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- Wann kann ich meine Motorradversicherung wechseln?
- Welche Gründe sprechen für einen Wechsel der Motorradversicherung?
- Schritt für Schritt: Wie wechsle ich die Motorradversicherung?
- Welche Unterlagen brauche ich für den Wechsel der Motorradversicherung?
- Worauf sollte ich bei einem Tarifwechsel achten?
- Wann lohnen sich Saisonkennzeichen?
- FAQ
Das Wichtigste im Überblick
- Die ordentliche Kündigungsfrist endet in der Regel spätestens ein Monat vor Vertragsende. Das ist bei den meisten Motorradversicherungen spätestens am 30. November.
- Unter bestimmten Bedingungen, etwa bei einer Beitragserhöhung oder nach einem Schadenfall, hast du ein Sonderkündigungsrecht und kannst deinen Vertrag vorzeitig beenden.
- Schließe zuerst den neuen Vertrag ab, bevor du den alten kündigst. So vermeidest du eine Versicherungslücke.
- Ein Wechsel der Motorradversicherung lohnt sich nicht nur wegen des Preises: Auch für dich passendere Leistungen und bessere Konditionen beim SF-Rabatt können gute Gründe sein.
Wann kann ich meine Motorradversicherung wechseln?
Regulär kannst du deine Motorradversicherung zum Ende der Vertragslaufzeit wechseln. Das ist in der Regel zum Jahresende der Fall. Dann fällt der letztmögliche Kündigungstermin auf den 30. November.
Neben der ordentlichen Kündigung zum Ende der Vertragslaufzeit kannst du in bestimmten Fällen ein Sonderkündigungsrecht nutzen und außerordentlich kündigen.
Tipp: Ab Sommerende lohnt sich ein Versicherungsvergleich. Meistens bieten die Versicherer im Spätsommer neue Tarife mit günstigen Konditionen, die du zum 1. Januar des Folgejahres abschließen kannst.
Wann gilt ein Sonderkündigungsrecht?
In den folgenden drei häufigsten Fällen steht dir ein Sonderkündigungsrecht zu, mit dem du deinen Motorradversicherungs-Vertrag außerordentlich kündigen kannst:
- Bei einer Beitragserhöhung: Wenn der Versicherer die Beiträge anhebt, ohne gleichzeitig die Leistungen zu verbessern (auch bei Einstufung deines Fahrzeugs in eine höhere und damit teurere Typ- oder Regionalklasse – ausgenommen bei Umzug).
- Bei einem Schadenfall: Sowohl nach Regulierung als auch bei Ablehnung der Kostenübernahme im Schadenfall kannst du die Motorradversicherung kündigen.
- Bei Verkauf oder Stilllegung des versicherten Fahrzeugs.
Legst du dein Motorrad still, ruht der Versicherungsvertrag zunächst. Er endet automatisch nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Ruheversicherung. Verkaufst du dein Motorrad, geht die Versicherung auf den Erwerber über.
Bei den anderen Gründen hast du einen Monat Zeit außerordentlich zu kündigen. Gib immer den Grund für deine Sonderkündigung an, so ist klar, weshalb du kündigst.
Was ist die Monats-Frist?
Die ordentliche Kündigung hat eine Frist von einem Monat. Die Kündigung muss spätestens einen Monat vor Ende der Vertragslaufzeit beim Versicherer eingehen.
Meistens laufen Motorradversicherungen genau ein Kalenderjahr und verlängern sich automatisch, wenn sie nicht rechtzeitig gekündigt werden. Das macht den 30. November zum klassischen Stichtag für den Wechsel. Es gibt auch Verträge mit unterjähriger Hauptfälligkeit – ein Blick in deinen Versicherungsschein verrät das genaue Datum.
Wichtig: Wenn du deine Versicherung kündigen möchtest, zählt für die Kündigungsfrist der Tag, an dem die Kündigung beim Versicherer eingeht. Sende die Kündigung daher rechtzeitig ab, zum Beispiel per E-Mail, über dein Kundenkonto oder schriftlich per Post, und bewahre einen Versand- oder Eingangsnachweis auf.
Was muss im Kündigungsschreiben an meinen Motorradversicherer enthalten sein?
Damit deine Kündigung der Motorradversicherung reibungslos bearbeitet werden kann, sollten folgende Punkte im Kündigungsschreiben enthalten sein:
- Deinen vollständigen Namen und deine Anschrift: So kann dein Versicherer dich eindeutig zuordnen.
- Deine Versicherungs- oder Policen-Nummer: Damit wird dein Vertrag schnell und korrekt gefunden.
- Das gewünschte Kündigungsdatum: Der Termin, zu dem dein Vertrag enden soll.
- Die Bitte um eine schriftliche Kündigungsbestätigung: So hast du einen Nachweis, dass deine Kündigung eingegangen ist und bearbeitet wird.
- Deine eigenhändige Unterschrift: Sie gehört dazu, wenn du deine Kündigung noch per Brief verschickst. Kannst du den Vertrag in Textform kündigen, so brauchst du natürlich die E-Mail nicht zu unterschreiben.
- Bei einer Sonderkündigung: den Kündigungsgrund: Wenn du außerordentlich kündigst, musst du den Grund angeben. Bei einer normalen, fristgerechten Kündigung ist das nicht erforderlich. Dennoch lohnt es sich, dass du klarstellst, dass du „ordentlich“ kündigst.
- Prüfe vor dem Versand den zulässigen Kündigungsweg: Schau am besten vorher nach, ob dein Versicherer die Kündigung auch per E-Mail akzeptiert. Gesetzlich ist die Akzeptanz der Kündigung per E-Mail für alle Verträge, welche seit dem 1. Oktober 2016 geschlossen wurden Pflicht.
Hier findest du ein Musterkündigungsschreiben zum Download.
Welche Gründe sprechen für einen Wechsel der Motorradversicherung?
Es kann sich lohnen, Anbieter und Tarife zu vergleichen. Durch einen Wechsel der Motorradversicherung kannst du in der Regel bei den Beiträgen sparen, mehr Leistungen erhalten oder einen Service finden, der besser zu deinen Bedürfnissen passt.
Sparen beim Versicherungswechsel: Einer der häufigsten Wechselgründe ist ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, besonders nach einer Beitragserhöhung des aktuellen Versicherers. Mit einem Tarifvergleich findest du häufig Angebote, die dir vergleichbare oder sogar bessere Leistungen zu einem günstigeren Beitrag bieten. Vorsicht: Auch wenn niedrige Preise verlockend klingen – du solltest auch auf die Leistungen und Deckungssummen achten.
Versicherungsschutz anpassen: Ein Wechsel gibt dir die Möglichkeit, stärkere Leistungen in deinen Vertrag aufzunehmen. Dazu gehören zum Beispiel eine erweiterte Wildschadendeckung, eine längere Neuwertentschädigung, die Absicherung von Folgeschäden nach Tierbissen, der Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit und hohe Deckungssummen in der Haftpflicht.
Passender Service: Wenn du Wert auf digitale Services legst und deine Versicherung bequem online verwalten möchtest, kann sich der Wechsel zu einer Direktversicherung lohnen.
Schritt für Schritt: Wie wechsle ich die Motorradversicherung?
Schritt 1: Aktuelle Versicherungssituation prüfen
Prüfe deinen Versicherungsschein und notiere das genaue Vertragsende sowie deine aktuelle Schadenfreiheitsklasse. Beides brauchst du für den Vergleich verschiedener Tarife.
Schritt 2: Tarife vergleichen
Vergleiche verschiedene Anbieter und achte dabei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Leistungsumfang und die Höhe der Deckungssummen. Nur mit einem möglichst deckungsgleichen Angebot im Leistungsumfang kannst du dir ein Urteil über das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bilden.
Schritt 3: Neuen Vertrag abschließen
Schließe den neuen Vertrag ab, bevor du den alten kündigst. Du erhältst anschließend die eVB-Nummer (elektronische Versicherungsbestätigung) deines neuen Anbieters – die brauchst du auch für die Zulassungsstelle.
Schritt 4: Alte Versicherung fristgerecht kündigen
Kündige deinen bisherigen Vertrag schriftlich und achte auf die Kündigungsfrist von einem Monat zum Vertragsende. Informiere dich bei deinem Versicherer, wie die Kündigung eingehen soll.
Schritt 5: Kündigungsbestätigung abwarten
Dein bisheriger Versicherer muss dir die Kündigung schriftlich bestätigen. Bewahre diese Bestätigung gut auf – sie ist dein Nachweis, dass der alte Vertrag tatsächlich endet.
Schritt 6: Neue Versicherungsdokumente kontrollieren
Prüfe nach dem Wechsel, ob deine SF-Klasse korrekt übertragen wurde und ob alle vereinbarten Leistungen im neuen Versicherungsschein stehen. Bei Abweichungen solltest du sofort Kontakt zu deinem neuen Versicherer aufnehmen.

Du willst deine Motorradversicherung wechseln?
Welche Unterlagen brauche ich für den Wechsel der Motorradversicherung?
Hast du deine alte Versicherung gekündigt und möchtest zu einer neuen Motorradversicherung wechseln, benötigst du folgende Dokumente:
- Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein): Daraus ergeben sich wichtige Fahrzeugdaten wie Marke, Typ und Leistung.
- Letzte Beitragsrechnung oder bisheriger Versicherungsschein: Hier findest du deine aktuelle Schadenfreiheitsklasse, die für den neuen Beitrag wichtig ist.
- Führerschein: Vor allem das Datum der Erteilung spielt für die Tarifberechnung eine Rolle.
- Angaben zur Nutzung: Dazu gehören deine geschätzte jährliche Fahrleistung und der Fahrerkreis.
Wichtig: Den neuen Vertrag solltest du abgeschlossen haben, bevor du die alte Versicherung kündigst. So bleibst du lückenlos versichert. Auch für die Zulassungsstelle benötigst du die eVB-Nummer (elektronische Versicherungsbestätigung) deines neuen Anbieters.
Worauf sollte ich bei einem Tarifwechsel achten?
Bei einem Tarifwechsel solltest du nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf den Leistungsumfang und die Vertragsdetails.
- Achte auf hohe Deckungssummen in der Haftpflicht. Denn ein schwerer Unfall kann Schadensummen verursachen, die über der gesetzlichen Mindestdeckung liegen. Die Versicherungssumme bei Allianz Direct beträgt 100 Millionen Euro, je geschädigte Person maximal 15 Millionen Euro.
- Prüfe den Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit. Dann bist du in der Vollkaskoversicherung auch geschützt, wenn dir ein folgenschwerer Fahrfehler passiert, etwa wenn du eine rote Ampel übersiehst oder zu schnell unterwegs bist.
- Setze auf eine erweiterte Wildschadendeckung. Manche Versicherer leisten in der Teilkaskoversicherung nicht nur bei Unfällen mit Haarwild wie Rehen, sondern auch bei Zusammenstößen mit Tieren aller Art.
- Prüfe die Neuwertentschädigung. Bei neuen Motorrädern sind Diebstahl oder Totalschaden besonders kostspielig. Dafür gibt es Tarife, wie bei Allianz Direct im Tarif Direct Plus, welche den Neuwert länger erstatten als andere – und nicht nur den geringeren Wiederbeschaffungswert berechnen.
- Gibt es eine Mallorca-Police? Wenn du im europäischen Ausland Mietfahrzeuge nutzt, solltest du nachsehen, ob dieser Schutz auch für Mietmotorräder gilt.
- Beschränke oder erweitere den Fahrerkreis. Wie viele Personen werden dein Motorrad fahren? Willst du beim Beitrag sparen, solltest du möglichst wenige Personen im Fahrerkreis angegeben.
- Vereinbare eine Selbstbeteiligung. Eine Selbstbeteiligung von zum Beispiel 150 Euro in der Teilkasko und 300 Euro in der Vollkasko kann die Prämie spürbar senken.
Wann lohnen sich Saisonkennzeichen?
Saisonkennzeichen lohnen sich für alle, die ihr Motorrad nicht das ganze Jahr, sondern nur in einigen Monaten fahren. Nutzt du dein Zweirad zum Beispiel nur in den warmen Sommermonaten, kannst du dein Motorrad mit Saisonkennzeichen anmelden und zahlst nur für diese Monate Versicherungsbeiträge.
Was ist der größte Vorteil bei Saisonkennzeichen für Motorräder?
Der größte Vorteil ist die finanzielle Ersparnis. Du zahlst die Beiträge und die Kraftfahrzeugsteuer nur anteilig für den Zeitraum, in dem das Bike tatsächlich zugelassen ist.
Das heißt: Wenn du dein Motorrad zum Beispiel nur von März bis Oktober anmeldest, wird deine Versicherung und deine Kfz-Steuer im Vergleich zu einer ganzjährigen Zulassung im Schnitt um bis zu 30 Prozent günstiger.
Tipp: Damit sich das Saisonkennzeichen auch langfristig für dich rechnet, solltest du einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten wählen. Der Grund: Deine Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) verbessert sich in der Regel nur dann zum nächsten Jahr, wenn das Fahrzeug mindestens ein halbes Jahr (180 Tage) im Kalenderjahr versichert war.
Was ist mit den anderen Monaten der Versicherung?
Außerhalb der Monate, für die dein Motorrad mit dem Saisonkennzeichen angemeldet und versichert ist, darfst du mit dem Zweirad nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Ausgenommen sind Fahrten, die im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren, der Hauptuntersuchung, Sicherheitsprüfung oder Abgasuntersuchung stehen. Diese Fahrten sind jedoch nur im für den Fahrzeughalter zuständigen Zulassungsbezirk sowie in einem angrenzenden Bezirk erlaubt.
Und trotzdem ist es versichert: Dafür sorgt die sogenannte Ruheversicherung. Während dieser Zeit hast du Kfz-Haftpflichtversicherungsschutz. Teilkaskoversicherungsschutz besteht nur, wenn dieser zuvor mitversichert wurde.
Das bedeutet, dass deine Maschine in der Regel weiterhin gegen Risiken wie Diebstahl oder Brandschäden versichert ist, solange sie in einem Einstellraum (z.B. einer Einzel- oder Sammelgarage) oder auf einem umfriedeten Abstellplatz (z.B. durch einen Zaun umschlossen), abgestellt ist.
Was muss ich beim Wechsel der Versicherung bei Saisonkennzeichen beachten?
Möchtest du deine Versicherung mit Saisonkennzeichen wechseln, musst du häufig andere Stichtage beachten als den klassischen 30. November. Die Kündigungsfrist beträgt zwar oft einen Monat zum Vertragsende, allerdings können sich Vertragslaufzeit und Kündigungstermine je nach Versicherer unterscheiden. Prüfe deshalb die Bedingungen deines Vertrags rechtzeitig, damit du die für dich geltende Frist nicht verpasst.
Beispiel: Startet deine Saison am 1. April, kann die Kündigung unter Umständen bereits bis zum 28. Februar erforderlich sein. Da Versicherer unterschiedliche Regelungen für Vertragsende und Kündigungsfristen haben, solltest du die genauen Vorgaben in deinen Vertragsunterlagen prüfen.
FAQ
Antworten auf häufige Fragen zum Wechsel der Motorradversicherung:
Bis wann muss ich meine Motorradversicherung kündigen?
Die Kündigung muss einen Monat vor Vertragsende beim Versicherer eingegangen sein. Bei den meisten Motorradversicherungen läuft der Vertrag bis zum 31. Dezember, der Stichtag ist also der 30. November. Schau in deinen Versicherungsschein, falls dein Vertrag ein anderes Laufzeitende hat. Bei Saisonkennzeichen gelten dieselben Kündigungsfristen. Das Ende der Saison (z. B. Oktober) ist jedoch nicht automatisch das Vertragsende. Maßgeblich ist der im Versicherungsschein genannte Ablauftermin des Versicherungsvertrags.
Was passiert mit meiner SF-Klasse?
Deine Schadenfreiheitsklasse wird elektronisch auf den neuen Versicherer übertragen. Du verlierst sie also nicht. Wichtig ist, dass du deinem neuen Anbieter die aktuelle SF-Klasse nachweist — am einfachsten über deine letzte Beitragsrechnung oder den bisherigen Versicherungsschein. Sondereinstufungen oder Rabattschutz werden nicht übernommen.
Kann ein Motorradversicherer mich ablehnen?
Bei der gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflichtversicherung darf dich die Versicherung nur in Ausnahmefällen ablehnen. Trotzdem solltest du zuerst den neuen Vertrag abschließen und die schriftliche Bestätigung abwarten, bevor du deinen alten Vertrag kündigst.
Brauche ich eine neue eVB-Nummer?
Ja, du erhältst von deinem neuen Versicherer eine neue eVB-Nummer. Diese siebenstellige Nummer dient als digitaler Nachweis über deinen Versicherungsschutz und wird meist vom Anbieter automatisch an die zuständige Zulassungsstelle übermittelt. Bei einem regulären Versicherungswechsel musst du dich normalerweise nicht selbst darum kümmern.
Was gilt nicht als Grund für die außerordentliche Kündigung?
Preiserhöhungen durch gesetzliche Änderungen, wie etwa eine Erhöhung der Versicherungssteuer oder ein Umzug des Versicherungsnehmers in eine teurere Regionalklasse sind keine Gründe für eine außerordentliche Kündigung.
Was kostet der Wechsel der Motorradversicherung?
Der Versicherungswechsel selbst ist kostenlos.
Sollte ich erst kündigen und dann eine neue Motorradversicherung suchen?
Nein, du solltest zuerst den neuen Vertrag abschließen und die Bestätigung abwarten. So vermeidest du eine Versicherungslücke.
