo zulässigem Gesamtgewicht:

2.500 kg ÷ 200 kg = 12,5

12,5 × 6,01 € = 75,13 € Steuervorteil (im Jahr)

Die Kfz-Steuer für ein Jahr würde also 75,13 Euro kosten. In zehn Jahren sparst du so 751,30 Euro. Auch nach Ablauf der zehn Jahre ist die Kfz-Steuer für ein Elektroauto billiger als für ein herkömmliches Auto.

Förderung für den Einbau einer Ladestation

Vater steht mit Sohn neben E-Auto und lädt es.
In machen Bundesländern und Städten erhältst du eine Förderung für den Einbau einer Ladestation. © gettyimages/simonkr

Das Elektroauto kann theoretisch an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose geladen werden. Die Ladezeit erhöht sich so aber enorm und es besteht die Gefahr eines Kabelbrands, weil die Steckdose durch die lange Ladezeit stark beansprucht wird.

Wer also ein Elektroauto besitzt, sollte sich dafür eine extra Stromleitung und Steckdose in der privaten Garage einbauen lassen. Die Frage ist: Gibt es auch für den Einbau eine Förderung?

Ja und nein. Die Höhe der Förderung unterscheidet sich stark je nach Bundesland und Stadt. In manchen Städten gibt es auch gar keine Förderung. Um herauszufinden, ob du in deiner Stadt eine Förderung erhältst, informiere dich sich am besten online auf dem jeweiligen Stadtportal oder rufst einfach bei deiner Gemeinde an und fragst nach.

Der Aufwand lohnt sich! 

Der Aufwand für das Beantragen der Elektroauto-Prämie und den Einbau einer Ladestation ist zwar etwas höher als bei einem herkömmlichen Auto. Aber wenn du eine Elektroauto-Förderung beantragst, kannst du so die Kosten gering halten und die Umwelt wird es dir auf jeden Fall danken.

Wir wünschen dir mit deinem neuen Elektroauto allzeit gute Fahrt! Deine Allianz Direct

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