Frau mit Auto

Inzahlungnahme von Gebrauchtwagen

Der Kauf eines Neuwagens ist eine beträchtliche Investition.

Umso besser, wenn du für deinen alten PKW noch den einen oder anderen Euro bekommst. Mit einer Inzahlungnahme ist das möglich. Erfahre, wie das Ganze funktioniert und mit welchen Tipps du einen optimalen Verkaufspreis erzielst.

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Inzahlungnahme: Was ist das?

Bei einer Inzahlungnahme wird der Wert deines alten Autos mit dem Kaufpreis des neuen verrechnet oder als fester Bonus vom Neupreis abgezogen.

Schritt für Schritt geht das so:

  1. Du möchtest ein neues Fahrzeug erwerben.
  2. Du erkundigst dich beim Autohändler, ob du dein jetziges Auto in Zahlung geben kannst.
  3. Der Händler ermittelt den Restwert deines alten PKWs
  4. Der Wert deines alten PKWs wird mit dem Kaufpreis des neuen Autos verrechnet.
  5. Der Händler ist nun Eigentümer deines alten Fahrzeugs.

Vor- und Nachteile der Inzahlungnahme

Die Inzahlungnahme ist für dich mit vielen Vorteilen verbunden. So erledigst du nicht nur Ver- und Neukauf in einem Schritt, du vermeidest auch die lange Suche nach einem alternativen Abnehmer. Zudem bieten viele Händler bei einem Wechsel zu einer anderen Marke zusätzliche Rabatte – sogenannte Eroberungsprämien – an.

Auto privat verkaufen oder in Zahlung geben?

Inzahlungnahme bedeutet nicht immer, dass du damit am meisten Geld sparst. Falls du zum Beispiel ein besonders hochwertiges oder seltenes Auto in gutem Zustand hast, kannst du im privaten Direktverkauf oft mehr Geld bekommen, da die Händlermarge bei Liebhaberfahrzeugen oder Luxusmodellen häufig sehr gering ausfällt. Auch bei älteren Gebrauchtwagen ist eine Inzahlungnahme meist nicht sinnvoll – ihr geringer Wiederverkaufswert schmälert die Chance auf ein profitables Geschäft für den Autohändler.

Grundsätzlich gilt: Eine Inzahlungnahme macht dann Sinn, wenn du mehr Geld erhältst als du es im freien Verkauf bekommen würdest.

Auto in Zahlung geben: Das solltest du beachten

Sobald du dich dazu entschieden hast, dein altes Auto in Zahlung zu geben, gilt es, den optimalen Verkaufspreis für deinen alten PKW zu erzielen. Gehe dazu wie folgt vor:

1. Nachfrage beachten

Nicht jeder Händler nimmt jedes Fahrzeug in Zahlung. Einige begrenzen die Annahme auf eine bestimmte Marke, andere verweigern Fahrzeuge in schlechtem Zustand. Auch Unfallfahrzeuge und PKW mit Defekten an der Karosserie oder Technik werden häufig nicht in Zahlung genommen. Informiere dich also vorher, welcher Händler überhaupt Interesse an deinem aktuellen Auto hat.

2. Restwert ermitteln

Um informiert und sicher in die Preisverhandlungen zu gehen, solltest du wissen, wie hoch der Restwert deines alten PKW ist. Doch wie lässt sich dieser ermitteln? Die sogenannte Schwacke-Liste liefert erste Erkenntnisse. Sie wurde von Kfz-Experten entwickelt und zeigt die aktuellen Marktwerte der unterschiedlichsten Fahrzeugmodelle verschiedener Marke. Alternativ lässt du den Restwert deines alten Autos von einem Online-Fahrzeugbewerter schätzen.

Etwas teurer, dafür jedoch genauer, ist die Schätzung durch einen Kfz-Sachverständigen. Der Sachverständige begutachtet dein Auto, macht eine Probefahrt und prüft alle technischen Funktionen.

3. Autopflege vorab durchführen

Kein Händler bietet dir viel Geld für ein ungepflegtes Auto. Daher solltest du dein altes Fahrzeug gründlich reinigen – von außen und von innen. Lasse kleinere Schäden vorher in einer Werkstatt reparieren. So hat der Händler weniger Argumente, um den Ankaufspreis zu senken. Merke: Ein sauberes, gepflegtes Auto macht beim Verkauf einen wesentlich besseren Eindruck und erzielt nachweislich einen höheren Ankaufspreis.

4 Verhandlungstipps für die Inzahlungnahme

Tipp 1: Händler-Tricks kennen

Ein Händler muss Geld verdienen. Entsprechend wird er versuchen, den Restwert deines alten PKW möglichst gering anzusetzen und eventuelle Mängel hervorzuheben. Mache dir das bewusst, bevor du in die Preisverhandlung gehst und lasse dich davon nicht verunsichern.

Tipp 2: Fair und realistisch bleiben

Du kennst den Restwert deines alten PKW und hast eine gute Verhandlungsbasis. Vor allem das Gutachten eines Kfz-Sachverständigen bietet dir eine optimale Einschätzung des zu erwartenden Ankaufspreises.

Tipp 3: Sonderausstattung hervorheben

Dein Fahrzeug verfügt über eine Klimaanlage, ein Schiebedach oder elektrische Fensterheber? Hebe jede Sonderausstattung deines Autos hervor, um den Verkaufspreis zu erhöhen. Mit einem neu eingebauten Autoradio oder einem Navi lässt sich der Verkehrswert ebenfalls steigern.

Tipp 4: Startpreis höher ansetzen

Setze den Restwert deines Fahrzeugs zu Beginn der Verhandlung bewusst ein bisschen zu hoch an. Auf diese Weise hast du Spielraum nach unten, falls der Händler bisher unbekannte Mängel oder Schönheitsfehler entdeckt.

Mehr Verhandlungstipps findest du hier: Autokauf verhandeln

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