Frau in Auto

Parkassis­tent

Wie ein Parkassistent funktioniert und für wen die Einparkhilfe im Fahrzeug sinnvoll ist.

Stressfrei in jede Parklücke: Ein Parkassistent überwacht die Umgebung des Fahrzeugs und hilft dem Fahrer beim Einparken. Erfahre mehr über die Sicherheit der Einparkhilfe und was aktive und passive Parkpiloten unterscheidet.

Inhaltsverzeichnis

  1. Parkassistent: Funktion & Nutzen
  2. Welche Parkassistenten gibt es?
  3. Sicherheit Parkassistent: Wer haftet bei Unfällen?
  4. Lohnt sich ein Parkpilot im Auto: Vor- und Nachteile
  5. Parkassistent nachrüsten: Kosten & Alternativen
  6. Hersteller von Parkassistenten
  7. Häufige Fragen zum Thema Parkassistent

Das Wichtigste zusammengefasst

Parkassistenten helfen dem Fahrer beim Einparken des Fahrzeugs in fast jede Parklücke. Gerade bei engen Parklücken geraten viele Autofahrer in Stress und es kommt zum Unfall. Auch wenn sich bei Einpark-Unfällen meist keine Personen verletzen, entstehen Schäden am Auto. Mit einem Parkassistenten lassen sich Stress und Blechschäden durch Unfälle beim Einparken reduzieren.

Ein Parkassistent mit Rückfahrkamera und -sensoren überwacht mithilfe von Radar oder Ultraschall die Fahrzeugumgebung. Alte Fahrzeuge verfügen oft über passive Parkassistenten, die den Fahrer optisch und akustisch warnen. Neuwagen sind meist mit aktiven Einparkhilfen ausgestattet, die beim Einparken sogar die Lenkung übernehmen können.

Die Nachrüstung eines Parkassistenten mit Rückfahrkamera ist möglich und sollte in der Fachwerkstatt erfolgen. Die Kosten für eine nachträgliche Einparkhilfe sind abhängig von der Ausstattung. Eine günstige Alternative sind Einparkhilfen am Nummernschild, die sich leichter einbauen lassen.

Parkassistent: Funktion & Nutzen

Viele Autofahrer kennen es: Die Parkplatzsuche kann anstrengend sein und viel Zeit in Anspruch nehmen. Hast du endlich einen Stellplatz gefunden, handelt es sich vielleicht um eine enge Parklücke. Was du jetzt dringend brauchst, sind Konzentration und Fingerspitzengefühl oder ein Parkassistent. Ein Parkassistent hilft dir beim sicheren Einparken in fast alle noch so engen aber ausreichenden Parklücken.

Mithilfe von Rückfahrkamera, Radar und Ultraschallsensoren überwacht das System die Umgebung deines Fahrzeugs. Besteht Kollisionsgefahr mit dem vorderen oder hinteren Fahrzeug, erfolgt eine optische oder akustische Warnung. Die modernen Einparkhilfen übernehmen die Lenkung, du musst nur Gas geben und Bremsen. So kommst du leichter und ohne Blechschaden in alle Parklücken.

Parkassistenten sind auch als Parkpilot oder Einparkhilfe bekannt, aber nicht alle Systeme funktionieren gleich: Moderne Parkassistenten können in das Geschehen eingreifen und aktiv beim Einparken helfen. Ein Parkpilot und eine Einparkhilfe warnen den Fahrer durch Anzeige im Display oder Piepsen. Die neusten Fahrerassistenzsysteme unterstützen den Fahrer beim Quer- und Längsparken und beim Ausparken.

Grundsätzlich ist ein Parkassistent ein sinnvolles Fahrerassistenzsystem für Autofahrer, die stressfreier einparken wollen. Auch wenn du in der Stadt wohnst, ist eine Einparkhilfe eine Bereicherung. Denn der tägliche Stress, sicher in die enge Parklücke zu kommen, entfällt. Für Fahranfänger ist ein Parkassistent hilfreich, weil der Abstand oft noch nicht gut eingeschätzt wird.

Schon gewusst: Frauen können nicht so gut einparken wie Männer? Fehlanzeige! Laut einer Studie der Firma NCP in Großbritannien sind Frauen genauer beim Einparken. Männer sind meist hektischer und brauchen mehrere Korrekturversuche, bis sie in der Parklücke stehen.

Welche Parkassistenten gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Einparkhilfen, die als passiver und aktiver Parkassistent bezeichnet werden. Ein passiver Parkassistent nutzt Front-, Heck- oder Seitenkameras, um die Umgebung zu überwachen. Bei drohender Kollision erfolgt ein optisches oder akustisches Warnsignal. Mit einem passiven Assistenten musst du selbstständig einparken und Gas, Bremse und Lenkrad bedienen.

Bei modernen Systemen in vielen Neuwagen handelt es sich um aktive Einparkhilfen. Die Systeme arbeiten meist mit Ultraschallsensoren und können Parklücken finden und Parkwege berechnen. Aktive Einparkhilfen übernehmen die Lenkung und fahren automatisch in die Parklücke. Durch Gas geben und bremsen behältst du als Fahrer die Kontrolle über das Auto.

Parkassistenten werden wegen verschiedener Funktionen in Ultraschall-, Kamera-, radarbasierte und selbstlenkende Systeme unterschieden:

  • Ultraschallbasierte Parkassistenten verfügen über zwei, vier oder sechs Sensoren in den Stoßstangen. Das System ermittelt durch das Senden und Empfangen von Schall den Abstand zum Hindernis. Die Parkassistenten sind auch als aktive Einparkhilfe mit Parktronic bekannt.
  • Kamerabasierte Systeme sind komfortabel, weil der Fahrer den Überblick auf dem Navi-Bildschirm hat. Die neusten Systeme können mit Weitwinkelkameras am Heck und den Außenspiegeln eine Vogelperspektive erstellen. Als Fahrer kannst du so die Abstände im vorderen, hinteren und seitlichen Bereich einsehen.
  • Ein radarbasierter Parkassistent nutzt Mikrowellenradar, um die Abstände durch die Stoßstange zu messen. Es müssen keine extra Sensoren in die Stoßstange eingebaut werden, was Kosten spart.
  • Selbstlenkende Einparkhilfen sind der perfekte Beifahrer, wenn es um sicheres Einparken geht. Das intelligente System kann mithilfe von Messsensoren die Parklücke ausmessen. Der Fahrer wird informiert, wo er anhalten und den Rückwärtsgang einlegen muss. Das Fahrzeug fährt automatisch in die Parklücke, der Fahrer betätigt nur Gas und Bremse. Für die finale Parkposition muss der Fahrer das Auto stoppen und den Vorwärtsgang einlegen.

Wichtig zu wissen: Mit den technisch neusten Parkassistenten kannst du per Smartphone App einparken. Richtig gelesen, zum Einparken musst du nicht mehr im Auto sitzen. Die Steuerung des Fahrzeugs funktioniert mit deinem Handy und einer speziellen App.

Sicherheit Parkassistent: Wer haftet bei Unfällen?

Es kann so schnell passieren: Ein Unfall trotz Parkassistent! Auch wenn eine aktive Einparkhilfe automatisch in die Parklücke fährt, ist der Fahrer verantwortlich. Solltest du ein anderes Fahrzeug beim Einparken mit Parkassistent beschädigen, trägst du die Haftung. Fakt ist: Ein Parkassistent dient als Unterstützung beim Einparken und ersetzt nicht den Fahrer!

Was ist also zu tun, wenn du einen Unfall beim Einparken mit Parkassistenten hast? Zuerst solltest du mindestens 30 Minuten warten, ob der Besitzer des beschädigten Fahrzeugs auftaucht. Taucht dieser nicht auf, gilt: Polizei rufen, weil es ein meldepflichtiger Verkehrsunfall ist! Zum Selbstschutz solltest du Fotos vom beschädigten Fahrzeug machen, Kennzeichen, Automodell und Farbe notieren. Wichtig: Es reicht nicht aus, nur eine Notiz am beschädigten Auto zu hinterlassen!

Ein Tipp: Hat es beim Einparken trotz Parkassistent gekracht? Keine Sorge! Mit unserer Kfz-Haftpflicht und den Vollkasko oder Teilkasko Versicherungen bist du bestens geschützt.

Lohnt sich ein Parkpilot im Auto: Vor- und Nachteile

Wenn du dir den Stress beim Einparken sparen willst, ist ein Parkassistent eine Bereicherung. Gerade in Städten mit engen Parklücken kann ein Parkassistent hilfreich sein. Fahranfänger, die den Abstand noch nicht gut einschätzen können, profitieren auch von der Einparkhilfe. Die Vor- und Nachteile eines Parkassistenten haben wir hier für dich zusammengefasst.

Vorteile Parkassistent

  • Parkassistenten reduzieren die Kollisionsgefahr beim Einparken
  • Passive Einparkhilfen warnen den Fahrer durch optische oder akustische Signale
  • Aktive Parkassistenten können das Fahrzeug automatisch einparken
  • Parkassistenten erleichtern das Einparken in nahezu allen Parklücken
  • Einparkhilfen sind eine große Hilfe für Fahranfänger und ängstliche Fahrer
  • Autofahrer in Großstädten mit engen Parklücken profitieren von Parkassistenten

Nachteile Parkassistent

  • Hohe Kosten vor allem bei Nachrüstung in älteren Fahrzeugen
  • Falsche Messungen des Abstands bei starkem Regen oder Schnee
  • Keine Erkennung von flachen Bordsteinen oder tiefliegenden Hindernissen
  • Bei aktiven Parkassistenten wird nicht jede Parklücke auch als solche erkannt

Übrigens: Der Abstand zum Hindernis erfolgt durch immer schnelleres Piepen bis zum Dauerton. Ein kamerabasiertes System zeigt den Abstand durch farbige Markierungen auf dem Display. Meist wird mit dem Einlegen des Rückwärtsgangs der Parkassistent eingeschaltet.

Parkassistent nachrüsten: Kosten & Alternativen

In Fahrzeugen mit Rückfahrkamera lässt sich meist problemlos ein Parkassistent nachrüsten. Die Kosten variieren je nach Ausstattung. Für einen professionell eingebauten Parkassistenten fallen meist mehrere Hundert Euro an. Die Nachrüstung sollte immer vom Fachmann erfolgen, weil Teile und Technik empfindlich sind.

Alternativ kannst du einen Parkassistenten selbst nachrüsten, wenn du auf Kamera und Display verzichtest. Denn die Fahrzeugelektronik ist sensibel und als Laie solltest du die Finger davonlassen. Auch bei der Bohrung für die Sensoren gilt Vorsicht vor Beschädigungen an der Stoßstange. Eine einfache Lösung ist eine Einparkhilfe am Nummernschild für oftmals weniger als 100 Euro.

Für die Nachrüstung wird das alte Nummernschild gegen eine intelligente Kennzeichenhalterung mit Akku ausgetauscht. Zusätzlich brauchst du ein separates Display im Fahrercockpit – im Idealfall mit Lautsprecher. Über Funk wird ein Signal an das Display zum Fahrer gesendet. Die Einparkhilfe am Nummernschild läuft über einen Akku, der Monitor über den Zigarettenanzünder.

Hersteller von Parkassistenten

Die Einparkhilfe ist ein nützliches Fahrerassistenzsystem, das nicht serienmäßig in Fahrzeugen verfügbar ist. Das sind die Funktionen von bekanntesten Herstellern von Parkassistenten:

BMW Parkassistent

Bezeichnung: Parking Assistant Plus

Funktion: ferngesteuertes Einparken mit dem Displayschlüssel

Parkassistent VW

Bezeichnung: Park-Assist

Funktion: Gaspedal, Bremse und Schaltung durch Fahrerbedienung

Audi Parkassistent

Bezeichnung: Audi AI Remote Parkpilot

Funktion: selbstständiges Einparken über App

Parkassistent Ford

Bezeichnung: Active Park Assist

Funktion: Gaspedal, Bremse und Schaltung durch Fahrerbedienung

Mercedes Parkassistent

Bezeichnung: Remote Park-Pilot

Funktion: ferngesteuertes Einparken über App

Seat Parkassistent

Bezeichnung: Parklenkassistent

Funktion: Gaspedal, Bremse und Schaltung durch Fahrerbedienung

FAQ zum Parkassistenten

Antworten auf die wichtigsten Fragen bekommst du hier.

  • Was macht ein Parkassistent?

    Eine Einparkhilfe ist ein Fahrerassistenzsystem, das beim Einparken unterstützt. Ein Parkassistent nutzt Sensoren oder Radar zur Messung von Abständen zu Hindernissen. Droht eine Kollision, erfolgt eine optische oder akustische Warnung durch Rückfahrkamera oder Piepsen. Aktive Parkassistenten fahren automatisch in die Parklücke, der Fahrer betätigt nur Gas und Bremse.

  • Welche Fahrzeuge verfügen über einen Parkassistenten?

    Parkassistenten sind nicht serienmäßig in allen Fahrzeugen verfügbar, du kannst aber Einparkhilfen nachrüsten. Parkassistenten von BMW, Mercedes, VW, Audi, Seat und Ford haben unterschiedliche Funktionen. Eine preiswerte Alternative ist eine Einparkhilfe am Nummernschild mit Akku-Funktion.

  • Was ist ein aktiver Parkassistent?

    Ein aktiver Parkassistent mit Ultraschallsensoren kann die Lenkung übernehmen und automatisch einparken. Mithilfe der Sensoren kann das System selbstständig Parklücken finden und ausmessen. Durch Betätigung von Gas und Bremse behältst du als Fahrer die Kontrolle des Autos.

  • Haften Autohersteller für Unfälle durch Parkassistenten?

    Nein, ein Parkassistent unterstützt nur beim Einparken und ersetzt nicht den Fahrer. Auch wenn das Fahrzeug selbstständig einparkt, trägt der Fahrer die volle Haftung bei Unfällen.

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