Welches Auto passt zu mir?

Welches Auto passt zu mir?

Willst du ein neues Auto kaufen, scheint die Auswahl zunächst riesig.

Wir helfen dir bei der Entscheidung und zeigen, wann, wo und wie du welches Auto kaufen kannst. Mit unseren Tipps findest du einfach und schnell dein passendes Auto.

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• 1. Welches Auto kaufe ich?

• 2. Wo kaufe ich mein Auto?

• 3. Wie kaufe ich mein Auto?

• 4. Wann kaufe ich mein Auto?

Welches Auto kaufe ich? 

Welches Auto dein neuer Traumwagen werden soll, hängt von vielen Kriterien ab. Oft spielt der Preis eine wichtige Rolle.

Anschaffungskosten: Neuwagen oder Gebrauchtwagen?

Ein Neuwagen ist normalerweise teurer als ein Gebrauchtwagen. Auch der Wertverlust ist höher: nach einem Jahr ist der Wagen oft nur noch Dreiviertel des Preises wert. Dafür hast du meist eine Herstellergarantie, gute Sicherheit und bist auf dem neuesten technischen Stand. Oft lohnt sich statt eines Neuwagens ein junger Gebrauchtwagen. Du sparst dir die hohen Kosten des Wertverlusts in den ersten Jahren, profitierst aber von der komfortablen Ausstattung.

Auch wenn bei einem Gebrauchtwagen Spritverbrauch, Reparaturrisiko und die Versicherung meist höher sind, fährst du mit ihm insgesamt günstiger. Achte aber beim Autokauf darauf, dass nicht bald Hauptuntersuchungskosten oder Reparaturkosten anfallen.

In der Praxis: Der Preis hängt natürlich von Modell, Hersteller und Ausstattung ab. Im Durchschnitt kostete ein Neuwagen in Deutschland 2017 30.350 Euro. Der Durchschnittspreis für einen Gebrauchtwagen lag laut AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index im September 2017 bei über 19.000 Euro.

Unterhaltskosten: Wie viel willst du im Monat zahlen?

Viele Kriterien beeinflussen die Unterhaltskosten deines Fahrzeugs (in unserem ausführlichen Ratgeber erfährst du mehr):

Spritkosten: Als reiner Sprit ist Diesel günstiger. Anschaffung, Steuern und Versicherung sind bei Benzinern günstiger. Es gilt: Je kleiner das Fahrzeug und je weniger Fahrtkilometer, desto eher lohnt sich ein Benziner.

Kfz-Versicherung: Kriterien wie Typklasse, Schadenfreiheitsrabatt, Fahrerkreis oder die Regionalklasse beeinflussen die Kfz-Versicherung. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben, die Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung ist freiwillig. Hier lohnt es, sich zu informieren und zu vergleichen. Auch unsere 8 Spartipps für deine Kfz-Versicherung können sich schnell auszahlen.

• Kfz-Steuer: Je schadstoffärmer ein Auto ist, desto niedriger ist die Kfz-Steuer. Für Dieselautos zahlst du eine höhere, für Elektroautos (fast) keine Kfz-Steuer.

Wertverlust: Der ist vor allem bei Neuwagen sehr hoch, im ersten Jahr etwa 25 Prozent. Danach sind es etwa 5 bis 6 Prozent pro Jahr. Eine gute Pflege und Wartung wirken dem entgegen.

Wartung: Dein Auto muss alle zwei Jahr zur Hauptuntersuchung, das kostet etwa 100 Euro. Auch der jährliche Ölwechsel kostet bis zu 100 Euro. Verschleißteile, die mit der Zeit ausgetauscht werden müssen, ein Marderschaden oder Hageldellen sind alles Kosten, mit denen du rechnen musst.

In der Praxis: Die Unterhaltskosten deines Fahrzeugs solltest du nicht unterschätzen. Grob musst du für einen Kleinwagen 200 Euro Unterhaltskosten im Monat rechnen, das sind 2.400 Euro im Jahr. Für ein Mittelklasse-Auto ist es sogar meist doppelt so viel.

Welches Auto passt zu mir?

Hast du dein mögliches Budget festgelegt, solltest du dir Gedanken machen, was dein Auto können soll.

Wozu nutzt du das Auto?

• Wie viele Personen müssen Platz haben und wie viel Transportfläche brauchst du?

• Fährst du eher kurze Strecken in der Stadt oder lange Strecken auf der Autobahn?

• Fährst du lieber im Sommer mit offenem Dach oder eher im Winter auf schneebedeckten Bergstraßen?

Autos auf Straße
Fährst du viel in der Stadt? Mit einem kleineren Auto findest du leichter einen Parkplatz. © gettyimages/Nikada

Welche Ausstattung ist dir wichtig?

• Brauchst du ein Navi, ein Radio, eine Anhängerkupplung, einen Dachgepäckträger, einen Tempomat, eine Rückfahrkamera, eine Klimaanlage oder gar eine Lenkradheizung? Die Auswahl an Sonderausstattungen ist riesig.

• Wie viel Wert legst du auf Sicherheit und Komfort? Neuere Autos sind normalerweise besser ausgestattet. ABS, ESP, Airbags sind vorhanden, oft auch Notbremsassistenten und Parkassistenten.

• Wie leistungsstark muss dein Auto sein? Wie viel PS sollte es haben?

• Wie alt darf das Auto maximal sein?

• Sind eine bestimmte Farbe oder ein bestimmter Hersteller Voraussetzung?

Worauf legst du besonders Wert?

• Willst du ein Auto mit möglichst günstigen Unterhaltskosten?

• Suchst du ein Auto zu einem besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis?

• Legst du viel Wert auf Umweltfreundlichkeit?

• Steht für dich das Fahrgefühl im Vordergrund?

• Ist das Auto für dich ein Statussymbol?

Der richtige Fahrzeugtyp

Hast du dir all diese Fragen beantwortet, kannst du deine Auswahl auf den richtigen Fahrzeugtyp einschränken. Das sind die gängigsten:

• Kleinwagen und Kleinstwagen sind mit am günstigsten, sowohl in der Anschaffung als auch den Unterhaltskosten. Für kurze Strecken in der Stadt sind sie sehr gut geeignet, weil sie auch in enge Parklücken passen. Sie sind dafür nur mit dem Nötigsten ausgestattet, fahren nicht besonders schnell und auch gute Sicherheit ist nicht immer gegebenen. (Beispiel: Fiat 500 oder VW Polo)

• Limousinen und Kompakte liegen zwischen Kleinwagen und Mittelklassewagen. Sie sind bezahlbar, Fahrkomfort und Raumangebot sind gut, für eine große Familie oder Transporte aber nicht ausreichend. (Beispiel: VW Golf oder 3er BMW)

• Ein Kombi ist ein Mittelklasse-Auto mit viel Stauraum und komfortabler Ausstattung. Er hat meist vier bis sieben Sitze und ist bei Familien oder Reisenden sehr beliebt. Spritverbrauch und Kosten sind dafür höher. (Beispiel: VW Passat oder Audi Avant)

• Ein Van (oder Kleinbus) hat oft Platz für bis zu neun Personen. Er eignet sich deshalb gut für Transporte, große Familien und viel Gepäck. Natürlich ist hier der Verbrauch viel höher und die Rundumsicht viel schlechter. (Beispiel: VW Touran oder Ford Galaxy)

• Ein SUV ist zwar ein Geländewagen, aber eher nur für befestigte Straßen in der Stadt geeignet. Er ist groß, sehr komfortabel ausgestattet, kostet aber sehr viel. (Beispiel: BMW X3 oder VW Tiguan)

SUV mit Gepäck beladen
Viel Platz für Familie und Gepäck bietet zum Beispiel ein Kombi, Van oder SUV. © gettyimages/fstop123

• Ein Geländewagen hat im Gegensatz zum SUV einen Allradantrieb. Er kann problemlos in Sand, Matsch und im Gelände fahren, ist aber auch sehr teuer. (Beispiel: Porsche Cayenne oder Nissan Qashqai)

• Ein Coupé ist ein sportlicher, kleiner Wagen, der viel Wert auf Fahrspaß und Design legt. Der leistungsstarke Motor bedeutet natürlich hohe Kosten, oft haben auch nur zwei Leute Platz. (Beispiel: Nissan 350Z oder Mitsubishi Eclipse)

• Ein Cabrio hat ein offenes Dach und ist, meist flink, ästhetisch und kompakt, für Sommerfahrten sehr beliebt. Meist sind Anschaffung, Verbrauch und Steuern sehr hoch, auch hier haben oft nur zwei Leute Platz. (Beispiel: Opel Astra Cabrio oder Mercedes SLK)

• Ein Hybridfahrzeug hat einen Elektromotor und einen Verbrennungsmotor. Es verbraucht deshalb viel weniger Benzin, ist leiser und umweltfreundlicher. Die Anschaffungskosten sind aber noch teuer. (Beispiel: Toyota Prius oder Mercedes S 400 Hybrid)

Mache den Test

Nun kannst du direkt in Verkaufsportalen wie Mobile.de deine Kriterien filtern. Schau dir die Fahrzeugmodelle an. Welches Auto gefällt dir? Alternativ kannst du auch alle Kriterien im Test von Motoragent festlegen und dir mögliche Fahrzeugmodelle anzeigen lassen.

Rechne dann unbedingt die möglichen Unterhaltskosten durch. Vor allem die Kfz-Versicherung ist von Fahrzeugmodell zu Fahrzeugmodell sehr unterschiedlich und kann dich teuer überraschen. Mache einen Vergleich in unserem Rechner.

Hast du dich für ein oder gar mehrere Traummodelle entschieden, kannst du überlegen, wo, wie und wann du dein Auto kaufst.

Wo kaufe ich mein Auto? 

Du kannst dein (gebrauchtes) Auto privat oder bei einem Händler kaufen. Beides hat Vor- und Nachteile.

Privat kaufen

Privatverkäufer haben meist die günstigsten Preise; ihr Ziel ist nicht unbedingt, einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen.

Im Internet und auch in Zeitungen findest du sehr viele Angebote. Bei einem Privatkauf hast du aber keine Garantie oder Gewährleistung. Treten Mängel auf, musst du das Risiko selbst tragen. Kaufst du ein privates Auto, solltest du sehr umsichtig sein und am besten einen Fachmann mitnehmen. Mit unserer Checkliste zum Gebrauchtwagenkauf bist du aber auf der sicheren Seite.

Beim Händler kaufen

Die Autos eines Händlers sind fachmännisch geprüft und, wenn nötig, repariert worden. Sie achten auf einen besonders guten Zustand des Fahrzeugs. Denn: Händler sind verpflichtet dir eine Sachmängelhaftung zu geben. Du hast dann meist 12 Monate die Garantie, dass der Händler für nicht von dir verschuldete Mängel haftet.

Oft kannst du bei Händlern dein jetziges Fahrzeug für das neue in Zahlung geben. Du erhältst meist einen guten Preis. Das Preisniveau ist aber in der Regel deutlich höher als bei Privatkäufern.

Im Ausland kaufen

Autos sind im Ausland oftmals günstiger, weil du als Deutscher nur den Nettopreis zahlst. Für die Einfuhr von Neuwägen nach Deutschland musst du die 19 Prozent Mehrwertsteuer aufschlagen, das ist meist trotzdem günstiger. Du musst dafür in den 10 Tagen nach dem Kauf zum Finanzamt. Gebrauchtwägen sind von der Steuer befreit.

Beachte, dass die Ausstattungsmerkmale von Land zu Land unterschiedlich sein können. Eine Klimaanlage kann in den nordeuropäischen Ländern beispielsweise fehlen.

Kaufst du ein Auto im Ausland, solltest du dir den Vertrag besonders gut durchlesen und übersetzen lassen. Sonst könntest du leicht über den Tisch gezogen werden. Achte auch darauf, dass alle wichtigen Dokumente, Fahrzeugpapiere, Scheckheft und Schlüssel korrekt mitgeliefert werden. Die Garantien sind innerhalb der EU fast identisch. Es kann lediglich Unterschiede zwischen den Händlern geben.

Kaufvertrag für das Auto
Einen ausländischen Vertrag solltest du unbedingt übersetzen lassen. © gettyimages/praetorianphoto

Wie kaufe ich mein Auto? 

Du hast als Käufer bis zu drei Möglichkeiten, dein Auto zu bezahlen und kannst es sogar ohne Führerschein kaufen.

Barzahlung, Finanzierung oder Leasing

Mit einer Barzahlung kannst du am meisten sparen. Es kommen keine Zusatzkosten auf dich zu und du kannst sogar von Rabatten profitieren. Du musst aber einmalig sehr viel Geld haben und ausgeben. Verlierst du nun beispielsweise deinen Job, hast du ein teures Auto, das an Wert verliert.

Für viele ist daher eine Finanzierung eine beliebte Wahl: Du zahlst dein Auto in Raten über einen Kredit ab und kannst oft eine sogenannte Restschuldversicherung (RSV) abschließen, die dich zum Beispiel gegen oben genannten Fall versichert. Je nach Angebot können Zinsen auf dich zukommen, es gibt aber manchmal auch 0-Prozent-Finanzierungen. Für den Kredit bei einer Haus- oder Autobank musst du normalerweise eine positive Schufa-Auskunft nachweisen. Nutzt du die Ratenzahlung beim Händler, kann es gut sein, dass das nicht verlangt wird.

Beim Leasing „mietest“ du quasi ein Fahrzeug. Das lohnt sich vor allem für Geschäftsleute und Unternehmen. Du kannst die Leasingrate als Betriebsausgabe steuerlich absetzen, hast relativ niedrige Monatsraten und oft neue Automodelle. Du bist aber meist an mehrjährige Verträge gebunden, hast eine Kilometergrenze (fährst du mehr, musst du draufzahlen) und musst dein Fahrzeug sehr gut pflegen. Je nach Vertrag gibst du dein Fahrzeug dann zurück oder es geht irgendwann in den eigenen Besitz über.

Führerschein und Alter

Du kannst ab 18 Jahren in Deutschland ein Auto kaufen. Sogar als Minderjähriger kannst du ein Auto kaufen, wenn du eine Einwilligung der gesetzlichen Vertreter vorlegst.

Willst du ein Auto kaufen, brauchst du auch keinen Führerschein. Du darfst es aber dann nicht im öffentlichen Straßenverkehr fahren. Trotzdem kannst du es auf deinen Namen als Halter anmelden und sogar eine Kfz-Versicherung abschließen. Bedenke aber, dass du wie ein Fahranfänger behandelt und in die teuerste Schadenfreiheitsklasse eingeordnet wirst.

Wann kaufe ich mein Auto? 

Es lohnt sich, die Preise von Zeit zu Zeit zu vergleichen und im richtigen Moment zuzuschlagen. Cabrios sind beispielsweise ein eindeutiges Sommerauto; sie sind im Winter am günstigen.

Junge Menschen im Cabrio
Cabrios sind im Winter meist günstiger. © gettyimages/Martin Dimitrov

Klein- und Gebrauchtwagen

In den Herbst- und Wintermonaten sind die Durchschnittspreise für Klein- und Gebrauchtwagen meist am teuersten. Viele wollen sich vor der kalten Jahreszeit noch ein Winterauto anschaffen. Ab Februar können die Autopreise sinken und im Sommer ihren Tiefpunkt erreichen. Denn zur Urlaubszeit von Juni bis August ist die Nachfrage meist am geringsten.

Neuwagen

Anders ist das bei Neuwagen. Im Frühjahr und Herbst kommen die meisten neuen Modelle auf den Markt; die Nachfrage ist hier sehr hoch. Im Winter ist wegen der höheren Unfallgefahr und stärkeren Materialbelastung die Nachfrage geringer. Vor allem im Dezember, wenn viel Geld für Weihnachtsgeschenke und offene Rechnungen ausgegeben wird, kannst du von günstigeren Preisen profitieren.

Traumauto gefunden? So geht der Autokauf 

Welches Auto passt zu mir? Kannst du die Frage nun beantworten, kannst du dich auf die Suche machen und weißt schon bald, welches Auto du kaufen willst.

Um auch ein passendes Auto zu finden, das von einem ehrlichen Verkäufer ist, solltest du einige Dinge beachten. Wie du vorgehst, was du am Auto prüfen musst und welche Unterlagen dir übergeben werden müssen, erfährst du in unserem Ratgeber zum Autokauf und der Checkliste für den Gebrauchtwagenkauf.

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