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Wichtige Neuerungen im Überblick

Was ändert sich für Autofahrer 2026?

Das Jahr 2026 bringt für Autofahrer viele Neuerungen mit sich. Regionalklassen und Typklassen-Einstufungen ändern sich– beides kann sich auf die Beiträge der Kfz-Versicherung auswirken. Zusätzlich treten neue Regelungen im Straßenverkehr in Kraft.

Für wen Autofahren 2026 teurer oder günstiger werden kann

Beiträge der Kfz-Versicherung: Neue Typ- und Regionalklassen

Jedes Jahr veröffentlicht der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV)  seine aktualisierte Typklassenstatistik . Auch 2026 ändern sich dadurch die Typklasseneinstufungen in der Kfz-Versicherung für mehr als zehn Millionen Autofahrer. Rund 5,9 Millionen Fahrer erhalten eine höhere Typklassen-Einstufung für ihr Fahrzeug, wodurch sich ihre Beiträge erhöhen können. Für etwa 4,5 Millionen Autofahrer hingegen wird es günstiger.


Auch die Regionalklassen ändern sich in vielen Fällen erneut. In 99 von 413 Zulassungsbezirken hat der GDV die Einstufungen angepasst – 48 von ihnen wurden hochgestuft. Autobesitzer in diesen Bezirken haben mit einem entsprechendem Anstieg  ihrer Versicherungsbeiträge zu rechnen.  Ob deine Regionalklasse betroffen ist,  erfährst du mit der Regionalklassen-Abfrage des GDV.   
 

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Steigerung CO₂-Steuer und Auswirkungen auf Spritkosten

Du planst, ein Elektroauto zu kaufen? Dann kannst du voraussichtlich ab dem 1. Januar 2026 wieder mit staatlicher Unterstützung rechnen. Nach dem Aus im Dezember 2023 will die Bundesregierung die Kaufprämie zurückbringen – allerdings in neuer Form. Wie diese genau aussehen soll, steht noch nicht fest. 

Die Koalition ist sich noch uneins über die Rahmenbedingungen, im Gespräch ist unter anderem eine Förderung von 4.000 Euro für E-Autos mit einem Listenpreis von maximal 45.000 Euro. Der neue Umweltbonus soll private Käufer sowie kleine Unternehmen fördern. Besonders profitieren sollen Haushalte mit niedrigem oder mittlerem Einkommen – damit der Umstieg auf klimafreundliche Mobilität leichter fällt. Die Förderung soll zudem erstmals auch für gebrauchte E-Autos gelten. Mit dem Programm will die Bundesregierung neue Anreize schaffen und den Absatz von Elektroautos in Deutschland wieder ankurbeln.
 

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Vignettenpreise und digitale Vignette in Österreich

Die neue Vignette für Österreich gilt ab Dezember 2025. Die Preise: Eine Jahresvignette für Pkw kostet 2026 106,80 Euro, eine 2-Monats-Vignette 32,00 Euro und eine 10-Tages-Vignette 12,80 Euro. Die ausschließlich digital erhältliche Tagesvignette gibt es für 9,60 Euro. 

Apropos digital: 2026 ist das letzte Jahr, in dem in Österreich die klassische Klebe-Vignette für die Windschutzscheibe erhältlich sein wird. Ab 2027 gibt es nur noch die digitale Vignette. Diese soll allerdings nicht nur online, sondern weiterhin auch „stationär“ erhältlich sein – zum Beispiel in Geschäften, an Tankstellen oder anderen Verkaufsstellen.  Eine entsprechende Vertriebsstruktur werde laut der österreichischen Autobahngesellschaft ASFINAG bereits ausgebaut.

Diese Fristen sind 2026 für Autofahrer wichtig

Pflichtumtausch für alte Führerscheine

Mit dem neuen Jahr endet die Frist, nach der alte Führerscheine nach dem Alter des Führerscheinbesitzers gestaffelt umgetauscht werden mussten. Ab 2026 gestaltet sich die Umtauschfrist nur noch nach dem Ausstellungsjahr. Das heißt konkret: Wurde dir dein jetziger Führerschein zwischen 1999 und 2001 ausgestellt, musst du ihn bis spätestens 19. Januar 2026 umgetauscht haben. Für den neuen Führerschein benötigst du ein biometrisches Passfoto. Die Ausstellung kostet ca. 25 Euro, dein neuer Führerschein ist dann auf 15 Jahre befristet. 

 

Hauptuntersuchung und HU-Plaketten

Besitzt dein Auto eine blaue TÜV-Plakette, steht 2026 eine Hauptuntersuchung nach § 29 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) an. Als TÜV-Plakette bezeichnet man umgangssprachlich die Prüfplakette, die auf dem hinteren Nummernschild angebracht ist. Besteht dein Auto die Hauptuntersuchung, erhältst du für einen privat genutzten Pkw eine gelbe Plakette, die für zwei Jahre gültig ist. 

Vorsicht Bußgeld: Eine Überziehung der Hauptuntersuchung ist bußgeldbewährt an, wenn dies erkannt wird. Bereits bei einer Überschreitung von über zwei Monaten sind 15 Euro fällig, zwischen zwei und acht Monaten zahlst du 25 Euro. Bei mehr als acht Monaten drohen 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

 

Neue Regeln für die Kfz-Steuer

Ab 2026 darfst du deine Kfz-Steuer nicht mehr in Raten zahlen. Stattdessen muss der Steuerbetrag vollständig im Voraus bezahlt werden. Diese Regelung gilt ausnahmslos für alle in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge. 

Gleichzeitig läuft Stand jetzt die Steuerbefreiung für neu zugelassene reine Elektroautos am 31. Dezember 2025 ab. Ab dem 1. Januar 2026 erstmals zugelassene E-Autos würden damit der regulären Kfz-Steuer unterliegen. Für alle E-Autos, die zwischen dem 18. Mai 2011 und 31. Dezember 2025 erstmals neu zugelassen wurden, galt bisher eine bis zu zehn Jahre lange Befreiung von der Kfz-Steuer. Diese läuft Ende 2025 offiziell aus.

Die Bundesregierung hat allerdings angekündigt, die Steuerbefreiung bis 2035 fortsetzen zu wollen. Eine endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen.

Neue Regeln im Straßenverkehr ab 2026

Diese neuen Regeln gelten auf deutschen Straßen ab 2026:
 

Abgasnorm 6e ab Januar 2026 und Abgasnorm Euro 7 ab November 2026

Ab Januar 2026 gilt die zweite Stufe der Abgasnorm Euro 6e. Sie ist verbindlich für alle neu zugelassenen Fahrzeuge. Die Regelung ist strenger als die bisherige Euro-6-Version, die seit Anfang 2025 für neue Fahrzeugtypen vorgeschrieben ist. 

Gleichzeitig ist Euro 6e ist nur eine Übergangsstufe. Ab dem 29. November 2026 gilt in der EU die neue Abgasnorm Euro 7 – zunächst für neu entwickelte Pkw und leichte Transporter. Ab Ende 2027 betrifft sie dann Neuzulassungen aller Klassen. 

Die Grenzwerte für klassische Schadstoffe ändern sich zwar kaum. Neu ist die genauere Erfassung ultrafeiner Partikel ab zehn Nanometern bei allen Benzinmotoren. Dazu kommt zum Beispiel die Regulierung des Abriebs von Reifen und Bremsen  – mit festen Grenzwerten ab 2035. Die Abgasreinigung muss künftig mindestens 160.000 Kilometer oder acht Jahre durchhalten. Zum ersten Mal gibt es auch Vorgaben für die Haltbarkeit von Antriebs-Batterien – bei E-Autos und Plug-in-Hybriden.

Und: Außerdem erhöht der Gesetzgeber den Manipulationsschutz und verschärft die Datenkontrolle bei Erhebung der entsprechenden Werte. So sollen Emissionen auch besser überwacht werden.

 

Neues eCall-System für alle Neuwagen

Ab 2026 brauchen alle neu zugelassenen Autos in der EU ein modernes Notrufsystem. Der „Next Generation eCall“ ersetzt die alte Technik, die noch mittels der alten Mobilfunkstandards 2G und 3G lief. Die Umstellung passiert schrittweise.

Ab 1. Januar 2026 muss das neue System in allen neu entwickelten Pkw und leichten Transportern (bis 3,5 Tonnen) eingebaut sein. Ohne das eCall-System erhält ein Kfz dann keine Typgenehmigung mehr. Und ab 1. Januar 2027 gilt: Kein Neuwagen darf mehr ohne Next Generation eCall zugelassen werden.

Es gibt keine Verpflichtung, ein älteres Fahrzeug mit dem neuen Notrufsystem nachzurüsten.

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