Die Kriminalstatistik der Polizei
- Jedes Frühjahr veröffentlicht das Bundeskriminalamt die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS). Diese Statistik bietet einen detaillierten Überblick über alle der Polizei gemeldeten Straftaten eines Jahres, allerdings nur für Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern sowie für Landeshauptstädte.
- Das sogenannte Dunkelfeld, also nicht zur Anzeige gebrachte Delikte, wird in dieser Statistik nicht erfasst. Zudem entsteht die Statistik bei Abgabe der Delikte an die Staatsanwaltschaft durch die Polizei, das heißt: Die Zahlen beschreiben Fälle von Tatverdächtigen, nicht Verurteilten. Darüber hinaus gibt die PKS keine Auskunft über die Anzahl der angezeigten Personen, sondern über die Anzahl der angezeigten Taten – mehrere Taten können also von einer einzelnen Person begangen worden sein.
- Mitte April 2026 wurde die PKS für das Jahr 2025 herausgegeben. Einige Entwicklungen des letzten Jahres im Überblick:
- Die Zahl der registrierten Straftaten 2025 lag bei rund 5,5 Millionen. Das ist ein Rückgang von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
- Diebstahl: Unter Diebstahl fällt beispielsweise das Stehlen von Fahrrädern, Mopeds oder Autos. Auch Taschen-, Wohnungseinbruch- und Ladendiebstahl zählen dazu. 2025 sank die Zahl angezeigter Fälle um 6,5 Prozent auf rund 1,8 Millionen Fälle bundesweit.
- Betrug: Online bestellte Ware, die zwar bezahlt wurde, aber nicht ankommt, zählt als Betrug. Das gilt auch für das Fahren ohne gültiges Ticket. Im Jahr 2025 entfielen auf diese Kategorie 12,4 Prozent aller Straftaten. Im Vergleich zum Jahr 2024 erfasste die Polizei 8,4 Prozent weniger Anzeigen.
- Sachbeschädigung: Unter Sachbeschädigung fasst die polizeiliche Kriminalstatistik beispielsweise die Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen, Verunreinigungen durch Graffitis, Brandanschläge oder das Einschlagen von Fenstern zusammen. In den letzten Jahren ist die Anzahl der Fälle beständig zurückgegangen, und auch in diesem Jahr setzt sich dieser Trend fort: 2025 wurden bundesweit etwa 540.000 Fälle registriert, das entspricht einem Rückgang um 2,2 Prozent.
- Körperverletzung: In der PKS werden unter dieser Rubrik mehrere Tatbestände zusammengefasst, darunter „vorsätzliche, einfache Körperverletzungen“, „gefährliche und schwere Körperverletzungen“ sowie Körperverletzung mit Todesfolge. Auch hier ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen: Im Jahr 2025 wurden 1,4 Prozent weniger Fälle gemeldet.
- Rauschgiftdelikte: Bundesweit sind Rauschgiftdelikte um knapp 28 Prozent zurückgegangen, was unter anderem weiterhin auf die Cannabis-Teillegalisierung zurückzuführen ist. Im Vergleich zu 2024 wurden rund 63.000 weniger Straftaten in dieser Kategorie erfasst. Insgesamt machen die rund 165.000 Fälle etwa drei Prozent aller registrierten Straftaten aus.
- Viele weitere Straftaten: Dazu gehören unter anderem Mord, Vergewaltigung, Wirtschaftskriminalität, illegaler Waffenbesitz, Missachtung des Urheberrechts oder Computerkriminalität (Cybercrime).
Die polizeiliche Kriminalstatistik gibt außerdem spezifisch Auskunft über die unterschiedlichen Tatorte, Tatzeiten, Tatverdächtige, Opfer und Schäden.
Alle Daten findest du in den verschiedenen Tabellen auf der Seite des Bundeskriminalamts. Dabei solltest du beachten, dass nicht jede Straftat für jeden Menschen gefährlich ist. Beleidigungen oder beschmierte Hauswände bedrohen beispielsweise nicht unmittelbar die persönliche Sicherheit.
Die 10 gefährlichsten Städte Deutschlands
In der PKS werden Großstädte ab 100.000 Einwohnern miteinander verglichen. Das ist die Einwohnerzahl, ab der eine Stadt offiziell als Großstadt gilt. Das Ranking basiert auf der Anzahl der Fälle pro 100.000 Einwohner, um Verzerrungen durch unterschiedliche Stadtgrößen zu vermeiden. Für die Ermittlung der Einwohnerzahlen zieht die PKS den Zensus 2022 heran. In unserer Auswertung haben wir ausschließlich Städte mit mindestens 200.000 Einwohnern betrachtet.

1. Frankfurt
Frankfurt am Main und Berlin lieferten sich lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den unrühmlichen Titel der gefährlichsten Stadt Deutschlands. Im Jahr 2024 landete Bremen auf Platz eins. Nun steht Frankfurt wieder an der Spitze der Statistik. Die Polizei registrierte im Jahr 2025 insgesamt 113.603 Straftaten, das entspricht 15.026 auf 100.000 Einwohner. Im Vergleich zum Vorjahr mit insgesamt 113.267 erfassten Straftaten bleibt die Zahl damit im Wesentlichen konstant.
(Im Vorjahr: Platz 2)
2. Berlin
Die Hauptstadt belegt wie vor zwei Jahren Platz zwei der unsichersten Städte Deutschlands. Dennoch ist – der bundesweiten Tendenz folgend – die Zahl der Anzeigen zurückgegangen. Waren es im Jahr 2024 noch 14.252 Fälle auf 100.000 Einwohner, sind es jetzt 13.642.
(Im Vorjahr: Platz 3)
3. Bremen
Bremen springt zwei Plätze nach unten und verzeichnet einen deutlichen Rückgang bei den von der Polizei registrierten Straftaten. Insgesamt wurden der Polizei 13.559 Straftaten auf 100.000 Einwohner gemeldet (insgesamt 79.494) – im Jahr 2024 waren es noch 15.424. Das entspricht einem Rückgang von satten 12,1 Prozent.
(Im Vorjahr: Platz 1)
4. Düsseldorf
Düsseldorf springt von Platz acht auf Platz vier – und verzeichnet entgegen dem Bundestrend einen Anstieg der in der polizeilichen Kriminalstatistik erfassten Straftaten. 2024 waren es noch 12.172 Delikte pro 100.000 Einwohner, 2025 stieg diese Zahl auf 12.999 Fälle. In absoluten Zahlen sind das 80.422 Straftaten.
(Im Vorjahr: Platz 8)
5. Hannover
Hannover bestätigt den Trend und verzeichnet einen Rückgang der in der Kriminalstatistik erfassten Straftaten. Die niedersächsische Landeshauptstadt kommt auf 12.849 Delikte pro 100.000 Einwohner, im Vorjahr waren es noch 13.192 – ein Rückgang von etwa 2,6 Prozent.
(Im Vorjahr: Platz 4)
6. Halle (Saale)
Halle an der Saale steigt wieder auf. Von 2023 auf 2024 fiel die Stadt im Ranking der unsichersten Städte von Platz sieben auf Platz zehn – nun erreicht die zweitgrößte Stadt Sachsen-Anhalts direkt Platz sechs. Auch die Anzahl der registrierten Straftaten in der Großstadt ist gestiegen: Mit 12.824 Delikten pro 100.000 Einwohner verzeichnet die PKS einen Anstieg von 9,3 Prozent (2024: 11.734 Straftaten pro 100.000 Einwohner).
(Im Vorjahr: Platz 10)
7. Köln
Nachdem Köln im Vorjahr einen Rückgang der gemeldeten Straftaten verzeichnete, muss die Jecken-Stadt im Jahr 2025 wieder einen Anstieg hinnehmen – wenn auch vergleichsweise gering. Mit 12.727 Straftaten nach 12.343 Delikten pro 100.000 Einwohner im Vorjahr entspricht das einem Plus von rund 3,1 Prozent. Im Ranking fällt Köln dennoch um einen Platz.
(Im Vorjahr: Platz 6)
8. Magdeburg
Auch Magdeburg verschlechtert sich erneut auf der Liste der gefährlichsten Städte Deutschlands und klettert von Platz neun auf Platz acht. Mit 11.569 Straftaten pro 100.000 Einwohner nach 11.706 im Vorjahr verzeichnet die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts dennoch einen leichten Rückgang um rund 1,2 Prozent.
(Im Vorjahr: Platz 9)
9. Dortmund
Im Vorjahr neu auf Platz sieben im Ranking der gefährlichsten Städte eingestiegen, fällt die Ruhrgebietsstadt nun um zwei Plätze und landet auf Rang neun. Das ist eine Folge des Rückgangs der in der polizeilichen Kriminalstatistik verzeichneten Straftaten um 6,8 Prozent. Das sind insgesamt 69.075 verzeichnete Delikte, was 11.446 pro 100.000 Einwohner entspricht.
(Im Vorjahr: Platz 7)
10. Hamburg
Neu dabei im Ranking der unsichersten Städte Deutschlands ist die Freie Hansestadt Hamburg. Die PKS verzeichnet für die Hafenmetropole 11.196 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Erfurt hingegen ist nicht mehr in den Top Ten, obwohl die thüringische Landeshauptstadt im Jahr 2025 als Neueinsteiger den fünften Platz belegte.
(Im Vorjahr: -)
Die 10 sichersten Städte Deutschlands

1. München
München feiert mal wieder eine Meisterschaft: Die bayerische Landeshauptstadt bleibt wie in den Jahren zuvor unangefochten an der Spitze der sichersten Städte Deutschlands. Dabei verzeichnet die Weltstadt an der Isar zugleich einen Rückgang der gemeldeten Straftaten: Mit 6.061 Delikten pro 100.000 Einwohner bedeutet das einen Rückgang von knapp 2,5 Prozent – eine durchweg positive Bilanz.
(Im Vorjahr: Platz 1)
2. Augsburg
Augsburg holt auf und freut sich über den Sprung von Platz fünf aufs Treppchen. Das BKA verzeichnet in der Fuggerstadt einen deutlichen Rückgang der Straftaten. 6.464 Verbrechen kommen auf 100.000 Einwohner, im Vorjahr waren es noch 7.298.
(Im Vorjahr: Platz 5)
3. Mainz
Auch Mainz steigt auf und klettert von Platz vier auf Platz drei. Der schon im Vorjahr verzeichnete Trend setzt sich fort: Für die rheinland-pfälzische Großstadt am Rhein registriert das BKA in seiner Statistik abermals einen Rückgang der Straftaten. In der PKS für 2025 sind 6.600 Fälle pro 100.000 Einwohner registriert, im Vorjahr waren es noch 7.261.
(Im Vorjahr: Platz 4)
4. Nürnberg
Eine bayerische Großstadt geht gegen den Trend und verzeichnet einen Anstieg der Straftaten: Die PKS 2025 zählt für Nürnberg 7.206 Fälle pro 100.000 Einwohner, im Vorjahr waren es noch 7.079. Damit rutschen die Franken um zwei Plätze auf Rang vier ab.
(Im Vorjahr: Platz 2)
5. Karlsruhe
Eine deutlich positive Bilanz zieht Karlsruhe: Nach dem Neueinstieg vor zwei Jahren und einem Aufwärtstrend im Folgejahr bestätigt die Großstadt in Baden-Württemberg diese Tendenz und macht einen Platz gut. Die Zahl der Straftaten sinkt von 8.175 auf 7.407 pro 100.000 Einwohner, sodass Karlsruhe von Platz sechs auf Platz fünf klettert.
(Im Vorjahr: Platz 6)
6. Wiesbaden
Durch einen moderaten Anstieg der absoluten Fallzahlen von 20.604 auf 21.819, also um 1.215 Fälle, rutscht Wiesbaden in unserem Ranking der sichersten Städte Deutschlands um drei Plätze nach unten. Mit 7.554 Delikten pro 100.000 Einwohner liegt die hessische Landeshauptstadt weiterhin im soliden Mittelfeld des Best-of-Rankings.
(Im Vorjahr: Platz 3)
7. Dresden
Die Elbflorenz erfreut sich wachsender Beliebtheit und darf sich gleichzeitig über den Neueinstieg im Ranking der sichersten Städte Deutschlands freuen. Dresden steigt mit 7.781 Delikten pro 100.000 Einwohner auf Platz sieben ein, die sächsische Landeshauptstadt kommt in absoluten Zahlen auf knapp 44.000 Fälle in der PKS.
(Im Vorjahr: -)
8. Bielefeld
Bielefeld gibt seinen siebten Platz an Dresden ab und landet laut PKS 2025 auf Rang acht unseres Rankings. Trotzdem verzeichnet die größte Stadt der Region Ostwestfalen-Lippe weniger Delikte in der PKS als im Vorjahr: Während 2025 noch 8.264 Fälle auf 100.000 Einwohner gemeldet wurden, stehen nun 8.041 Fälle in der Statistik – ein Rückgang um genau 2,7 Prozent.
(Im Vorjahr: Platz 7)
9. Braunschweig
Ein weiterer Neueinsteiger in unserem Positiv-Ranking der sichersten Städte Deutschlands ist Braunschweig. Die niedersächsische Universitätsstadt mit der ältesten Technischen Universität Deutschlands, der TU Braunschweig, zählt rund 20.000 Studierende und belegt mit 8.069 aufgenommenen Straftaten pro 100.000 Einwohner Platz neun.
(Im Vorjahr: -)
10. Oberhausen
Oberhausen bleibt knapp in den Top Ten der sichersten Städte Deutschlands 2026 und verzeichnet einen Rückgang der polizeilich registrierten Delikte. Während im Ranking 2025 laut PKS 2024 noch 8.351 Straftaten pro 100.000 Einwohner gemeldet wurden, liegt die Zahl nun bei 8.109 Fällen – ein Minus von 2,9 Prozent.
(Im Vorjahr: Platz 8)
Wenn du dir mehr Informationen wünschst oder noch einmal die genaue Aufschlüsselung der Straftaten sehen willst, hilft dir hier die Übersicht der polizeilichen Kriminalstatistik aus dem Jahr 2025. Auch die Statistiken der Vorjahre findest du auf den Websites des BKA. Es gibt verschiedene Tabellen, die räumlich gegliedert sind, also nach Bund, Ländern, Kreisen oder Städten. Thematisch gibt es Gliederungen nach Fällen, Tatverdächtigen, Opfern und Belastungszahlen. Wenn du wissen willst, wie viele Einwohner eine bestimmte Stadt hat, kannst du hier die Bevölkerungszahlen der einzelnen Städte ab 100.000 Einwohnern nachlesen.
Du lebst in einer der kriminellsten Städte Deutschlands? Mit Allianz Direct kannst du dich vor Raub und Diebstahl schützen. Eine Hausratversicherung lohnt sich auf jeden Fall. Hier erfährst du, wie du vor Diebstahl aus dem Auto sicher bist.
Pass gut auf deine Wertsachen und vor allem auf dich selbst auf!

