Wie entsteht eigentlich Stau?

Wie entsteht eigentlich Stau?

Wir erklären dir, was ein Stau ist und wie du ihn mit den wichtigsten Grundregeln vermeidest.

Wie verhältst du dich richtig? Wir zeigen dir auch, was du bei einem Stau auf der Autobahn oder im Tunnel beachten musst.

Wir haben mit Carla Bormann vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und einem ADAC-Experten über Stau und das richtige Verhalten bei einer Verkehrsstörung gesprochen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen dazu:

  • Wie entsteht Stau?
  • Wie verhalte ich mich richtig bei einem Stau?
  • Muss ich bei einem Stau immer eine Rettungsgasse bilden?
  • Was muss ich bei einem Stau beachten?
  • Kann ich Staus vermeiden?

Wie entsteht Stau? 

Hast du dich auch schon oft gefragt, wie und warum ein Stau im Straßenverkehr eigentlich entsteht? Wir erklären dir hier, was ein Stau ist, wie es zu Verkehrsstörungen kommt und warum Staus aus dem Nichts entstehen können.

Wann spricht man von einem Stau? „Fahren mehrere Fahrzeuge im Straßenverkehr einen Kilometer oder über fünf Minuten unter 40 km/h, ist das eine Verkehrsstörung“, erklärt ein Experte des ADAC. Liegt die durchschnittliche Geschwindigkeit zwischen 40 und 20 km/h, wird von stockendem Verkehr gesprochen. „Fahren die Autos unter 20 km/h ist das Stau“, so der ADAC-Experte.

Ein Stau lässt sich nicht immer auf eine bestimmte Ursache zurückführen. Es ist also nicht grundsätzlich eine Baustelle oder ein Unfall für die Verzögerung verantwortlich. Meistens kommt es zu einer Stauwelle, die vor allem durch zu dichtes Auffahren oder durch zu viele Autos auf der Straße entsteht. Der Verkehrsfluss wird gestört, die Fahrzeuge müssen abbremsen. Daraus folgt eine Kettenreaktion.

Warum entsteht ein Stau?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Staus entstehen. Die häufigsten Ursachen sind:

  • Überlastung: Auf den Straßen herrscht oft zu viel Verkehr. Vor allem in der Urlaubszeit kommt es zu Staus, weil zu viele Fahrzeuge unterwegs sind. Oft werden dann Sicherheitsabstände nicht mehr eingehalten und die Verkehrsteilnehmer fahren nicht das gleiche Tempo. Ein Stau aus dem Nichts entsteht. Vermeide Stoßzeiten wie zum Beispiel den Ferienanfang.
  • Geschwindigkeitsunterschiede: Sind viele Autos auf der Straße unterwegs, kommt es zu großen Geschwindigkeitsunterschieden. Würden alle Fahrzeuge im gleichen Tempo fahren, gäbe es viel weniger Staus.
  • Dichtes Auffahren: Fährst du deinem Vordermann zu dicht auf und bremst wieder scharf, behindert das den Verkehrsfluss. In den Fällen kommt es zu einer Kettenreaktion. Ein Stau entsteht. Im Notfall ist auch der Bremsweg zu kurz und es passieren Auffahrunfälle.
  • Baustellen: Befindet sich auf der Straße eine Baustelle, ist meist ein Streckenabschnitt oder eine Spur gesperrt. Weil viele Autofahrer das sogenannte Reißverschlussverfahren nicht korrekt beachten, kommt es zu einem Stau. Wie das Reißverschlussverfahren funktioniert, erklären wir dir im nächsten Abschnitt.
  • Unfälle: Bei Unfällen im Straßenverkehr fahren Autofahrer oft langsamer, um das Geschehen beobachten zu können. Bremst du am Unfallort ab, kommt es zu unnötigen Verzögerungen. Außerdem ist es riskant und kann zu Folgeunfällen führen.

Wie kommt es zu einem Stau aus dem Nichts?

Der Stau aus dem Nichts wird auch Phantomstau genannt. Er ist eine Verkehrsstörung, die keine bestimmte Ursache hat. Er entsteht meist durch eine Kettenreaktion, an der die Verkehrsteilnehmer selbst schuld sind. Normalerweise wird ein Stau aus dem Nichts durch zu dichtes Auffahren und häufige Spurwechsel ausgelöst.

Das passiert so: Fährt dein Vordermann einem Fahrzeug zu dicht auf und muss bremsen, musst auch du deutlich langsamer fahren. Genauso geht es deinem Hintermann und auch dem Fahrzeug dahinter. Es kommt zu einer Kettenreaktion. Der fließende Verkehr wird zu einem Stau, der sich schnell über einige Kilometer ausbreiten kann.

Stauforscher raten Autofahrern, ihre Geschwindigkeit dem Vordermann anzupassen statt zu überholen. Außerdem solltest du unnötige Spurwechsel vermeiden und den Sicherheitsabstand einhalten. Fahre nicht zu dicht auf und bremse nicht plötzlich ab, sondern verlangsame frühzeitig das Tempo. Der Verkehr bleibt so besser im Fluss und du kommst am Ende schneller voran.

Interessant: Derjenige, der einen Phantomstau auslöst, bekommt normalerweise gar nichts davon mit. Der Stau entsteht meist erst 15 bis 25 Meter hinter ihm. Der Verursacher ist also längst weg, während andere Fahrzeuge noch stehen.

Den richtigen Sicherheitsabstand einhalten

In § 4 Abs. 1 StVO steht, dass der Abstand zum Vordermann so groß sein muss, dass man problemlos hinter ihm anhalten kann. Auf der Autobahn gilt die Zwei-Sekunden-Regel oder die Faustformel: halber Tacho in Metern.

Die Zwei-Sekunden-Regel bedeutet: Suche dir einen bestimmten Punkt auf der Straße oder am Fahrbahnrand. Hat das Fahrzeug vor dir diesen Punkt erreicht, zählst du im Sekundentakt bis zwei. Erst dann solltest du selbst an dem ausgesuchten Punkt ankommen. Bist du früher dort, ist dein Sicherheitsabstand zu gering.

Der halbe Tacho in Metern bedeutet: Bist du mit 100 km/h unterwegs, musst du einen Sicherheitsabstand von mindestens 50 Metern einhalten. Orientiere dich dabei an den Leitpfosten. Sie sind in der Regel im Abstand von 50 Metern aufgestellt.

Hältst du zu wenig Sicherheitsabstand zu deinem Vordermann, riskierst du nicht nur einen Unfall oder einen Stau. Du musst auch mit einem Bußgeld bis zu 400 Euro rechnen. Ein Fahrverbot und 1 bis 2 Punkte in Flensburg sind außerdem möglich.

Dichtes Auffahren
Fährst du deinem Vordermann zu dicht auf, musst du mit einem Bußgeld rechnen. © iStock/MadCircles

Wie verhalte ich mich richtig in einem Stau? 

Staut sich plötzlich der Verkehr, handeln viele Autofahrer oft unüberlegt. Wenn du aber auf dem Standstreifen weiterfahren oder die Rettungsgasse nicht beachtest, kann das schlimme Folgen haben.

Die wichtigsten Grundregeln

Wenn du die folgenden Regeln beachtest, kannst du dazu beitragen, dass sich der Stau schnell auflöst und alle Verkehrsteilnehmer weiterfahren können.

1. Vorausschauend fahren

Merkst du, dass sich vor dir ein Stau bildet, fahre etwas langsamer. Du solltest aber nicht plötzlich bremsen, sonst kann dir der Hintermann auffahren. Schalte sofort die Warnblinkanlage ein, um andere Verkehrsteilnehmer aufmerksam zu machen. Halte mindestens zwei Wagenlängen Abstand zu deinem Vordermann.

2. Nicht aussteigen

Stehst du mit deinem Fahrzeug im Stau, darfst du die Fahrbahn nicht betreten. Das ist nur in Notfällen erlaubt: Zum Beispiel, wenn eine Unfallstelle gesichert werden muss. Auch wenn du auf die Toilette willst, musst du bis zum nächsten Parkplatz warten. Sonst fällt eine Strafe von 10 Euro an.

Das solltest du wissen: Bei einer Vollsperrung darfst du dein Fahrzeug verlassen. Du kannst aussteigen und dir die Füße vertreten. Informiere dich aber vorher über das Radio oder dein Navigationsgerät und beachte die Anweisungen der Polizei. Steigst du bei einer Vollsperrung aus dem Auto, solltest du trotzdem den Verkehr im Blick behalten.

3. Nicht den Standsteifen benutzen

Wenn du auf dem Standstreifen am Stau vorbeifährst, kostet das 75 Euro Strafe und du bekommst einen Punkt in Flensburg. Du darfst nur auf dem Standstreifen fahren, wenn Schilder anzeigen, dass er als Fahrspur genutzt werden kann.

Wenn du im Stau rückwärts fährst oder wendest, musst du mit einer Strafe bis zu 200 Euro, 2 Punkten in Flensburg und einem Fahrverbot rechnen.

Das solltest du wissen: Auch mit dem Motorrad darfst du nicht einfach an einem Stau vorbeifahren. Das kostet ein Bußgeld von 100 Euro und du bekommst einen Punkt in Flensburg.

Großer Stau
Beachte bei einem Stau immer die wichtigsten Grundregeln, damit die Situation nicht schlimmer wird und es schnell weitergeht. © iStock/Yamtono_Sardi

4. Rettungsgasse bilden

In Deutschland ist die Rettungsgasse nach § 38 Abs. 1 StVO für alle Verkehrsteilnehmer Pflicht. Sobald ein Stau entsteht, musst du eine Rettungsgasse bilden. Das ist überlebenswichtig, denn nur so können Einsatzkräfte direkt zum Unfallort fahren. Wir erklären dir später kurz, wie man die Rettungsgasse auf zwei- und mehrspurigen Straßen bildet. Weitere Informationen findest du auch in unserem Ratgeber zum Thema Rettungsgasse.

Informiere dich außerdem, wie du dich bei einem Verkehrsunfall richtig verhalten sollst. Frische auch regelmäßig dein Wissen zur Ersten Hilfe im Straßenverkehr auf.

5. Gleichmäßiges Tempo fahren

Generell gilt beim Autofahren: Fahre gleichmäßig und halte genug Abstand. Du solltest nicht zu schnell fahren oder plötzlich bremsen. Vermeide im Stau häufige Spurwechsel, denn so kommt der Verkehr noch mehr ins Stocken oder gar zum Stillstand.

Die Staugefahr ist am geringsten, wenn alle Verkehrsteilnehmer mit maximal 130 km/h fahren.

6. Reißverschlussverfahren nutzen

Ist auf einem Fahrstreifen eine Baustelle, müssen sich alle Verkehrsteilnehmer nach § 7 Abs. 4 StVO an das sogenannte Reißverschlussverfahren halten.

Das bedeutet: Du musst kurz vor dem Hindernis (und nicht früher) auf die neue Spur fahren und dich einreihen. Am besten funktioniert das Reißverschlussverfahren im Wechsel. Ein Fahrzeug auf der freien Spur lässt immer ein Fahrzeug von der blockierten Spur einfädeln.

Das solltest du wissen: Du musst anderen Verkehrsteilnehmern das Einordnen ermöglichen. Sonst musst du mit einem Verwarngeld in Höhe von 20 Euro rechnen.

7. Radio einschalten

Schalte vor allem auf längeren Autofahrten das Radio regelmäßig ein. Hier hörst du zu jeder halben und vollen Stunde aktuelle Staumeldungen. Oft werden dir alternative Strecken vorgeschlagen.

Das solltest du beachten: Vertraue nicht blind auf dein Navigationsgerät. Bei kürzeren Staus (unter 3 Kilometern Länge) solltest du keine alternative Route wählen. Sonst kommt es zu weiteren Staus auf Nebenstraßen, weil viele Verkehrsteilnehmer zu früh abfahren.

Autoradio
Schalte vor allem bei längeren Autofahrten regelmäßig das Radio ein, um aktuelle Staumeldungen zu hören. © iStock/PeopleImages

Verhalten bei Stau auf der Autobahn

Steuerst du auf einen Stau zu, solltest du als erstes die Warnblinkanlage einschalten. Schaue in den Rückspiegel, ob dein Hintermann das auch tut. Dann kannst du sicher sein, dass er die Situation erkannt hat. Lass die Warnblinkanlage solange an, bis das Fahrzeug hinter dir zum Stillstand gekommen ist. „Wenn du länger als eine halbe Minute im Stau stehst, solltest du den Motor abstellen“, empfiehlt Carla Bormann vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR).

In bestimmten Situationen darfst du bei einem Stau rechts überholen. Wenn die Autos auf der linken Fahrspur stillstehen, kannst du auf der rechten Spur vorbeifahren. Das gilt auch, wenn links nicht mehr als 60 km/h gefahren wird. In dem Fall darfst du rechts mit maximal 20 km/h mehr (also insgesamt 80 km/h) überholen.

Das bedeutet: Du musst auf der rechten Spur nicht automatisch stehen bleiben, wenn der Verkehr auf der linken Fahrspur stillsteht. Hältst du dich aber nicht an die Maximalgeschwindigkeit von 80 km/h, musst du eine Strafe von 100 Euro zahlen und bekommst einen Punkt in Flensburg.

Bei einem Stau darfst du nicht einfach auf dem Standstreifen weiterfahren. Das gilt auch, wenn du bei der nächsten Ausfahrt abfahren musst. Das kostet 75 Euro Strafe und du bekommst einen Punkt in Flensburg.

Verhalten bei Stau im Tunnel

Der Straßenabschnitt in einem Tunnel ist normalerweise sehr eng. Die Sicht ist stark beschränkt und Autofahrer können Hindernissen schlecht ausweichen. Wenn es im Tunnel zusätzlich zu einem Stau kommt, bewahre Ruhe und beachte ein paar Grundsätze.

Staut sich der Verkehr im Tunnel, solltest du sofort die Warnblinkanlage einschalten. So können Auffahrunfälle vermieden werden. Bleibe mit fünf Metern Abstand zu deinem Vordermann am Fahrbahnrand stehen. „Bei einem Stau im Tunnel muss der Motor unbedingt abgestellt werden, um einen unnötigen Schadstoffausstoß zu verhindern“, erklärt Carla Bormann.

Bleibe im Fahrzeug und achte auf Radioansagen, Infotafeln oder Anweisungen der Polizei. Im Tunnel wird normalerweise über den UKW-Rundfunk (Rundfunk auf Ultrakurzwelle) ein Programm ausgestrahlt, das die Gefahrenmeldungen der Tunnelzentrale durchgibt.

Das solltest du wissen: Bemerkst du Rauch oder Feuer im Tunnel, verlasse sofort das Auto. Suche den nächsten Fluchtausgang auf und entferne dich aus dem Tunnel. Bei schlechter Sicht kannst du dich dabei an der Notbeleuchtung orientieren oder an der Wand entlang tasten.

Stau im Tunnel
Bei einem Stau im Tunnel solltest du den Motor ausschalten, wenn es nicht mehr weitergeht. © iStock/igordabari

Muss ich bei einem Stau immer eine Rettungsgasse bilden? 

„Schon bei stockendem Verkehr oder Schrittverkehr muss die Rettungsgasse gebildet werden“, sagt Carla Bormann. „Die Fahrzeuge können sonst nicht mehr gut bewegt werden, wenn sie dicht an dicht stehen.“

Du solltest also schon bei der Entstehung eines Staus die lebensnotwendige Rettungsgasse beachten. „Sie muss gebildet werden, noch bevor die Sirenen von der Polizei, dem Notarzt oder der Feuerwehr zu hören sind“, erklärt Carla Bormann.

So bildest du die Rettungsgasse: Fahrzeuge, die auf dem linken Fahrstreifen fahren, weichen nach links aus. „Fahrzeuge auf einem der übrigen Fahrstreifen fahren immer nach rechts. Dabei ist es egal, wie viele Fahrstreifen es gibt“, erklärt die Expertin vom DVR. Das bedeutet, auch bei drei- oder vierspurigen Autobahnen fahren nur die Autos auf der linken Spur nach links. Alle anderen Fahrzeuge weichen nach rechts aus.

Rettungsgasse Infografik
So bildest du auf einer dreispurigen Straße die Rettungsgasse. © BMVI/DVR-Kampagne „Runter vom Gas“

Die Rettungsgasse sollte außerdem solange bestehen bleiben, bis du ein Signal zum Weiterfahren bekommst. „Auch wenn schon erste Notfallfahrzeuge durchgefahren sind, können jederzeit weitere Einsatzkräfte folgen“, sagt Carla Bormann.

Was muss ich bei einem Stau beachten? 

Beachte bei einem Stau die wichtigsten Grundregeln, die wir dir oben erklärt haben. Du solltest auch bei längeren Autofahrten im Sommer und im Winter immer auf einen Stau vorbereitet sein.

Im Sommer

Hitze macht Autofahrer müde, unkonzentriert und verschlechtert die Reaktionsfähigkeit. So überstehst du einen Stau bei heißen Temperaturen am besten:

  • Klimaanlage checken: Bevor du in den Sommerurlaub aufbrichst, solltest du deine Klimaanlage überprüfen. Merkst du, dass die Belüftung nicht einwandfrei funktioniert, suche noch vor Reiseantritt eine Werkstatt auf.
  • Mittagshitze vermeiden: Schon vor der Abfahrt kannst du einen Stau in der Mittagshitze umgehen. Fahre in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden los. Solltest du in dieser Zeit trotzdem in einen Stau geraten, sind zumindest die Außentemperaturen erträglich.
  • Sonnenschutz anbringen: Wenn du im Stau stehst und es sehr heiß wird, kannst du vor allem an den hinteren Seitenfenstern einen Sonnenschutz anbringen. Auf dem Markt gibt es Sonnenblenden, Rollos und Autovorhänge in verschiedenen Größen.
  • Viel trinken: Auf langen Autofahrten solltest du bis zu drei Liter Flüssigkeit zu dir nehmen. Das fördert die Konzentration. Mineralwasser, Tees oder verdünnte Fruchtsäfte mit Zimmertemperatur eigen sich am besten. Vermeide aber gekühlte Getränke. Sie führen zu starkem Schwitzen, weil der Körper den Temperaturunterschied ausgleichen muss.
  • Tank im Blick behalten: Achte regemäßig darauf, dass der Tank ausreichend gefüllt ist. Fahre frühzeitig zu einer Tankstelle, damit dir der Motor im Stau nicht einfach ausgeht.

Im Winter

Stau im Winter
Auf einen Stau im Winter solltest du mit Decken und heißen Getränken vorbereitet sein. © iStock/FatCamera

Gerätst du im Winter in einen Stau, kann das unangenehm werden. Wir zeigen dir, woran du bei niedrigen Temperaturen denken musst:

  • Warme Kleidung anziehen: Wenn du im Winter eine längere Autofahrt vor dir hast, ist eine warme Bekleidung das A und O.
  • Decken und heiße Getränke mitnehmen: Nimm im Winter vorsorglich Decken und heiße Getränke auf die Autofahrt mit. Stehst du im Stau, kannst du dich aufwärmen. Wird dir trotzdem kalt, solltest du Arme und Beine so gut wie möglich bewegen.
  • Heizung einschalten: Vor allem bei längeren Staus solltest du die Heizung anmachen. Behalte aber immer im Hinterkopf, dass dabei mehr Kraftstoff verbraucht wird. Überprüfe also regelmäßig deinen Tank.

Kann ich Staus vermeiden? 

„Manche Staus entstehen durch zufällige Ereignisse wie Unfälle oder umgestürzte Bäume. Da kann man eigentlich nichts machen. In den meisten Fällen sind aber hohe Verkehrsbelastungen der Auslöser“, sagt ein Experte des ADACs.

In den Fällen ist es sinnvoll, antizyklisch zu fahren. Das bedeutet: „Durch die Wahl eines günstigen Fahrtzeitpunkts kann man versuchen, die Staugefahr zu vermeiden“, rät der ADAC-Experte. Grundsätzlich solltest du unter der Woche, und nicht am Wochenende, auf eine längere Autoreise aufbrechen. Vermeide auch den Berufsverkehr. Am besten informierst du dich vorher mit Hilfe des ADAC Staukalenders über häufige Brennpunkte.

„Es ist auch sinnvoll, immer genug Zeit für Pausen und mögliche Baustellen oder Staus einzuplanen“, rät Carla Bormann vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Für den Fall, dass du doch in einen Stau gerätst, solltest du dir vor Fahrtantritt eine alternative Strecke heraussuchen. „Wer im Stau steht, sollte gelassen bleiben. Ständiges Spurwechseln führt zu Bremsmanövern und weiteren Stauwellen. Das bringt niemanden voran“, sagt Carla Bormann.

Auf der sicheren Seite 

Nun weißt du, wie ein Stau entsteht und wie du einen Stau aus dem Nichts vermeiden kannst. Als Grundsatz gilt bei einer Verzögerung immer: Fahre vorausschauend und achte auf die anderen Verkehrsteilnehmer. Vermeide häufige Spurwechsel und fahre an einer Unfallstelle zügig vorbei. So kommt der Verkehr nicht noch mehr ins Stocken.

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